4.6.2 Bewegung in das Innere mit -ba/-be

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4.6.2 Bewegung in das Innere mit -ba/-be

Die Endung -ba/-be bezeichnet das Innere als Ziel: házba – ins Haus, kertbe – in den Garten. Sie steht bei jeder Bewegung, die dort endet – ob jemand selbst hineingeht, etwas hineinrollt oder hineingelegt wird. Der Kasus heißt Illativ und antwortet auf hová? – wohin?

1.Das Ziel im Inneren

A vendég belép a szobába. – Der Gast tritt ins Zimmer ein.

A kutya beszalad a kertbe. – Der Hund läuft in den Garten hinein.

A lány bemegy a boltba. – Das Mädchen geht in den Laden hinein.

A tanuló az iskolába siet. – Der Schüler eilt in die Schule.

A gyerek a konyhába fut. – Das Kind läuft in die Küche.

Die Verben sind verschieden: eintreten, hineinlaufen, hineingehen, eilen, laufen. Gleich ist der Endpunkt der Bewegung: das Innere eines Raumes. Diesen Endpunkt trägt allein die Endung „-ba”/„-be” am Substantiv. Der Artikel a bzw. az bleibt unverändert.

Die zugehörige Frage lautet hová? oder hova? „wohin?“:

Hová mész? – A boltba. – Wohin gehst du? – In den Laden.

Hova fut a gyerek? – A konyhába. – Wohin läuft das Kind? – In die Küche.

Der lateinische Name Illativ geht auf illatus „hineingetragen“ zurück, aus in „hinein“ und latus, dem Partizip zu ferre „tragen“. Dasselbe latus steckt in „Relation“ (relatus „zurückgetragen“), „Translation“ (translatus „hinübergetragen“) und „Prälat“ (praelatus „vorgezogen“). In ungarischer Schreibung heißt der Kasus illatívusz; die Schulgrammatik spricht beschreibend vom inneren Ortsverhältnis auf die Frage hová?.

Wortschatz

  • szobába – ins Zimmer
  • kertbe – in den Garten
  • boltba – in den Laden
  • iskolába – in die Schule
  • konyhába – in die Küche
  • hová?, hova? – wohin?
  • belép {be·LÉP} – hinein·TRETEN(eintreten)
  • beszalad {be·SZALAD} – hinein·LAUFEN(hineinlaufen)
  • bemegy {be·MEGY} – hinein·GEHEN(hineingehen)
  • siet – eilen
  • fut – laufen
  • vendég – Gast
  • illatívusz – Illativ

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2.Die zwei Formen -ba und -be

A busz a városba érkezik. – Der Bus kommt in der Stadt an.

A tejet a hűtőbe teszi. – Er stellt die Milch in den Kühlschrank.

A kabátot a bőröndbe teszem. – Ich lege den Mantel in den Koffer.

Wörter mit dunklen Vokalen (a, á, o, ó, u, ú) erhalten „-ba”, Wörter mit hellen Vokalen „-be”. Eine dritte Form für ö, ő, ü, ű gibt es nicht: bőröndbe, tükörbe, füzetbe. Die Endung tritt ohne Bindevokal direkt an den Stamm, auch nach Konsonant: házba, kertbe. Formen wie *házoba gibt es nicht.

Endet das Wort auf a oder e, wird dieser Vokal lang. Andere Endvokale bleiben kurz:

GrundformZielDeutsch
ház – Hausházbains Haus
kert – Gartenkertbein den Garten
város – Stadtvárosbain die Stadt
bőrönd – Kofferbőröndbein den Koffer
szoba – Zimmerszobábains Zimmer
pince – Kellerpincébein den Keller
táska – Taschetáskábain die Tasche
hűtő – Kühlschrankhűtőbein den Kühlschrank
autó – Autoautóbains Auto
kapu – Torkapubains Tor
víz – Wasservízbeins Wasser

Bei gemischten Wörtern entscheidet in der Regel der dunkle Vokal: kocsiba „in den Wagen“, papírba „in Papier“, kávéba „in den Kaffee“. víz behält vor „-be” sein langes í; die Kürzung in vizet „Wasser (Objekt)“ betrifft nur Endungen, die mit Vokal beginnen.

→pince – Keller→pincébe – in den Keller

→iskola – Schule→iskolába – in die Schule

Wortschatz

  • városba – in die Stadt
  • hűtőbe – in den Kühlschrank
  • bőröndbe – in den Koffer
  • tükörbe – in den Spiegel
  • füzetbe – ins Heft
  • pincébe – in den Keller
  • táskába – in die Tasche
  • autóba – ins Auto
  • kapuba – ins Tor
  • vízbe – ins Wasser
  • kocsiba – in den Wagen
  • papírba – in Papier
  • kávéba – in den Kaffee
  • hűtőszekrény {hűtő·SZEKRÉNY} – Kühl·SCHRANK(Kühlschrank)

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3.Bewegung aus eigener Kraft

A labda a dobozba gurul. – Der Ball rollt in die Schachtel.

A család a házba költözik. – Die Familie zieht in das Haus ein.

A gyerek a vízbe ugrik. – Das Kind springt ins Wasser.

A kulcs a vízbe esik. – Der Schlüssel fällt ins Wasser.

A férfi beszáll az autóba. – Der Mann steigt ins Auto ein.

A beteg kórházba kerül. – Der Kranke kommt ins Krankenhaus.

Das Subjekt muss keine Person sein und muss nicht gehen. Ein Ball rollt, ein Schlüssel fällt, ein Kranker wird eingeliefert: Entscheidend ist nur, dass das Geschehen im Inneren endet. Das Verb kerül „gelangen, geraten“ sagt nichts über die Art der Bewegung, verlangt aber ein Ziel.

Besonders deutlich ist der Unterschied zum Deutschen bei „ankommen“:

A busz a városba érkezik. – Der Bus kommt in der Stadt an.

Megérkezünk a szállodaba. – Wir kommen im Hotel an.

Deutsch „in der Stadt“ steht im Dativ wie ein Ort. Das Ungarische fasst die Stadt als Ziel der Ankunft auf: városba érkezik. Die deutsche Übersetzung ist hier kein Hinweis auf die richtige Endung.

Wortschatz

  • dobozba – in die Schachtel
  • házba – ins Haus
  • vízbe – ins Wasser
  • autóba – ins Auto
  • kórházba {kór·HÁZ·ba} – Krankheit·HAUS·in(ins Krankenhaus)
  • kórház {kór·HÁZ} – Krankheit·HAUS(Krankenhaus)
  • szálloda – Hotel
  • gurul – rollen
  • költözik – umziehen, einziehen
  • ugrik – springen
  • esik – fallen
  • beszáll {be·SZÁLL} – hinein·STEIGEN(einsteigen)
  • kerül – gelangen, geraten
  • érkezik – ankommen
  • megérkezik {meg·ÉRKEZIK} – (vollendet)·ANKOMMEN(ankommen, eintreffen)

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4.Etwas hineinlegen, hineingießen

A füzetet a táskába teszem. – Ich lege das Heft in die Tasche.

A tejet a hűtőbe teszi. – Er stellt die Milch in den Kühlschrank.

A vizet az üvegbe öntöm. – Ich gieße das Wasser in die Flasche.

Bort tölt a pohárba. – Er schenkt Wein ins Glas ein.

Az ajándékot papírba csomagolja. – Sie packt das Geschenk in Papier ein.

Bedobja a levelet a postaládába. – Er wirft den Brief in den Briefkasten.

In diesen Sätzen bewegt sich nicht das Subjekt, sondern ein Gegenstand. Der Satz enthält dann zwei markierte Satzglieder: das Objekt mit „-t” (tárgy, „was?“) und das Ziel mit „-ba”/„-be” („wohin?“). Beide Endungen haben verschiedene Aufgaben und treten an verschiedene Wörter. Das Ziel erhält kein zusätzliches „-t”, auch wenn das Deutsche dort einen Akkusativ setzt („in die Tasche“).

Die Verbform richtet sich nach dem Objekt, nicht nach dem Ziel: teszem, öntöm (bestimmte Konjugation) wegen a füzetet, a vizet; tölt (unbestimmt) wegen bort ohne Artikel.

SubjektVerbObjekt (-t)Ziel (-ba/-be)
Évabeteszia ruháta bőröndbe
A fiúöntvizeta pohárba
Lajosberakjaa könyveta táskába

Éva beteszi a ruhát a bőröndbe. – Éva legt die Kleidung in den Koffer.

A fiú vizet önt a pohárba. – Der Junge gießt Wasser ins Glas.

Lajos berakja a könyvet a táskába. – Lajos packt das Buch in die Tasche.

Wortschatz

  • füzetet – das Heft (Objekt)
  • tejet – die Milch (Objekt)
  • vizet – Wasser (Objekt)
  • üvegbe – in die Flasche, ins Glas
  • pohárba – ins (Trink-)Glas
  • postaláda {posta·LÁDA} – Post·KISTE(Briefkasten)
  • postaládába {posta·LÁDÁ·ba} – Post·KISTE·in(in den Briefkasten)
  • teszem – ich lege, ich stelle (es)
  • teszi – er/sie legt, stellt (es)
  • öntöm – ich gieße (es)
  • tölt – einschenken, füllen
  • csomagol – einpacken
  • bedob {be·DOB} – hinein·WERFEN(einwerfen)
  • berak {be·RAK} – hinein·LEGEN(hineinpacken)
  • bor – Wein
  • tárgy – Objekt

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5.Ziel und Präfix be-

A munkások bemennek az épületbe. – Die Arbeiter gehen ins Gebäude hinein.

Az autó begurul a garázsba. – Das Auto rollt in die Garage hinein.

Szabina beül az autóba. – Szabina setzt sich ins Auto.

A szót beírom a füzetbe. – Ich trage das Wort ins Heft ein.

Viele Verben dieses Kapitels tragen das Präfix be- „hinein“ (igekötő). Es verstärkt die Richtung, ersetzt aber die Endung nicht: Ein Satz wie bemegy a házba nennt die Richtung zweimal, am Verb und am Substantiv, ähnlich wie deutsch „in das Haus hineingehen“. Ohne Ziel steht be- allein: Bemegy. „Er geht hinein.“ Ohne Präfix steht das Ziel allein: A házba megy. „Er geht ins Haus.“

→megy – gehen→bemegy – hineingehen→bemegy a házba – ins Haus hineingehen

Die Endung „-be” und das Präfix be- klingen gleich und sind verwandt. Beim Präfix gibt es aber keine Form *ba-; es lautet immer be-, auch vor dunklen Verben: beszalad, begurul. Stellung und Bedeutung der Präfixe behandelt das Kapitel zu den Verbpräfixen (→ 11).

Wortschatz

  • épületbe – ins Gebäude
  • garázsba – in die Garage
  • autóba – ins Auto
  • füzetbe – ins Heft
  • bemegy {be·MEGY} – hinein·GEHEN(hineingehen)
  • bemennek – sie gehen hinein
  • begurul {be·GURUL} – hinein·ROLLEN(hineinrollen)
  • beül {be·ÜL} – hinein·SITZEN(sich hineinsetzen)
  • beír {be·ÍR} – hinein·SCHREIBEN(eintragen)
  • igekötő {ige·KÖTŐ} – Verb·BINDER(Verbpräfix)
  • munkás – Arbeiter

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6.Ort oder Ziel

A gyerekek a kertben futnak. – Die Kinder laufen im Garten (herum).

A gyerekek a kertbe futnak. – Die Kinder laufen in den Garten.

A kutya a házban alszik. – Der Hund schläft im Haus.

A kutya a házba szalad. – Der Hund rennt ins Haus.

Eine Bewegung allein verlangt noch nicht „-ba”/„-be”. Wer im Garten herumläuft, bleibt in seinem Inneren; der Garten ist Ort der Handlung („-ban”/„-ben”, → 4.6.1). Erst wenn das Geschehen im Garten endet, ist er Ziel. Die Endungen unterscheiden sich nur durch das n, die Bedeutung aber grundsätzlich:

Ort: hol?Ziel: hová?
szobában – im Zimmerszobába – ins Zimmer
kertben – im Gartenkertbe – in den Garten
autóban – im Autoautóba – ins Auto
vízben – im Wasservízbe – ins Wasser
hűtőben – im Kühlschrankhűtőbe – in den Kühlschrank

Das Deutsche trifft dieselbe Unterscheidung über den Kasus nach der Präposition „in“: Dativ für den Ort, Akkusativ für das Ziel. Das Ungarische braucht dafür keinen Artikel und keine Präposition. Die Prüfung mit den Fragen hol? und hová? fasst Kapitel 4.6.4 zusammen (→ 4.6.4).

Wortschatz

  • kertben – im Garten
  • kertbe – in den Garten
  • házban – im Haus
  • házba – ins Haus
  • szobában – im Zimmer
  • autóban – im Auto
  • vízben – im Wasser
  • hűtőben – im Kühlschrank
  • alszik – schlafen
  • szalad – rennen
  • hol? – wo?

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7.Das Wichtigste in Kürze

  • -ba/-be (Illativ) nennt das Innere als Ziel; Frage hová? – wohin?
  • -ba nach dunklen, -be nach hellen Vokalen; keine ö-Form, kein Bindevokal: házba, kertbe, bőröndbe.
  • Auslautendes a/e wird lang: szobába, pincébe.
  • Das Ziel gilt für jede Bewegung: gehen, rollen, fallen, hineinlegen, ankommen (városba érkezik).
  • Beim Hineinlegen trägt das Objekt -t, das Ziel -ba/-be.
  • Das Präfix be- ersetzt die Endung nicht: bemegy a házba.

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Vertiefung

8.Herkunft und Ziel in einem Satz

A fiú a kertből a házba szalad. – Der Junge läuft aus dem Garten ins Haus.

A labda a kertből a házba gurul. – Der Ball rollt aus dem Garten ins Haus.

Katalin a kávézóból a könyvtárba megy. – Katalin geht aus dem Café in die Bibliothek.

A ruhát a szekrényből a bőröndbe teszi. – Sie legt die Kleidung aus dem Schrank in den Koffer.

Ausgangs- und Endpunkt können im selben Satz stehen. Üblich ist die Reihenfolge Herkunft vor Ziel, wie im Deutschen. Die Endungen machen die Rollen eindeutig; eine Umstellung ändert nur die Gewichtung, nicht die Richtung: A házba szalad a kertből. „Ins Haus läuft er aus dem Garten.“ Die Herkunftsendung „-ból”/„-ből” behandelt das folgende Kapitel (→ 4.6.3).

Wortschatz

  • kertből – aus dem Garten
  • kávézóból – aus dem Café
  • könyvtár {könyv·TÁR} – Buch·LAGER(Bibliothek)
  • könyvtárba {könyv·TÁR·ba} – Buch·LAGER·in(in die Bibliothek)
  • szekrényből – aus dem Schrank
  • szekrénybe – in den Schrank
  • kávézó – Café
  • ruha – Kleidung

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9.Verneinung und Betonung

A vendég nem megy be a konyhába. – Der Gast geht nicht in die Küche hinein.

A gyerek a szobába fut be, nem a kertbe. – Das Kind läuft ins Zimmer hinein, nicht in den Garten.

Nem a boltba megyek, hanem a postara. – Ich gehe nicht in den Laden, sondern zur Post.

A pincébe nem megyünk le. – In den Keller gehen wir nicht hinunter.

Das Ziel bleibt bei Verneinung und Betonung unverändert. Verschoben wird nur das Präfix. Im neutralen Satz steht es vor dem Verb (bemegy). Nach nem tritt es hinter das Verb: nem megy be. Wird das Ziel selbst hervorgehoben, rückt es unmittelbar vor das Verb und das Präfix ebenfalls dahinter: a szobába fut be – gerade ins Zimmer, nicht anderswohin. Diese Stellungsregel gilt für alle Präfixverben (→ 11).

→Bemegy a konyhába. – Er geht in die Küche hinein.→Nem megy be a konyhába. – Er geht nicht in die Küche hinein.→A konyhába megy be. – In die Küche geht er hinein.

Im Beispiel mit postára erscheint neben dem Illativ eine Oberflächenendung: Bei Einrichtungen legt der Sprachgebrauch fest, welche Reihe steht (→ 4.6.5, 4.7.6).

Wortschatz

  • konyhába – in die Küche
  • postara – zur Post
  • pincébe – in den Keller
  • nem megy be – er geht nicht hinein
  • fut be – läuft hinein (Ziel betont)
  • lemegy {le·MEGY} – hinunter·GEHEN(hinuntergehen)
  • hanem – sondern

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10.Ebbe, abba: Zeigewörter vor dem Ziel

Ebbe a dobozba kerülnek a játékok. – Die Spielsachen kommen in diese Schachtel.

Abba az üvegbe vizet öntünk. – Wir gießen Wasser in jene Flasche.

Ezekbe a szobákba mennek a vendégek. – Die Gäste gehen in diese Zimmer.

Steht ez „dieser“ oder az „jener“ (mutató névmás) vor dem Substantiv, erhält es dieselbe Endung wie das Substantiv. Das z gleicht sich dabei dem b der Endung an:

→ez – dieser→ebbe – in diesen hinein

→az – jener→abba – in jenen hinein

Die Endung erscheint also zweimal: ebbe a dobozba, wörtlich etwa „in-diese die Schachtel-in“. Die Zeigewörter folgen in der Wahl der Endung ihrem eigenen Vokal: ebbe mit hellem e, abba mit dunklem a, unabhängig vom folgenden Substantiv: ebbe a dobozba, abba az üvegbe. Im Plural steht ezekbe, azokba ohne Angleichung, weil kein z unmittelbar vor der Endung steht.

Allein stehend bedeuten ebbe und abba „hier hinein“ und „dort hinein“: Ebbe tedd! „Leg es hier hinein!“

Wortschatz

  • ebbe – in diesen/diese/dieses hinein
  • abba – in jenen/jene/jenes hinein
  • ezekbe – in diese (Mehrzahl)
  • azokba – in jene (Mehrzahl)
  • szobákba – in die Zimmer
  • játék – Spielzeug
  • játékok – Spielsachen
  • öntünk – wir gießen
  • mutatónévmás {mutató·NÉVMÁS} – zeigend·FÜRWORT(Demonstrativpronomen)

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11.Ziel mit Besitzzeichen und im Plural

A kulcsot a zsebembe teszem. – Ich stecke den Schlüssel in meine Tasche.

A térképet a táskámba teszem. – Ich lege die Landkarte in meine Tasche.

Gyertek be a házunkba! – Kommt herein in unser Haus!

A szomszéd átmegy a kertjébe. – Der Nachbar geht hinüber in seinen Garten.

A vendégek külön szobákba mennek. – Die Gäste gehen in getrennte Zimmer.

Die Zielendung steht immer am Wortende: nach dem Besitzzeichen (zsebem → zsebembe) und nach dem Pluralzeichen (szobák → szobákba). Die Endungswahl richtet sich nach dem Vokal unmittelbar davor. Endet die Besitzform auf a oder e, wird auch dieser Vokal lang: kertje „sein Garten“ → kertjébe.

→zseb – Tasche (am Kleid)→zsebem – meine Tasche→zsebembe – in meine Tasche

→táska – Tasche (zum Tragen)→táskám – meine Tasche→táskámba – in meine Tasche

→ház – Haus→házunk – unser Haus→házunkba – in unser Haus

→üveg – Flasche→üvegek – Flaschen→üvegekbe – in die Flaschen

zseb ist die eingenähte Tasche an Jacke oder Hose, táska die Tasche zum Tragen. Das Deutsche hat für beides „Tasche“. táska ist aus italienisch tasca „Tasche“ entlehnt, das mit deutsch „Tasche“ (althochdeutsch tasca) zusammenhängt.

Wortschatz

  • zsebembe – in meine (Hosen-)Tasche
  • táskámba – in meine Tasche
  • házunkba – in unser Haus
  • kertjébe – in seinen Garten
  • szobákba – in die Zimmer
  • üvegekbe – in die Flaschen
  • lakásunkba {lakás·UNK·ba} – Wohnung·UNSER·in(in unsere Wohnung)
  • zseb – Tasche (an Kleidung)
  • térkép – Landkarte
  • szomszéd – Nachbar
  • átmegy {át·MEGY} – hinüber·GEHEN(hinübergehen)
  • külön – getrennt

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12.Ziel ohne vollständiges Hineingelangen

Az anya benéz a gyerekszobába. – Die Mutter schaut ins Kinderzimmer hinein.

Belenéz a tükörbe. – Er schaut in den Spiegel.

A nagy könyv nem fér bele a kis táskába. – Das große Buch passt nicht in die kleine Tasche.

A ruhák beleférnek a bőröndbe. – Die Kleider passen in den Koffer.

Der Illativ setzt nicht voraus, dass jemand oder etwas ganz im Inneren ankommt. Beim Hineinschauen dringt nur der Blick ein, beim Passen wird nur die Möglichkeit genannt. Im letzten verneinten Beispiel gelangt das Buch gar nicht in die Tasche – das Ziel bleibt trotzdem táskába. Die Endung bezeichnet die Richtung des Geschehens, nicht sein Ergebnis.

bele in belenéz und belefér ist kein angehängtes Suffix, sondern ein eigenes Wort „hinein (in es)“. Es geht auf bél „Inneres; Darm“ zurück und bildet persönliche Formen: belém „in mich hinein“, beléd „in dich hinein“ (→ 7.2). Die Verbindung mit festen Ergänzungen behandelt Kapitel 4.6.8 (→ 4.6.8).

Wortschatz

  • gyerekszobába {gyerek·SZOBÁ·ba} – Kind·ZIMMER·in(ins Kinderzimmer)
  • tükörbe – in den Spiegel
  • táskába – in die Tasche
  • bőröndbe – in den Koffer
  • benéz {be·NÉZ} – hinein·SCHAUEN(hineinschauen)
  • belenéz {bele·NÉZ} – hinein·SCHAUEN(hineinsehen (in etwas))
  • belefér {bele·FÉR} – hinein·PASSEN(hineinpassen)
  • nem fér bele – passt nicht hinein
  • bele – hinein (in es)
  • belém – in mich hinein
  • bél – Inneres; Darm

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13.Ankunft in Städten und Ländern

A turisták Bécsbe érkeznek. – Die Touristen kommen in Wien an.

A vonat Berlinbe érkezik. – Der Zug kommt in Berlin an.

Jövőre Németországba költözünk. – Nächstes Jahr ziehen wir nach Deutschland.

Auch bei Ortsnamen steht nach érkezik das Ziel. Deutsch „in Wien ankommen“ wäre wörtlich *Bécsben érkeznek; so ist der Satz nicht gemeint. Die meisten ausländischen Städte und viele Länder gehören zur Innenreihe; ungarische Städte verteilen sich auf Innen- und Oberflächenreihe (Budapestre „nach Budapest“). Die Namen behandelt Kapitel 4.6.6 (→ 4.6.6).

Die anderen Sprachen gehen unterschiedlich vor:

Spracheankommenhineingehen
UngarischBécsbe érkezika házba megy
Deutschin Wien (Dativ) ankommenin das Haus (Akkusativ) gehen
Russischприехать в Вену (v Venu, Akkusativ)войти в дом (v dom, Akkusativ)
LateinVindobonam venire (Akkusativ ohne Präposition)in domum intrare
Englischarrive in Viennago into the house
Französischarriver à Vienneentrer dans la maison
Spanischllegar a Vienaentrar en la casa

Russisch, Latein und Spanisch behandeln die Ankunft wie das Ungarische als Ziel; Deutsch und Englisch als Ort. Das Lateinische setzt bei Städtenamen den bloßen Akkusativ der Richtung (Romam venire „nach Rom kommen“), das Russische unterscheidet в Москве „in Moskau“ (Präpositiv) und в Москву „nach Moskau“ (Akkusativ) genau wie „-ban” und „-ba”.

Wortschatz

  • Bécsbe – nach Wien, in Wien (ankommen)
  • Berlinbe – nach Berlin
  • Németországba {Német·ORSZÁG·ba} – deutsch·LAND·in(nach Deutschland)
  • Németország {Német·ORSZÁG} – Deutsch·LAND(Deutschland)
  • Budapestre – nach Budapest
  • turista – Tourist
  • vonat – Zug
  • érkeznek – sie kommen an
  • jövőre – nächstes Jahr

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14.-ba/-be in der gesprochenen Sprache

Hol vagy? – A szobában. – Wo bist du? – Im Zimmer.

Hol vagy? – A szobába. – Wo bist du? – Im Zimmer. (umgangssprachlich)

In der gesprochenen Sprache vieler Gegenden wird das auslautende n von „-ban”/„-ben” oft nicht ausgesprochen. Dann klingt der Ort wie das Ziel: a szobába van statt a szobában van. Diese Aussprache ist weit verbreitet, gilt aber in der Schriftsprache als nachlässig und wird in der Schule korrigiert. Nicht jedes gehörte „-ba” ist daher ein Ziel; der Zusammenhang entscheidet. In der geschriebenen Standardsprache gilt die Trennung „-ban”/„-ben” für den Ort, „-ba”/„-be” für das Ziel ohne Ausnahme.

Die Verwechslung zeigt, wie nahe beide Endungen einander stehen. Beide gelten als Abkömmlinge desselben Wortes bél „Inneres“; der Unterschied liegt nur im angefügten Richtungselement: -n für den Ort, ein Vokal für das Ziel. Auf dieselbe Wurzel gehen das Präfix be-, das Wort bele „hinein“ und belső „innerer“ zurück.

Wortschatz

  • szobában – im Zimmer
  • szobába – ins Zimmer
  • hol vagy? – wo bist du?
  • bemegy {be·MEGY} – hinein·GEHEN(hineingehen)
  • bele – hinein (in es)
  • belső – innerer
  • belül – innen, drinnen

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