4.7.8 Übertragene Bedeutungen und Rektion
Ohne räumliche Bedeutung haben die Endungen der Oberflächenreihe feste Aufgaben bei Zeitangaben und als Ergänzung bestimmter Wörter: hétfőn – am Montag, beszél valamiről – spricht über etwas, vár valamire – wartet auf etwas. Welche Endung steht, bestimmt das Bezugswort, nicht die Vorstellung einer Fläche und nicht die deutsche Präposition.
1.Zeit ohne Oberfläche
Hétfőn nem dolgozom. – Am Montag arbeite ich nicht.
Kedden érkezik a csomag. – Am Dienstag kommt das Paket an.
Szerdán találkozunk. – Am Mittwoch treffen wir uns.
Csütörtökön otthon maradok. – Am Donnerstag bleibe ich zu Hause.
Pénteken moziba megyünk. – Am Freitag gehen wir ins Kino.
Szombaton kirándulunk. – Am Samstag machen wir einen Ausflug.
Vasárnap pihenünk. – Am Sonntag ruhen wir uns aus.
Der Wochentag als Zeitpunkt steht mit „-n/-on/-en/-ön”, also mit derselben Endung wie der Aufenthalt auf einer Fläche. Ein Bild von einer Fläche steckt nicht dahinter; es ist eine feste Zeitform. Nur vasárnap steht für „am Sonntag“ gewöhnlich ohne Endung.
| Tag | Zeitpunkt | Deutsch |
|---|---|---|
| hétfő {hét·fő} – Montag | hétfőn | am Montag |
| kedd – Dienstag | kedden | am Dienstag |
| szerda – Mittwoch | szerdán | am Mittwoch |
| csütörtök – Donnerstag | csütörtökön | am Donnerstag |
| péntek – Freitag | pénteken | am Freitag |
| szombat – Samstag | szombaton | am Samstag |
| vasárnap {vasár·nap} – Sonntag | vasárnap | am Sonntag |
Die Namen der Wochentage haben verschiedene Herkunft. hétfő besteht aus hét „Woche“ und fő „Haupt, Kopf“: der Kopf der Woche. kedd gehört zu két „zwei“ mit einer alten Ordnungszahlendung – der zweite Tag. vasárnap ist vásár „Markt“ und nap „Tag“, der Markttag. szerda, csütörtök und péntek stammen aus dem Slawischen und bedeuten „Mitte“, „der Vierte“, „der Fünfte“; russisch heißen diese Tage среда, четверг, пятница. szombat geht über das Slawische auf lateinisch sabbatum zurück, wie russisch суббота, französisch samedi und deutsch „Samstag“.
Auch hét „Woche“ steht als Zeitpunkt mit der Oberflächenendung:
A jövő héten Bécsbe utazunk. – Nächste Woche reisen wir nach Wien.
Ezen a héten sok a munka. – Diese Woche gibt es viel Arbeit.
„-ra/-re” nennt dagegen den Termin, auf den etwas gelegt wird, oder die Frist, bis zu der etwas geschieht:
A találkozót péntekre tesszük. – Wir legen das Treffen auf Freitag.
Öt órára hazaérek. – Bis fünf Uhr bin ich zu Hause.
Holnapra kész a levél. – Bis morgen ist der Brief fertig.
Karácsonyra könyvet kapok. – Zu Weihnachten bekomme ich ein Buch.
Wortschatz
- hétfő {hét·fő} – Montag
- hétfőn – am Montag
- kedd – Dienstag
- kedden – am Dienstag
- szerda – Mittwoch
- szerdán – am Mittwoch
- csütörtök – Donnerstag
- csütörtökön – am Donnerstag
- péntek – Freitag
- pénteken – am Freitag
- péntekre – auf Freitag
- szombat – Samstag
- szombaton – am Samstag
- vasárnap {vasár·nap} – Sonntag; am Sonntag
- hét – Woche; sieben
- héten – in der Woche
- jövő – kommend, nächst
- holnapra – bis morgen
- karácsonyra – zu Weihnachten
- találkozó – Treffen
2.Über etwas sprechen, an etwas denken
A tanár a magyar nyelvről beszél. – Der Lehrer spricht über die ungarische Sprache.
A család az utazásról beszélget. – Die Familie unterhält sich über die Reise.
Erről a filmről sokat hallottam. – Von diesem Film habe ich viel gehört.
A fiú a nyaralásra gondol. – Der Junge denkt an den Urlaub.
Mindig a családra gondolok. – Ich denke immer an die Familie.
Verben des Sprechens und Wissens nennen ihr Thema mit „-ról/-ről”, gondol „denken“ das, woran gedacht wird, mit „-ra/-re”. Solche Endungen gehören fest zum Verb; das Wort fordert sie. Die ungarische Grammatik nennt diese geforderte Ergänzung vonzat, deutsch Rektion (von lateinisch regere „lenken, regieren“):
vonzat {vonzAT} – zieh·UNG(Rektion)Das Bild ist dasselbe wie im lateinischen Wort: Das Verb „zieht“ eine bestimmte Endung an sich. Da die Endung hier keinen Ort mehr bezeichnet, spricht man von átvitt jelentés, übertragener Bedeutung:
átvitt {át·VITT} – hinüber·GETRAGEN(übertragen)Auch hier entspricht das Ungarische dem Lateinischen: translatus „hinübergetragen“, griechisch metaphora „Übertragung“.
In Wörterbüchern steht die Rektion mit valami „etwas“ und valaki „jemand“: beszél valamiről, gondol valamire. Die Fragewörter tragen dieselbe Endung:
Miről beszél a tanár? – Worüber spricht der Lehrer?
Mire gondolsz? – Woran denkst du?
Wortschatz
- beszél valamiről – spricht über etwas
- beszélget valamiről – unterhält sich über etwas
- hall valamiről – hört von etwas
- tud valamiről – weiß von etwas
- gondol valamire – denkt an etwas
- nyelvről – über die Sprache
- utazásról – über die Reise
- nyaralásra – an den Urlaub
- miről – worüber
- mire – woran, worauf
- vonzat {vonzat} – Rektion
- átvitt {át·vitt} – übertragen
- valami – etwas
- valaki – jemand
3.Auf etwas warten, Hilfe brauchen
A buszra várok. – Ich warte auf den Bus.
Mire vársz? – Worauf wartest du?
Segítségre van szükségem. – Ich brauche Hilfe.
Szükségem van egy tollra. – Ich brauche einen Stift.
Szükségünk van időre. – Wir brauchen Zeit.
Annának szüksége van egy szótárra. – Anna braucht ein Wörterbuch.
vár „warten“ nennt das Erwartete mit „-ra/-re”. Der Artikel in a buszra ändert an der Verbform nichts: várok, denn a buszra ist kein Objekt.
„Brauchen“ wird mit szükség „Bedarf, Not“ umschrieben. Die Person, die etwas braucht, steht als Besitzer an szükség, die benötigte Sache mit „-ra/-re”:
→szükség – Bedarf→szükségem van – ich habe Bedarf→szükségem van időre – ich habe Bedarf an Zeit: ich brauche Zeit
Die Endungen „-em”, „-ünk”, „-e” an szükség sind Besitzendungen, keine Kasusendungen; die Kasusendung trägt nur die benötigte Sache. van gehört hier in jeder Person zur Wendung.
Wortschatz
- vár valamire – wartet auf etwas
- buszra – auf den Bus
- szükség – Bedarf, Not
- szükségem van valamire – ich brauche etwas
- szükségünk van – wir brauchen
- szüksége van – er/sie braucht
- segítség – Hilfe
- segítségre – Hilfe (als Benötigtes)
- tollra – einen Stift (als Benötigtes)
- időre – Zeit (als Benötigtes)
- szótár {szó·tár} – Wörterbuch
- szótárra – ein Wörterbuch (als Benötigtes)
4.Weitere häufige Ergänzungen
A gyerekek a megoldáson dolgoznak. – Die Kinder arbeiten an der Lösung.
A csapat jó eredményre számít. – Die Mannschaft rechnet mit einem guten Ergebnis.
Anna büszke a fiára. – Anna ist stolz auf ihren Sohn.
Egy hétre bérelünk autót. – Wir mieten für eine Woche ein Auto.
A gyerekek nevetnek a viccen. – Die Kinder lachen über den Witz.
Sokat gondolkodom ezen a kérdésen. – Ich denke viel über diese Frage nach.
Péter panaszkodik a zajra. – Péter beklagt sich über den Lärm.
Vigyázz a gyerekre! – Pass auf das Kind auf!
Kíváncsi vagyok a válaszra. – Ich bin neugierig auf die Antwort.
Lemondok a sütiről. – Ich verzichte auf den Kuchen.
| Muster | Deutsch | Beispiel |
|---|---|---|
| dolgozik valamin | arbeitet an etwas | a megoldáson – an der Lösung |
| nevet valamin | lacht über etwas | a viccen – über den Witz |
| gondolkodik valamin | denkt über etwas nach | a kérdésen – über die Frage |
| számít valamire | rechnet mit etwas | eredményre – mit einem Ergebnis |
| büszke valakire | ist stolz auf jemanden | a fiára – auf ihren Sohn |
| vigyáz valakire | passt auf jemanden auf | a gyerekre – auf das Kind |
| kíváncsi valamire | ist neugierig auf etwas | a válaszra – auf die Antwort |
| panaszkodik valamire | beklagt sich über etwas | a zajra – über den Lärm |
| emlékszik valamire | erinnert sich an etwas | a napra – an den Tag |
| lemond valamiről | verzichtet auf etwas | a sütiről – auf den Kuchen |
Die Endung gehört zum Nomen, nicht zum Verb: In a gyerekek a megoldáson dolgoznak zeigt „-on” die Ergänzung an, „-nak” an dolgoznak die Person des Verbs. Bei büszke „stolz“ steht in der dritten Person Gegenwart kein van: Anna büszke a fiára.
Viele dieser Verbindungen sind feste Wendungen, ungarisch állandósult szókapcsolat „beständig gewordene Wortverbindung“:
szókapcsolat {szó·KAPCSOLAT} – Wort·VERBINDUNG(Wortverbindung)Wortschatz
- dolgozik valamin – arbeitet an etwas
- megoldáson – an der Lösung
- számít valamire – rechnet mit etwas
- eredményre – mit einem Ergebnis
- büszke valakire – ist stolz auf jemanden
- fiára – auf ihren/seinen Sohn
- nevet valamin – lacht über etwas
- viccen – über den Witz
- gondolkodik valamin – denkt über etwas nach
- panaszkodik valamire – beklagt sich über etwas
- vigyáz valakire – passt auf jemanden auf
- kíváncsi valamire – ist neugierig auf etwas
- lemond valamiről – verzichtet auf etwas
- emlékszik valamire – erinnert sich an etwas
- bérel – mietet
- szókapcsolat {szó·kapcsolat} – Wortverbindung
5.Drei Fragen zum Erkennen
Eine Oberflächenendung ohne Ort lässt sich meist mit drei Fragen einordnen:
1. Nennt das Wort eine Zeit? Dann ist es ein Zeitpunkt oder ein Termin:
Szombaton kirándulunk. – Am Samstag machen wir einen Ausflug.
Keddre halasztjuk. – Wir verschieben es auf Dienstag.
2. Nennt es einen Zweck, wofür etwas bestimmt ist?
Ebédre levest eszünk. – Zum Mittagessen essen wir Suppe.
Mire kell ez a pénz? – Wofür braucht man dieses Geld?
3. Verlangt ein bestimmtes Wort diese Endung? Dann ist es Rektion und wird mit dem Wort gelernt:
A levélről beszélünk. – Wir sprechen über den Brief.
A levélre várunk. – Wir warten auf den Brief.
Die letzten beiden Sätze zeigen dasselbe Nomen mit zwei Endungen; den Unterschied macht allein das Verb. Nicht jeder Satz lässt sich mit diesen Fragen eindeutig zuordnen; bei Grenzfällen entscheidet der übliche Gebrauch.
Wortschatz
- szombaton – am Samstag
- keddre – auf Dienstag
- ebéd – Mittagessen
- ebédre – zum Mittagessen
- vacsorára – zum Abendessen
- mire kell? – wofür braucht man?
- levélről – über den Brief
- levélre – auf den Brief
- levél – Brief
- halaszt – verschiebt
6.Das Wichtigste in Kürze
- Wochentage als Zeitpunkt: hétfőn, kedden, szerdán, csütörtökön, pénteken, szombaton; aber vasárnap ohne Endung.
- „-ra/-re” nennt Termin oder Frist: péntekre – auf Freitag, öt órára – bis fünf Uhr.
- Viele Wörter fordern eine bestimmte Endung (vonzat, Rektion): beszél valamiről, gondol valamire, vár valamire, dolgozik valamin.
- „Brauchen“: szükségem van valamire – Person als Besitzer an szükség, Sache mit „-ra/-re”.
- Die Rektion folgt nicht der deutschen Präposition: „über“ ist -ról, -on oder -ra, je nach Verb.
Vertiefung
7.Dauer und Zeitpunkt
Két napra Budapestre utazom. – Ich reise für zwei Tage nach Budapest.
Két nap alatt olvasom el a könyvet. – Ich lese das Buch in zwei Tagen durch.
Két nap múlva indulunk. – Wir fahren in zwei Tagen los.
Die drei Sätze haben dieselbe Zahl und dasselbe Nomen, aber verschiedene Bedeutungen. két napra nennt die vorgesehene Dauer eines Aufenthalts; két nap alatt die Zeit, die man für etwas braucht; két nap múlva den Zeitpunkt nach Ablauf dieser Frist. Das deutsche „in zwei Tagen“ deckt die beiden letzten ab, das Ungarische trennt sie. Nur die vorgesehene Dauer steht mit „-ra/-re” (→ 9.9).
Im ersten Satz stehen zwei Formen mit „-ra/-re” nebeneinander, eine zeitliche und eine räumliche: napra ist die Dauer, Budapestre das Ziel der Reise (→ 4.7.7).
| Ausdruck | Deutsch | Bedeutung |
|---|---|---|
| két napra | für zwei Tage | vorgesehene Dauer |
| két nap alatt | in zwei Tagen | benötigte Zeit |
| két nap múlva | in zwei Tagen | Zeitpunkt nach dem Abstand |
| egy hétre | für eine Woche | vorgesehene Dauer |
| hétfőről keddre | von Montag auf Dienstag | Verschiebung des Termins |
A vendég hétfőről keddre halasztja az utazást. – Der Gast verschiebt die Reise von Montag auf Dienstag.
Hier bilden „-ról/-ről” und „-ra/-re” ein zeitliches Paar wie im Raum „von der Fläche herab – auf die Fläche“: der alte und der neue Termin. Dasselbe Paar steht in festen Verbindungen des schrittweisen Wechsels:
Napról napra melegebb lesz. – Von Tag zu Tag wird es wärmer.
Évről évre több turista jön. – Von Jahr zu Jahr kommen mehr Touristen.
Szóról szóra lefordítja a szöveget. – Er übersetzt den Text Wort für Wort.
Wortschatz
- két napra – für zwei Tage
- két nap alatt – in zwei Tagen (benötigte Zeit)
- két nap múlva – in zwei Tagen (danach)
- egy hétre – für eine Woche
- hétfőről keddre – von Montag auf Dienstag
- napról napra – von Tag zu Tag
- évről évre – von Jahr zu Jahr
- szóról szóra – Wort für Wort
- halasztja – er/sie verschiebt es
- indul – fährt los, bricht auf
8.Bedeutung im Kontext: Zweck, Ergebnis, Zustand, Thema
Ezt a pénzt utazásra teszem félre. – Dieses Geld lege ich für eine Reise zurück.
Vacsorára halat főzök. – Zum Abendessen koche ich Fisch.
Zweck: „-ra/-re” nennt, wofür etwas bestimmt ist. Die Endung steht frei, ohne dass ein bestimmtes Verb sie fordert.
A levelet németről magyarra fordítom. – Ich übersetze den Brief aus dem Deutschen ins Ungarische.
A kaput pirosra festjük. – Wir streichen das Tor rot.
Ergebnis: Bei Verben der Veränderung nennt „-ra/-re” den neuen Zustand, „-ról/-ről” den alten. Im Deutschen steht dafür „ins“, „aus“ oder gar keine Präposition.
A munka készen van. – Die Arbeit ist fertig.
Apa szabadságon van. – Der Vater ist im Urlaub.
Nagymama nyugdíjban van. – Die Großmutter ist in Rente.
Zustand: készen ist als Ganzes „fertig“ und wird so gelernt; eine allgemeine Regel „-en = Zustand“ gibt es nicht. szabadságon und nyugdíjban zeigen, dass auch Zustände ihre Reihe aus Gewohnheit wählen.
A könyv a magyar történelemről szól. – Das Buch handelt von der ungarischen Geschichte.
Miről szól a film? – Wovon handelt der Film?
Thema: szól heißt eigentlich „ertönen, sprechen“; mit „-ról/-ről” bedeutet es „handeln von“. Das Bild ist das lateinische: de hieß ursprünglich „von … herab“ und wurde zur Präposition des Themas (de bello „über den Krieg“). Das ungarische „-ról/-ről” hat dieselbe Entwicklung genommen.
Wortschatz
- utazásra – für eine Reise
- félretesz – legt zurück, spart
- vacsorára – zum Abendessen
- fordít – übersetzt
- németről – aus dem Deutschen
- magyarra – ins Ungarische
- fest – streicht, malt
- pirosra – rot (als Ergebnis)
- készen – fertig
- szabadságon – im Urlaub
- nyugdíjban – in Rente
- szól valamiről – handelt von etwas
- történelemről – von der Geschichte
9.Personalformen und andere Konstruktionen
Emlékszem erre a napra. – Ich erinnere mich an diesen Tag.
Büszke vagyok a lányomra. – Ich bin stolz auf meine Tochter.
Anna rám vár. – Anna wartet auf mich.
Sokat gondolok rád. – Ich denke oft an dich.
Rólad beszélünk. – Wir sprechen über dich.
Ez rajtad múlik. – Das hängt von dir ab.
Bei emlékszik steht auch das hinweisende Fürwort mit der Endung: erre a napra „an diesen Tag“. In der ersten Person braucht büszke die Kopula: büszke vagyok, in der dritten nicht.
Für Personen bilden die Endungen eigene Personalformen: rám „auf mich“, rólad „über dich“, rajtad „an dir“. Die ganze Reihe folgt in (→ 7.2). múlik valamin „hängt von etwas ab“ ist ein Beispiel, bei dem deutsches „von“ zu ungarischem „-on” wird.
Manche Verben haben neben der Rektion eine zweite Konstruktion. vár steht auch mit dem Akkusativ:
Annát várom. – Ich erwarte Anna.
Várom a buszt. – Ich warte auf den Bus.
Mit dem Objekt wird die bestimmte Konjugation nötig: várom; mit a buszra bleibt es bei várok. Beide Sätze sind richtig. Ebenso hat számít mit Personen die Bedeutung „auf jemanden zählen“:
Számíthatsz rám. – Du kannst auf mich zählen.
Wortschatz
- emlékszem – ich erinnere mich
- erre a napra – an diesen Tag
- lányomra – auf meine Tochter
- büszke vagyok – ich bin stolz
- rám – auf mich
- rád – auf dich, an dich
- rólad – über dich
- rajtad – an dir
- múlik valamin – hängt von etwas ab
- várom – ich erwarte ihn/sie/es
- buszt – den Bus
- számít valakire – zählt auf jemanden
10.Deutsche Präposition, ungarische Endung
Die deutsche Präposition hilft bei der Wahl der Endung nicht. Dasselbe „über“ entspricht drei Endungen:
beszél a könyvről – spricht über das Buch
nevet a viccen – lacht über den Witz
panaszkodik a zajra – beklagt sich über den Lärm
Und dasselbe „auf“:
vár a buszra – wartet auf den Bus
lemond a sütiről – verzichtet auf den Kuchen
vigyáz a táskára – passt auf die Tasche auf
Umgekehrt entsprechen dem einen „-ra/-re” verschiedene deutsche Präpositionen: gondol valamire „an“, számít valamire „mit“, büszke valakire „auf“. Auch das Fehlen einer Präposition kommt vor: hasonlít valakire „jemandem ähneln“.
Péter az apjára hasonlít. – Péter ähnelt seinem Vater.
Mérges a szomszédra. – Er ist auf den Nachbarn böse.
Wortschatz
- könyvről – über das Buch
- viccen – über den Witz
- zajra – über den Lärm
- buszra – auf den Bus
- sütiről – auf den Kuchen
- táskára – auf die Tasche
- hasonlít valakire – ähnelt jemandem
- apjára – seinem Vater
- mérges valakire – ist böse auf jemanden
- szomszéd – Nachbar
11.Sprachvergleich
| Ungarisch | Deutsch | Englisch | Französisch | Spanisch | Russisch | Latein |
|---|---|---|---|---|---|---|
| beszél valamiről | sprechen über | talk about | parler de | hablar de | говорить о | loqui de |
| gondol valamire | denken an | think of | penser à | pensar en | думать о | cogitare de |
| vár valamire | warten auf | wait for | attendre + Objekt | esperar + Objekt | ждать + Gen./Akk. | exspectare + Akk. |
| büszke valakire | stolz auf | proud of | fier de | orgulloso de | гордиться + Instr. | superbus + Abl. |
| hétfőn | am Montag | on Monday | lundi | el lunes | в понедельник | die Lunae |
Jede Sprache verteilt ihre Rektionen anders; keine folgt der anderen. Das Englische benutzt bei den Wochentagen wie das Ungarische die Präposition der Fläche (on). Französisch und Spanisch verbinden „warten“ mit einem direkten Objekt, Russisch mit dem Genitiv oder Akkusativ – ähnlich dem Ungarischen, das neben vár valamire auch vár valamit kennt. Das Thema steht im Französischen, Spanischen und Lateinischen mit de, dessen räumliche Grundbedeutung „von … herab“ dem ungarischen „-ról/-ről” entspricht.
Wortschatz
- beszél valamiről – spricht über etwas
- gondol valamire – denkt an etwas
- vár valamire – wartet auf etwas
- vár valamit – erwartet etwas
- büszke valakire – ist stolz auf jemanden
- hétfőn – am Montag
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