3.5.2 Akkusativ nach vokalischem Stamm

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3.5.2 Akkusativ nach vokalischem Stamm

Endet ein Substantiv auf einen Vokal, tritt das Akkusativsuffix „-t” unmittelbar an: autó → autót, cipő → cipőt. Ein auslautendes a wird dabei zu á, ein auslautendes e zu é: alma → almát, körte → körtét.

1.Das -t folgt direkt auf den Vokal

Egy autót keresek. – Ich suche ein Auto.

Egy cipőt keresek. – Ich suche einen Schuh.

A fésűt keresem. – Ich suche den Kamm.

A kaput nézem. – Ich schaue das Tor an.

Egy taxit hívok. – Ich rufe ein Taxi.

Egy rádiót veszek. – Ich kaufe ein Radio.

Egy ásót hozok. – Ich bringe einen Spaten.

Árut szállítunk. – Wir transportieren Ware.

Das Akkusativsuffix (tárgyrag, Objektendung) besteht nur aus dem Konsonanten t. Endet der Wortstamm (szótő) auf einen Vokal, lässt sich t ohne Mühe anschließen: Vokal und Konsonant bilden zusammen eine Silbe. Ein Bindevokal ist überflüssig und steht nie: taxit, nicht *taxiot; autót, nicht *autóot.

Das gilt für alle Vokale außer a und e, kurze wie lange: i, u, ü, ó, ő, ú, ű, é. Der Vokal bleibt, wie er ist; kurzes i und u werden nicht gelängt (taxit, kaput, nicht *taxít, *kapút). Weil kein Bindevokal nötig ist, spielt auch die Vokalharmonie (→ 2.4) beim Akkusativ dieser Wörter keine Rolle.

GrundwortAkkusativAnschluss
autó – Autoautótó + t
cipő – Schuhcipőtő + t
fésű – Kammfésűtű + t
kapu – Torkaputu + t
taxi – Taxitaxiti + t
áru – Wareárutu + t
menü – Menümenütü + t
kávé – Kaffeekávété + t

Die Wörter auf „-i” sind zahlreich, darunter viele Verwandtschaftswörter und Lehnwörter: néni „Tante“, bácsi „Onkel“, kocsi „Wagen“, zokni „Socke“, mozi „Kino“, hobbi „Hobby“. Alle bilden den Akkusativ auf „-it”: a nénit, egy kocsit.

szótő ist ein Kompositum aus szó „Wort“ und tő „Stamm, Stock, Wurzelende“; tárgyrag aus tárgy „Gegenstand, Objekt“ und rag „Endung“. Ausgerechnet tő selbst gehört zu den Wörtern, die vor Endungen ein v einschieben: tövet (→ 3.5.5).

szótő {szó·TŐ} – Wort·STAMM(Wortstamm) tárgyrag {tárgy·RAG} – Gegenstand·ENDUNG(Akkusativsuffix)

Wortschatz

  • autó – Auto
  • autót – Auto (Objekt)
  • cipőt – Schuh (Objekt)
  • fésűt – Kamm (Objekt)
  • kaput – Tor (Objekt)
  • taxit – Taxi (Objekt)
  • árut – Ware (Objekt)
  • rádiót – Radio (Objekt)
  • ásót – Spaten (Objekt)
  • nénit – Tante (Objekt)
  • kocsit – Wagen (Objekt)
  • szótő {szó·tő} – Wortstamm
  • tárgyrag {tárgy·rag} – Akkusativsuffix

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2.a wird á, e wird é

Almát veszek. – Ich kaufe Äpfel.

Körtét kérek. – Ich möchte eine Birne.

Zenét hallgatok. – Ich höre Musik.

A mesét olvasom. – Ich lese das Märchen.

Teát főzök. – Ich koche Tee.

A macskát etetem. – Ich füttere die Katze.

Egy csészét hozok. – Ich bringe eine Tasse.

Pizzát rendelünk. – Wir bestellen Pizza.

Endet das Substantiv auf kurzes a oder e, wird dieser Vokal vor dem t lang: a wird á, e wird é. Die Längung gehört zum Stamm, nicht zur Endung; die Endung bleibt das bloße „-t”.

→alma – Apfel→almá- – Stamm vor Endungen→almát – Apfel (Objekt)

→körte – Birne→körté- – Stamm vor Endungen→körtét – Birne (Objekt)

Die Änderung betrifft nicht nur die Dauer, sondern auch den Klang. Kurzes a ist ein dunkles, mit gerundeten Lippen gesprochenes a, fast ein offenes o; á ist ein helles, langes a wie in dt. „Vater“. Kurzes e ist offen wie in dt. „Bett“, é geschlossen und lang wie in dt. „Beet“. alma und almát klingen deshalb in der letzten Silbe deutlich verschieden.

Ohne Längung gebildete Formen wie *almat oder *körtet sind falsch. Ungarische Grammatiken sprechen hier vom tővégi magánhangzó, dem „Vokal am Stammende“.

tővégi {tő·VÉGi} – Stamm·ENDE·lich(am Stammende)
GrundwortAkkusativAnschluss
alma – Apfelalmáta → á + t
körte – Birnekörtéte → é + t
zene – Musikzenéte → é + t
mese – Märchenmeséte → é + t
tea – Teeteáta → á + t
macska – Katzemacskáta → á + t
kutya – Hundkutyáta → á + t
csésze – Tassecsészéte → é + t
táska – Taschetáskáta → á + t
kefe – Bürstekeféte → é + t

Wortschatz

  • alma – Apfel
  • almát – Apfel (Objekt)
  • körte – Birne
  • körtét – Birne (Objekt)
  • zenét – Musik (Objekt)
  • mesét – Märchen (Objekt)
  • teát – Tee (Objekt)
  • macskát – Katze (Objekt)
  • kutyát – Hund (Objekt)
  • csészét – Tasse (Objekt)
  • kefét – Bürste (Objekt)
  • etet – füttert
  • főz – kocht
  • rendel – bestellt

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3.Schon langes é: kávé, tévé

Kávét iszom. – Ich trinke Kaffee.

A tévét nézi. – Er/Sie sieht fern.

Egy filét kérek. – Ich möchte ein Filet.

Körtét kérek. – Ich möchte eine Birne.

kávét und körtét enden gleich, sind aber verschieden entstanden. In kávé gehört das lange é schon zum Grundwort; das t tritt einfach an, wie bei autó. In körte ist das e kurz und wird erst vor der Endung zu é. Am Akkusativ allein ist das nicht abzulesen; erst die Grundform zeigt es: kávé, aber körte.

tévé ist die ausgeschriebene Aussprache der Abkürzung TV: die ungarischen Buchstabennamen té und vé. Das lange é stammt also aus dem Buchstabennamen, nicht aus einer Längung.

Wortschatz

  • kávé – Kaffee
  • kávét – Kaffee (Objekt)
  • tévé – Fernseher
  • tévét – Fernseher (Objekt)
  • tévét néz – fernsehen
  • filé – Filet
  • filét – Filet (Objekt)
  • iszom – ich trinke

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4.Das Adjektiv davor bleibt unverändert

Egy piros almát kérek. – Ich möchte einen roten Apfel.

Egy új táskát keresek. – Ich suche eine neue Tasche.

Egy hosszú szoknyát keresek. – Ich suche einen langen Rock.

Egy szép mesét mondok. – Ich erzähle ein schönes Märchen.

Egy fekete kutyát látok. – Ich sehe einen schwarzen Hund.

Steht vor dem Substantiv ein Adjektiv, erhält nur das Substantiv das „-t”: egy piros almát, nicht *egy pirosat almát. Das vorangestellte Adjektiv wird im Ungarischen überhaupt nicht gebeugt (→ 3.8). Die Längung betrifft deshalb nur das letzte Wort der Gruppe: hosszú bleibt hosszú, szoknya wird szoknyát.

Das Deutsche verteilt die Kasusmerkmale über Artikel, Adjektiv und Substantiv („einen roten Apfel“); das Ungarische setzt das einzige Merkmal ans Ende der Gruppe.

Wortschatz

  • piros – rot
  • egy piros almát – einen roten Apfel
  • új – neu
  • egy új táskát – eine neue Tasche
  • hosszú – lang
  • szoknya – Rock
  • szoknyát – Rock (Objekt)
  • fekete – schwarz
  • szép – schön
  • mond – sagt, erzählt

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5.Zusammengesetzte Wörter

Az almafát metszi. – Er/Sie beschneidet den Apfelbaum.

A fogkefét keresem. – Ich suche die Zahnbürste.

A nagymamát hívom. – Ich rufe die Oma an.

Bei zusammengesetzten Wörtern entscheidet allein das letzte Glied. In almafa „Apfelbaum“ bleibt das a von alma kurz, weil es im Wortinneren steht; gelängt wird das Schluss-a von fa: almafát (→ 3.10).

almafa {alma·FA} – Apfel·BAUM(Apfelbaum) fogkefe {fog·KEFE} – Zahn·BÜRSTE(Zahnbürste) nagymama {nagy·MAMA} – groß·MAMA(Großmutter, Oma)

→fa – Baum→fát – Baum (Objekt)→almafát – Apfelbaum (Objekt)

Wortschatz

  • fa – Baum; Holz
  • fát – Baum (Objekt)
  • almafa {alma·fa} – Apfelbaum
  • almafát {alma·fá·t} – Apfelbaum (Objekt)
  • fogkefe {fog·kefe} – Zahnbürste
  • nagymama {nagy·mama} – Großmutter, Oma
  • metsz – schneidet, beschneidet
  • hív – ruft; ruft an

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6.Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einem Vokal folgt das „-t” ohne Bindevokal: autót, taxit, cipőt, kávét.
  • Auslautendes a wird á, auslautendes e wird é: almát, körtét.
  • Alle anderen Vokale bleiben unverändert; i und u werden nicht gelängt: kaput, taxit.
  • Das Adjektiv vor dem Substantiv bleibt ohne Endung: egy piros almát.
  • Bei Komposita zählt das letzte Glied: almafát.
  • Einige einsilbige Wörter auf langen Vokal schieben ein v ein: ló → lovat (→ 3.5.5).

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Vertiefung

7.Lange Wörter und unbetonte Silben

A vacsorát készítem. – Ich bereite das Abendessen zu.

A szobát takarítjuk. – Wir putzen das Zimmer.

A leckét írom. – Ich schreibe die Hausaufgabe.

A medvét rajzolom. – Ich zeichne den Bären.

Egy kamerát viszek. – Ich nehme eine Kamera mit.

Egy operát hallgatunk. – Wir hören eine Oper.

Die Längung hängt nicht von der Betonung ab. Im Ungarischen liegt der Wortakzent immer auf der ersten Silbe; das Schluss-a von vacsora ist unbetont und wird trotzdem lang: vacsorát. So entstehen lange Vokale in unbetonten Silben, was dem Deutschen fremd ist: Im Deutschen stehen lange Vokale gewöhnlich in betonten Silben.

Auch die Wortlänge spielt keine Rolle. Zweisilbige (szoba), dreisilbige (vacsora, kamera) und längere Wörter verhalten sich gleich. Ebenso einsilbige: fa → fát.

GrundwortSilbenAkkusativ
fa – Baum1fát
szoba – Zimmer2szobát
lecke – Hausaufgabe2leckét
medve – Bär2medvét
vacsora – Abendessen3vacsorát
kamera – Kamera3kamerát
nagymama – Großmutter3nagymamát

Wortschatz

  • vacsora – Abendessen
  • vacsorát – Abendessen (Objekt)
  • szobát – Zimmer (Objekt)
  • leckét – Hausaufgabe (Objekt)
  • medve – Bär
  • medvét – Bär (Objekt)
  • kamerát – Kamera (Objekt)
  • operát – Oper (Objekt)
  • készít – bereitet zu, macht
  • takarít – putzt
  • rajzol – zeichnet

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8.Lange Endvokale bleiben, wie sie sind

Egy új gyűrűt választok. – Ich wähle einen neuen Ring.

Az erdőt figyelem. – Ich beobachte den Wald.

Egy szomorú nőt látok. – Ich sehe eine traurige Frau.

Kakaót kérünk. – Wir möchten Kakao.

Egy takarót hozok. – Ich bringe eine Decke.

Szőlőt eszem. – Ich esse Trauben.

Egy fiút látok. – Ich sehe einen Jungen.

Lange Endvokale (ó, ő, ú, ű, é) werden weder weiter gelängt noch verkürzt: gyűrűt, erdőt, fiút. Ein langer Endvokal führt auch nicht automatisch zu einem eingeschobenen v: erdő → erdőt, nő → nőt, kakaó → kakaót. In Egy szomorú nőt látok. endet auch das Adjektiv auf langen Vokal; es bleibt ohne Endung, das t steht nur am Substantiv.

Viele Substantive auf „-ó”/„-ő” sind aus Verben abgeleitet. Das Suffix bildet das Partizip Präsens (→ 12.5); das Ergebnis bezeichnet den Täter oder das Werkzeug. Alle diese Wörter bilden den Akkusativ regelmäßig mit „-t”.

ásó {ásÓ} – graben·ER(Spaten) takaró {takarÓ} – zudecken·ER(Decke) író {írÓ} – schreiben·ER(Schriftsteller) olvasó {olvasÓ} – lesen·ER(Leser) hűtő {hűtŐ} – kühlen·ER(Kühlschrank) nyomtató {nyomtatÓ} – drucken·ER(Drucker)

Egy írót ismerek. – Ich kenne einen Schriftsteller.

Kinyitom a hűtőt. – Ich öffne den Kühlschrank.

Egy nyomtatót veszünk. – Wir kaufen einen Drucker.

Das Deutsche bildet dieselbe Reihe mit „-er“: „Leser, Schreiber, Kühler, Drucker“; auch dort bezeichnet das Suffix Person und Gerät zugleich.

Wortschatz

  • gyűrű – Ring
  • gyűrűt – Ring (Objekt)
  • erdőt – Wald (Objekt)
  • nőt – Frau (Objekt)
  • kakaót – Kakao (Objekt)
  • takarót – Decke (Objekt)
  • szőlőt – Trauben (Objekt)
  • fiút – Junge (Objekt)
  • író {író} – Schriftsteller
  • hűtő {hűtő} – Kühlschrank
  • nyomtató {nyomtató} – Drucker
  • szomorú – traurig
  • választ – wählt
  • figyel – beobachtet

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9.Grenzen der Regel: só – sót, aber ló – lovat

Sót kérek. – Ich möchte Salz.

Ezt a szót nem értem. – Dieses Wort verstehe ich nicht.

Egy lovat látok. – Ich sehe ein Pferd.

A tavat nézem. – Ich betrachte den See.

Követ dob. – Er/Sie wirft einen Stein.

Egy falut látunk. – Wir sehen ein Dorf.

Die Regel „Vokal + t“ gilt für die große Mehrzahl der Vokalstämme, aber nicht für alle. Eine kleine, geschlossene Gruppe meist einsilbiger Wörter auf langen Vokal hat vor Endungen einen anderen Stamm mit v und Bindevokal: ló → lovat, tó → tavat, kő → követ, fű → füvet, hó → havat. Diese Wörter behandelt 3.5.5.

Gleich klingende Wörter können sich verschieden verhalten: só „Salz“ und ló „Pferd“ reimen sich, bilden aber sót und lovat. Ebenso nő „Frau“ (nőt) neben kő „Stein“ (követ). Die Zugehörigkeit ist eine Eigenschaft des einzelnen Wortes und muss mit ihm gelernt werden; ein Wörterbuch gibt sie mit der Akkusativform an.

Bei szó „Wort“ ist der v-Stamm nur noch teilweise erhalten: Akkusativ szót, aber Plural szavak „Wörter“. Ähnlich falu „Dorf“: Akkusativ falut, Plural faluk oder falvak „Dörfer“ (→ 3.4.5). Für den Akkusativ Singular dieser Wörter gilt die einfache Regel.

regelmäßigAkkusativmit v-Stamm (→ 3.5.5)Akkusativ
só – Salzsótló – Pferdlovat
szó – Wortszóttó – Seetavat
nő – Fraunőtkő – Steinkövet
erdő – Walderdőtfű – Grasfüvet

Wortschatz

  • só – Salz
  • sót – Salz (Objekt)
  • szót – Wort (Objekt)
  • ló – Pferd
  • lovat – Pferd (Objekt)
  • tó – See
  • tavat – See (Objekt)
  • kő – Stein
  • követ – Stein (Objekt)
  • fű – Gras
  • füvet – Gras (Objekt)
  • falu – Dorf
  • falut – Dorf (Objekt)
  • dob – wirft

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10.Längung auch vor anderen Endungen – und wo sie fehlt

Az almában kukac van. – Im Apfel ist ein Wurm.

Almás pitét sütök. – Ich backe Apfelkuchen.

A kutyával sétál. – Er/Sie geht mit dem Hund spazieren.

Az anyai szeretet erős. – Die mütterliche Liebe ist stark.

Die Längung von a und e ist keine Besonderheit des Akkusativs. Sie tritt vor fast allen Endungen ein: almák „Äpfel“, almában „im Apfel“, almával „mit dem Apfel“, almás „mit Äpfeln, Apfel-“. Der Stamm almá- ist also die gewöhnliche Form vor Suffixen; alma steht nur, wenn nichts folgt.

→alma – Apfel→almák – Äpfel→almában – im Apfel→almát – Apfel (Objekt)

Einige Ableitungssuffixe lassen das a dagegen kurz: anyai „mütterlich“, anyaság „Mutterschaft“, neben anyát „Mutter (Objekt)“. Auch im Inneren von Komposita bleibt das a kurz (almafa). Für den Akkusativ selbst gibt es bei Substantiven auf „-a”/„-e” keine solche Ausnahme.

anyai {anyaI} – Mutter·LICH(mütterlich) anyaság {anyaSÁG} – Mutter·SCHAFT(Mutterschaft)

Wortschatz

  • almák – Äpfel
  • almában – im Apfel
  • almával – mit dem Apfel
  • almás {almás} – mit Äpfeln, Apfel-
  • almás pite – Apfelkuchen
  • anya – Mutter
  • anyát – Mutter (Objekt)
  • anyai {anyai} – mütterlich
  • anyaság {anyaság} – Mutterschaft
  • kukac – Wurm, Made
  • süt – backt
  • sétál – geht spazieren

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11.Lehnwörter auf Vokal

Egy fotót mutatok. – Ich zeige ein Foto.

A metrót várjuk. – Wir warten auf die U-Bahn.

Egy menüt kérek. – Ich nehme ein Menü.

Egy kamerát veszünk. – Wir kaufen eine Kamera.

Lehnwörter fügen sich in dieselben Regeln. Ein Schluss-o der Herkunftssprache wird im Ungarischen meist als langes ó geschrieben und gesprochen: autó, rádió, fotó, metró, kakaó, videó, kiló. Der Akkusativ ist dann regelmäßig: fotót, metrót. Schluss-a wird wie im Erbwort gelängt: pizza → pizzát, kamera → kamerát, opera → operát. Kurzes ü und i bleiben: menü → menüt, taxi → taxit. Eigennamen und fremde Schreibungen wie Oslo folgen eigenen Regeln (→ 18.5).

Ein kurzes Schluss-o oder ö kommt bei ungarischen Substantiven kaum vor. Die Lautverbindung „kurzes o am Wortende“ wird beim Entlehnen deshalb zu ó ausgeglichen.

Wortschatz

  • fotó – Foto
  • fotót – Foto (Objekt)
  • metró – U-Bahn
  • metrót – U-Bahn (Objekt)
  • menüt – Menü (Objekt)
  • videó – Video
  • kiló – Kilo
  • pizza – Pizza
  • pizzát – Pizza (Objekt)
  • mutat – zeigt
  • vár – wartet (auf)

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12.Vergleich: Latein und Russisch

Auch Latein und Russisch kennzeichnen das direkte Objekt durch eine Endung, die bei vokalisch auslautenden Wörtern unmittelbar an den Stamm tritt. Dabei bleibt der Vokal im Lateinischen kurz, im Russischen wird er ersetzt; das Ungarische längt ihn.

SpracheGrundformObjektformVorgang
Ungarischalmaalmáta → á + t
Ungarischkapukaputu + t
Lateinrosarosama + m
Lateinportaportama + m
Russischкнигакнигуa → у
Russischводаводуa → у
Deutschdie Rosedie Rosekeine Endung

Lat. portam „das Tor (Objekt)“ und ung. kaput entsprechen sich in der Bedeutung genau; beide hängen einen einzigen Konsonanten an. Im Deutschen, Englischen, Französischen und Spanischen erhält das weibliche Substantiv im Objekt keine Endung: „Ich sehe die Rose“, I see the rose, je vois la rose, veo la rosa.

Wortschatz

  • kapu – Tor
  • kaput – Tor (Objekt)
  • alma – Apfel
  • almát – Apfel (Objekt)
  • rózsa – Rose
  • rózsát – Rose (Objekt)

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