3.9.5 Bindestrich bei fremden Schrift- und Lautformen
Fremde Namen nehmen ungarische Endungen in der Regel direkt an: Beethovent, Mozartnak. Ein Bindestrich steht nur unter drei Bedingungen: Der Name endet auf einen stummen Buchstaben (Shakespeare-ről), auf eine im Ungarischen ungewohnte Buchstabengruppe (Rousseau-val), oder es würden drei gleiche Konsonantenbuchstaben zusammentreffen (Mann-nak). Die fremde Herkunft allein verlangt keinen Strich.
1.Der Normalfall: direkter Anschluss
Beethovent idézi a műsorvezető. – Der Moderator zitiert Beethoven.
Mozartnak fontos helye van a programban. – Mozart hat einen wichtigen Platz im Programm.
Verdit is felvették a listára. – Man nahm auch Verdi in die Liste auf.
Chaplinről olvastam egy könyvet. – Ich habe ein Buch über Chaplin gelesen.
Bachot játszik a zongorista. – Der Pianist spielt Bach.
Beethoven, Mozart, Verdi und Chaplin stammen aus vier Sprachen. Für den Anschluss spielt das keine Rolle: Der letzte geschriebene Buchstabe wird auch gesprochen, die Endung folgt ohne Zwischenzeichen, genau wie bei házban oder Péternek. Ein Strich vor der Endung (*Mozart-nak) ist ein Fehler. Auch die Buchstabengruppe ch in Bach löst keinen Strich aus; sie ist zwar unungarisch, aber nicht so ungewohnt, dass das Wortende unklar würde.
Die Vokalharmonie richtet sich nach der Aussprache: Beethovennek [bétovennek], Mozartnak [mócartnak], Chaplinről [csaplinről]. Endet ein Name auf gesprochenes a oder e, wird der Vokal vor der Endung wie bei ungarischen Wörtern gedehnt und mit Akzent geschrieben: Goethe → Goethéről (→ 3.9.4).
→Goethe – Goethe→Goethének – Goethe (Empfänger)→Goethéről – über Goethe
Wortschatz
- Beethovent – Beethoven (Objekt)
- Beethovennek – Beethoven (Empfänger)
- Mozartnak – Mozart (Empfänger)
- Verdit – Verdi (Objekt)
- Chaplinről – über Chaplin
- Bachot – Bach (Objekt)
- Goethéről – über Goethe
- idéz – zitieren
- műsorvezető {műsor·vezető} – Moderator
- programban – im Programm
- lista – Liste
2.Stummer Schlussbuchstabe
Shakespeare-ről beszélünk az órán. – Wir sprechen im Unterricht über Shakespeare.
Cambridge-ben tanul a barátom. – Mein Freund studiert in Cambridge.
Voltaire-t olvassa a tanár. – Der Lehrer liest Voltaire.
Peugeot-t vett a szomszédunk. – Unser Nachbar hat einen Peugeot gekauft.
A Loire-on hajóztunk. – Wir sind auf der Loire gefahren.
In Shakespeare [sékszpír] wird das letzte e geschrieben, aber nicht gesprochen; in Peugeot [pözsó] ist das t stumm. Ein solcher Buchstabe heißt néma betű „stummer Buchstabe“. Hinge man die Endung direkt an, läse man das stumme Zeichen mit: *Shakespeareről legte die Aussprache [sékszpíreről] nahe. Der Bindestrich trennt das unveränderte Schriftbild des Namens von der ungarisch gesprochenen Endung.
néma betű – stummer Buchstabe kötőjel {kötŐ·jel} – binden·END·Zeichen(Bindestrich)néma „stumm“ ist aus dem Slawischen entlehnt (urslawisch *němъ, russisch немой); verwandt damit ist német „deutsch“, ursprünglich „der Stumme, der nicht verständlich Sprechende“. betű „Buchstabe“ stammt aus einer Turksprache, vergleichbar alttürkisch bitig „Inschrift, Buch“. kötőjel ist das „bindende Zeichen“, gebildet wie gondolatjel „Gedankenstrich“ (wörtlich „Gedankenzeichen“).
Der Strich gehört hier zur Rechtschreibung und bleibt in der fertigen Form stehen. Er ist zu unterscheiden von einem Bindestrich, den der Name selbst schon enthält (Saint-Exupéry, Varga-Tóth): Dieser bleibt immer erhalten, sagt aber nichts über den Anschluss der Endung (→ 3.9.3).
Wortschatz
- Shakespeare-ről – über Shakespeare
- Cambridge-ben – in Cambridge
- Voltaire-t – Voltaire (Objekt)
- Peugeot-t – einen Peugeot (Objekt)
- Loire-on – auf der Loire
- néma – stumm
- betű – Buchstabe
- néma betű – stummer Buchstabe
- kötőjel {kötő·jel} – Bindestrich
- gondolatjel {gondolat·jel} – Gedankenstrich
- kiejtés {ki·ejtés} – Aussprache
- hang – Laut
3.Ungewohnte Buchstabengruppe am Wortende
Rousseau-nak szentelték a konferenciát. – Man widmete die Konferenz Rousseau.
Glasgow-ban találkozunk. – Wir treffen uns in Glasgow.
Bordeaux-ban töltenek egy hetet. – Sie verbringen eine Woche in Bordeaux.
Sydney-be utazik a testvérem. – Mein Bruder reist nach Sydney.
Montesquieu-nek sok olvasója volt. – Montesquieu hatte viele Leser.
Montreux-ig vonattal mentünk. – Bis Montreux sind wir mit dem Zug gefahren.
Hier wird der letzte Laut zwar gesprochen, aber durch eine Buchstabengruppe wiedergegeben, die im ungarischen Schriftsystem nicht vorkommt: eau für [ó] in Rousseau [russzó], ow für [ó] in Glasgow, ey für [i] in Sydney, ieu für [ő] in Montesquieu. In Bordeaux [bordó] und Montreux [montrő] kommt ein stummes x hinzu. Ohne Strich wäre nicht zu erkennen, wo der Name endet und die Endung beginnt.
Maßgeblich ist der Eindruck im ungarischen Schriftbild, nicht jede fremde Schreibung. Gruppen wie ch oder ck genügen allein nicht: Bachot, Steinbecket stehen ohne Strich (→ Abschnitt 9).
| Name | Aussprache | Form mit Endung | Deutsch |
|---|---|---|---|
| Rousseau | [russzó] | Rousseau-nak | Rousseau (Empfänger) |
| Glasgow | [glezgó] | Glasgow-ban | in Glasgow |
| Bordeaux | [bordó] | Bordeaux-ban | in Bordeaux |
| Sydney | [szidni] | Sydney-be | nach Sydney |
| Montesquieu | [monteszkjő] | Montesquieu-nek | Montesquieu (Empfänger) |
| Montreux | [montrő] | Montreux-ig | bis Montreux |
Wortschatz
- Rousseau-nak – Rousseau (Empfänger)
- Glasgow-ban – in Glasgow
- Bordeaux-ban – in Bordeaux
- Sydney-be – nach Sydney
- Montesquieu-nek – Montesquieu (Empfänger)
- Montreux-ig – bis Montreux
- szentel – widmen
- konferencia – Konferenz
- találkozunk – wir treffen uns
- testvérem – mein Bruder, meine Schwester
- olvasó – Leser
- vonattal – mit dem Zug
4.Drei gleiche Buchstaben
Mannt idézem a dolgozat végén. – Ich zitiere Mann am Ende der Arbeit.
Mann-nak ajánlották a könyvet. – Man widmete Mann das Buch.
Tallinnban tanul a lányuk. – Ihre Tochter studiert in Tallinn.
Tallinn-nál nagyobb város Riga. – Riga ist eine größere Stadt als Tallinn.
Scott-tól olvastam egy regényt. – Ich habe einen Roman von Scott gelesen.
Der Name Mann endet auf ein gesprochenes nn; weder stummer Buchstabe noch ungewohnte Gruppe liegen vor. Mannt wird daher direkt angeschlossen. Beginnt die Endung jedoch mit demselben Konsonanten, träfen drei gleiche Buchstaben zusammen: *Mannnak. Gewöhnliche ungarische Wörter vereinfachen in diesem Fall auf zwei Buchstaben: orr „Nase“ und „-ról” ergeben orról. Bei einem fremden Namen würde das den Namen verändern; deshalb bleibt er ganz erhalten, und ein Bindestrich trennt die Endung ab: Mann-nak.
Entscheidend ist allein die Buchstabenfolge an der Nahtstelle. Derselbe Name steht je nach Endung mit oder ohne Strich:
| Basis | ohne Strich | mit Strich | Grund |
|---|---|---|---|
| Mann | Mannt, Mannról | Mann-nak, Mann-nál | nn + n |
| Tallinn | Tallinnban, Tallinnig | Tallinn-nál, Tallinn-nak | nn + n |
| Scott | Scottot, Scottnak | Scott-tól, Scott-tal | tt + t |
| Grimm | Grimmet, Grimmnek | Grimm-mel | mm + m |
Wortschatz
- Mannt – Mann (Objekt)
- Mann-nak – Mann (Empfänger)
- Tallinnban – in Tallinn
- Tallinn-nál – als Tallinn (Vergleich)
- Scott-tól – von Scott
- Grimm-mel – mit Grimm
- dolgozat {dolgozat} – schriftliche Arbeit
- végén – am Ende (von etwas)
- ajánl – widmen; empfehlen
- regény – Roman
- nagyobb – größer
5.Eine Basis, viele Endungen
Shakespeare-t választották a vizsgára. – Man wählte Shakespeare für die Prüfung aus.
Shakespeare-nek fontos szerepe van a tananyagban. – Shakespeare spielt im Lehrstoff eine wichtige Rolle.
Shakespeare-ben sok szójáték van. – Bei Shakespeare gibt es viele Wortspiele.
Ez a mondat Shakespeare-é. – Dieser Satz stammt von Shakespeare.
Rousseau-t tanulják a diákok. – Die Schüler behandeln Rousseau.
Rousseau-ról olvastam egy tanulmányt. – Ich habe eine Studie über Rousseau gelesen.
Der Strich hängt an der Basis, nicht an einer bestimmten Endung. Ist die Basis ein Fall mit stummem Buchstaben oder ungewohnter Gruppe, steht er vor jeder Endung: vor dem Objektzeichen ebenso wie vor Ortsendungen oder dem Besitzzeichen „-é”. Umgekehrt löst keine Endung für sich einen Strich aus; Beethoven und Mozart bleiben bei allen Endungen ohne.
| Endung | Beethoven | Shakespeare | Rousseau |
|---|---|---|---|
| Objekt | Beethovent | Shakespeare-t | Rousseau-t |
| Dativ | Beethovennek | Shakespeare-nek | Rousseau-nak |
| „über“ | Beethovenről | Shakespeare-ről | Rousseau-ról |
| „in“ | Beethovenben | Shakespeare-ben | Rousseau-ban |
| „zu“ | Beethovenhez | Shakespeare-hez | Rousseau-hoz |
| Besitz | Beethovené | Shakespeare-é | Rousseau-é |
Die Vokalharmonie richtet sich auch mit Strich nach der Aussprache: Shakespeare [sékszpír] nimmt vordere Endungen, Rousseau [russzó] hintere.
Wortschatz
- Shakespeare-t – Shakespeare (Objekt)
- Shakespeare-nek – Shakespeare (Dativ)
- Shakespeare-ben – bei Shakespeare
- Shakespeare-é – Shakespeares, von Shakespeare
- Rousseau-t – Rousseau (Objekt)
- Rousseau-ról – über Rousseau
- Rousseau-hoz – zu Rousseau
- vizsga – Prüfung
- tananyag {tan·anyag} – Lehrstoff
- szójáték {szó·játék} – Wortspiel
- tanulmány – Studie
6.Der Prüfweg
Die Entscheidung fällt in festen Schritten, immer am tatsächlich verwendeten letzten Namensteil (bei Thomas Mann an Mann, bei William Shakespeare an Shakespeare):
| Frage | Ja | Beispiel |
|---|---|---|
| Endet der Name auf einen stummen Buchstaben? | Bindestrich | Shakespeare-ről, Peugeot-t |
| Steht am Ende eine im Ungarischen ungewohnte Buchstabengruppe? | Bindestrich | Rousseau-nak, Glasgow-ban |
| Träfen drei gleiche Konsonantenbuchstaben zusammen? | Bindestrich | Mann-nak, Scott-tól |
| Keine der drei Fragen trifft zu | direkter Anschluss | Beethovent, Mozartnak, Goethéről |
Für die Antwort braucht man die übliche Aussprache des Namens; das Schriftbild allein reicht nicht. Chaplin und Cambridge sehen beide englisch aus, doch nur in Cambridge [kéjmbridzs] ist der letzte Buchstabe stumm: Chaplinnek, aber Cambridge-nek.
Wortschatz
- Thomas Mann-nak – Thomas Mann (Empfänger)
- Chaplinnek – Chaplin (Empfänger)
- Cambridge-nek – Cambridge (Empfänger)
- helyesírás {helyes·írás} – Rechtschreibung
- szabály – Regel
- kiejtés – Aussprache
7.Das Wichtigste in Kürze
- Normalfall ist der direkte Anschluss: Beethovent, Mozartnak, Bachot, Goethéről.
- Stummer Schlussbuchstabe (néma betű) → Bindestrich: Shakespeare-ről, Peugeot-t.
- Ungewohnte Schlussgruppe → Bindestrich: Rousseau-nak, Glasgow-ban, Sydney-be.
- Drei gleiche Konsonantenbuchstaben → Bindestrich, Name bleibt ganz: Mann-nak, aber Mannt.
- Der Strich hängt an der Basis, nicht an der Endung; die Vokalharmonie folgt der Aussprache.
Vertiefung
8.Angleichung trotz Bindestrich
Shakespeare-rel folytatjuk a tanfolyamot. – Wir setzen den Kurs mit Shakespeare fort.
Molière-rel foglalkozik a következő óra. – Die nächste Stunde beschäftigt sich mit Molière.
Magritte-tal kezdődik a kiállítás. – Die Ausstellung beginnt mit Magritte.
Rousseau-val zárjuk a fejezetet. – Wir schließen das Kapitel mit Rousseau ab.
Glasgow-ig busszal megyünk. – Bis Glasgow fahren wir mit dem Bus.
Der Strich verhindert die Angleichung von „-val”/„-vel” nicht. Das v der Endung gleicht sich dem letzten gesprochenen Konsonanten an, auch wenn dieser vor einem stummen Buchstaben steht: Shakespeare endet gesprochen auf [r], also „-rel”; Magritte [magrit] auf [t], also „-tal”. Endet die Aussprache auf einen Vokal, bleibt das v: Rousseau-val [russzóval].
Ebenso geht es bei „-vá”/„-vé”. Die Endung zeigt damit die Aussprache an, die das fremde Schriftbild verbirgt.
| Name | Aussprache am Ende | mit „-val”/„-vel” |
|---|---|---|
| Shakespeare | [-pír] | Shakespeare-rel |
| Molière | [-liér] | Molière-rel |
| Voltaire | [-tér] | Voltaire-rel |
| Magritte | [-rit] | Magritte-tal |
| Rousseau | [-szó] | Rousseau-val |
| Montesquieu | [-kjő] | Montesquieu-vel |
Akzente und Sonderzeichen des Namens bleiben erhalten: Molière behält sein è, obwohl das Ungarische diesen Buchstaben nicht kennt.
Wortschatz
- Shakespeare-rel – mit Shakespeare
- Molière-rel – mit Molière
- Voltaire-rel – mit Voltaire
- Magritte-tal – mit Magritte
- Rousseau-val – mit Rousseau
- Montesquieu-vel – mit Montesquieu
- Glasgow-ig – bis Glasgow
- tanfolyam – Kurs
- kiállítás {ki·állítás} – Ausstellung
- fejezet – Kapitel
9.Fremde Schlussgruppen ohne Strich
Balzackal kezdjük a félévet. – Wir beginnen das Semester mit Balzac.
Bachhal zárul a koncert. – Das Konzert endet mit Bach.
Steinbeckkel foglalkozik a szakdolgozata. – Seine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit Steinbeck.
A tanár Wellsszel folytatja. – Der Lehrer fährt mit Wells fort.
Endet ein fremder Name auf einen gesprochenen Konsonanten, steht kein Strich, auch wenn die Schreibung unungarisch ist. Bei „-val”/„-vel” wird dann der gesprochene Laut in ungarischer Schreibung verdoppelt: Bach [bah] → Bachhal, Balzac [balzak] → Balzackal, Wells [velsz] → Wellsszel, Greenwich [grinics] → Greenwichcsel. Der Name bleibt in seiner Schreibung unverändert, die Endung schreibt den Laut, den man hört.
| Name | gesprochenes Ende | mit „-val”/„-vel” |
|---|---|---|
| Bach | [h] | Bachhal |
| Balzac | [k] | Balzackal |
| Steinbeck | [k] | Steinbeckkel |
| Wells | [sz] | Wellsszel |
| Greenwich | [cs] | Greenwichcsel |
Diese Formen sehen ungewohnt aus, folgen aber genau der Regel des direkten Anschlusses: Ein Buchstabe ist nicht stumm, eine Gruppe wie ch oder ck lässt das Wortende nicht im Unklaren.
Wortschatz
- Balzackal – mit Balzac
- Bachhal – mit Bach
- Steinbeckkel – mit Steinbeck
- Wellsszel – mit Wells
- Greenwichcsel – mit Greenwich
- félév {fél·év} – Semester
- koncert – Konzert
- szakdolgozat {szak·dolgozat} – Abschlussarbeit
10.Die Namenbasis schützen
Jacob Grimm-mel kezdődik a mai beszélgetés. – Das heutige Gespräch beginnt mit Jacob Grimm.
Scott-tal foglalkozik ez a tanulmány. – Diese Studie beschäftigt sich mit Scott.
Falstaff-fal nevetteti meg a közönséget Shakespeare. – Mit Falstaff bringt Shakespeare das Publikum zum Lachen.
Mann-nal zárul a sorozat. – Die Reihe endet mit Mann.
Bei „-val”/„-vel” entsteht die Dreifachfolge erst durch die Angleichung: Grimm + „-vel” ergibt gesprochen [grimmel], geschrieben würden drei m zusammentreffen. Wieder bleibt der Name ganz, die Endung folgt nach dem Strich. Ungarische Familiennamen werden genauso behandelt: Kiss-sel, Papp-pal (→ 3.9.3). Gewöhnliche Wörter dagegen verlieren einen Buchstaben: tollal „mit der Feder“, sakkal „mit Schach“.
| Basis | Endung | Form | Art |
|---|---|---|---|
| toll | „-val” | tollal | gewöhnliches Wort, vereinfacht |
| sakk | „-val” | sakkal | gewöhnliches Wort, vereinfacht |
| orr | „-ról” | orról | gewöhnliches Wort, vereinfacht |
| Kiss | „-val” | Kiss-sel | ungarischer Familienname |
| Papp | „-val” | Papp-pal | ungarischer Familienname |
| Grimm | „-val” | Grimm-mel | fremder Name |
| Scott | „-tól” | Scott-tól | fremder Name |
| Falstaff | „-val” | Falstaff-fal | fremder Name |
Wortschatz
- Grimm-mel – mit Grimm
- Scott-tal – mit Scott
- Falstaff-fal – mit Falstaff
- Mann-nal – mit Mann
- Kiss-sel – mit Kiss
- Papp-pal – mit Papp
- tollal – mit der Feder
- sakkal – mit Schach
- orról – von der Nase
- beszélgetés – Gespräch
- közönség – Publikum
- sorozat – Reihe, Serie
11.Endung oder Ableitung
New Yorkban lakik a nagybátyám. – Mein Onkel wohnt in New York.
A New York-i képeket nézzük. – Wir betrachten die New Yorker Bilder.
A shakespeare-i színházról olvasok. – Ich lese über das Shakespearesche Theater.
A sydney-i kiállításról beszélnek. – Man spricht über die Ausstellung in Sydney.
A bordeaux-i bor híres. – Der Bordeaux-Wein ist berühmt.
Für das Ableitungssuffix „-i” gilt eine zusätzliche Bedingung. New York nimmt Fallendungen direkt an (New Yorkban), die Ableitung steht aber mit Strich: New York-i. Grund ist der mehrteilige Name, nicht die Schreibung. Bei stummem Buchstaben oder ungewohnter Gruppe steht der Strich ohnehin: shakespeare-i, bordeaux-i, sydney-i. Die Ableitung ist ein neues Wort, ein Adjektiv, und wird kleingeschrieben (→ 3.9.9).
Dasselbe gilt vor dem zweiten Glied einer Zusammensetzung: Shakespeare-dráma, Loire-part.
| Basis | Fallendung | Ableitung „-i” |
|---|---|---|
| New York | New Yorkban | New York-i |
| Shakespeare | Shakespeare-ben | shakespeare-i |
| Bordeaux | Bordeaux-ban | bordeaux-i |
| Sydney | Sydney-ben | sydney-i |
| Oslo | Oslóban | oslói |
Wortschatz
- New Yorkban – in New York
- New York-i – New Yorker
- shakespeare-i – Shakespearesch
- sydney-i – aus Sydney, Sydneyer
- bordeaux-i – aus Bordeaux
- oslói – Osloer
- Shakespearedráma {Shakespeare·dráma} – Shakespeare-Drama
- Loirepart {Loire·part} – Loire-Ufer
- nagybátyám {nagy·bátyám} – mein Onkel
- híres – berühmt
12.Andere Sprachen
Das deutsche Wort „Bindestrich“ beschreibt die Aufgabe wie das ungarische kötőjel. Englisch hyphen geht über das Lateinische auf griechisch hyph’ hén „in eins, zusammen“ zurück; französisch heißt das Zeichen trait d’union „Strich der Vereinigung“, spanisch guion, russisch дефис (über deutsch „Divis“ aus lateinisch dividere „teilen“). Dieselbe Zeichenart heißt also bald „verbindend“, bald „trennend“.
Ein vergleichbares Problem kennt das Deutsche beim Genitiv: Rousseau ergibt „Rousseaus Werke“ ohne Zeichen, nach Zischlaut steht ein Apostroph („Voltaires“, aber „Grass’ Romane“). Das Englische setzt den Apostroph immer („Shakespeare’s plays“). Das Russische dekliniert viele fremde Namen wie eigene Wörter (Шекспира), lässt aber Namen auf Vokal oft ungebeugt (Руссо, Гёте). Das Ungarische muss jeden Namen beugen und braucht deshalb eine Regel für die Nahtstelle.
Wortschatz
- kötőjel {kötő·jel} – Bindestrich
- gondolatjel {gondolat·jel} – Gedankenstrich
- tulajdonnév {tulajdon·név} – Eigenname
- idegen – fremd
- helyesírás {helyes·írás} – Rechtschreibung
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