3.9.6 Anredeformen und akademische Titel

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3.9.6 Anredeformen und akademische Titel

Die Anrede hängt von Beziehung und Lage ab: Familienname plus úr, Titel plus úr oder asszony, Berufsbezeichnung auf „-nő”, vertraulich Vorname plus néni oder bácsi. Name und Titel bilden eine Gruppe; die Endung trägt nur ihr letztes Wort: Szabó tanár úrnak.

1.„Herr“ steht hinter dem Namen

Kovács úr, kérem, jöjjön be! – Herr Kovács, bitte kommen Sie herein!

Tanár úr, van egy kérdésem. – Herr Lehrer, ich habe eine Frage.

Igazgató úr, aláírná ezt a lapot? – Herr Direktor, würden Sie dieses Blatt unterschreiben?

Uram, elejtette a kesztyűjét. – Mein Herr, Sie haben Ihren Handschuh fallen lassen.

Das ungarische Wort für „Herr“ ist úr. Es steht hinter dem Familiennamen, so wie der Familienname vor dem Vornamen steht (→ 3.9.1): Kovács úr „Herr Kovács“. Ebenso tritt úr hinter eine Berufs- oder Amtsbezeichnung: tanár úr, igazgató úr, doktor úr, professzor úr. Diese Gruppe kann wiederum hinter dem Familiennamen stehen: Szabó tanár úr „Herr Lehrer Szabó“.

Ohne Namen und ohne Titel heißt die Anrede uram „mein Herr“, gebildet aus úr und dem Besitzzeichen „-m” „mein“. Das lange ú wird dabei kurz. Ebenso gebaut ist die Formel Hölgyeim és uraim! „Meine Damen und Herren!“ – wörtlich „meine Damen und meine Herren“.

úr – Herr uram {ur·AM} – Herr·MEIN(mein Herr) hölgyeim {hölgy·EIM} – Dame·MEINE (MEHRZAHL)(meine Damen)

Die angesprochene Gruppe steht am Satzanfang und wird durch Komma abgetrennt. Das Verb danach steht in der 3. Person, der Höflichkeitsform (jöjjön, aláírná, elejtette); diese Formen werden hier als Ganzes übersetzt (→ 7.1.7).

Die Herkunft von úr ist umstritten: Erwogen werden ein ererbtes Wort mit der Bedeutung „Mann“ und ein frühes Lehnwort aus einer Turksprache mit der Bedeutung „Herr, Meister“. Aus úr ist Úristen „Herrgott“ gebildet; der Ruf „Herr, erbarme dich“ lautet Uram, irgalmazz!

Wortschatz

  • úr – Herr
  • Kovács úr – Herr Kovács
  • tanár úr – Herr Lehrer
  • igazgató úr – Herr Direktor
  • uram {ur·am} – mein Herr
  • hölgyem {hölgy·em} – meine Dame
  • hölgyeim {hölgy·eim} és uraim {ur·aim} – meine Damen und Herren
  • kérem – bitte (wörtlich: ich bitte darum)
  • jöjjön be – kommen Sie herein
  • aláírná {alá·ír·ná} – würden Sie unterschreiben
  • lap – Blatt
  • kérdésem – meine Frage
  • kesztyű – Handschuh

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2.Lehrerin, Ärztin, Professorin

Doktornő, mikor jöhetek vissza? – Frau Doktor, wann kann ich wiederkommen?

Tanárnő, nem értem a feladatot. – Frau Lehrerin, ich verstehe die Aufgabe nicht.

Professzor asszony, köszönöm a választ. – Frau Professorin, danke für die Antwort.

Igazgató asszony, itt a levél. – Frau Direktorin, hier ist der Brief.

Für Frauen gibt es zwei Muster. Bei vielen Berufen hängt man „-nő” „Frau“ an die Berufsbezeichnung und spricht mit dieser zusammengesetzten Form an: tanárnő, doktornő, titkárnő. Bei höheren Ämtern und Titeln folgt asszony „Frau“ als eigenes Wort, parallel zu úr: professzor asszony, igazgató asszony, elnök asszony. tanárnő wird zusammengeschrieben, doktor úr getrennt.

MannFrauDeutsch
tanár úrtanárnő {tanár·nő}Herr Lehrer / Frau Lehrerin
doktor úrdoktornő {doktor·nő}Herr Doktor / Frau Doktor
professzor úrprofesszor asszonyHerr Professor / Frau Professorin
igazgató úrigazgató asszonyHerr Direktor / Frau Direktorin
elnök úrelnök asszonyHerr Präsident / Frau Präsidentin
Kovács úrKovács asszonyHerr Kovács / Frau Kovács

Die deutschen Übersetzungen „Herr Lehrer“, „Frau Lehrerin“ geben die Bauweise wieder; im heutigen Deutsch spricht man eine Lehrerin eher mit „Frau“ und Familiennamen an. Im Ungarischen ist dagegen Tanárnő! ohne Namen die übliche Anrede in der Schule. Auch andere Sprachen sprechen mit dem Titel an: französisch Monsieur le Professeur, englisch Doctor, spanisch señor profesor. Im Russischen ersetzt dagegen Vorname plus Vatersname (Иван Петрович) Titel und „Herr“.

tanárnő {tanár·NŐ} – Lehrer·FRAU(Lehrerin) doktornő {doktor·NŐ} – Doktor·FRAU(Ärztin)

Wortschatz

  • doktornő {doktor·nő} – Ärztin; Frau Doktor
  • tanárnő {tanár·nő} – Lehrerin; Frau Lehrerin
  • titkárnő {titkár·nő} – Sekretärin
  • professzor asszony – Frau Professorin
  • igazgató asszony – Frau Direktorin
  • elnök – Präsident, Vorsitzender
  • asszony – Frau
  • jöhetek – ich kann kommen
  • vissza – zurück
  • feladat {fel·adat} – Aufgabe
  • válasz – Antwort
  • levél – Brief

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3.Anrede und Erwähnung

Doktor úr, fáj a fejem. – Herr Doktor, ich habe Kopfschmerzen.

A doktor úr a rendelőben van. – Der Herr Doktor ist im Sprechzimmer.

A tanárnő ma nem tanít. – Die Lehrerin unterrichtet heute nicht.

Kovács úr ma nincs itt. – Herr Kovács ist heute nicht da.

Dieselbe Gruppe kann angesprochen oder erwähnt werden. Angesprochen steht sie ohne Artikel und durch Komma vom Satz getrennt. Erwähnt ist sie ein Satzglied wie jedes andere; vor doktor úr und tanárnő steht dann der bestimmte Artikel a. Vor einem Familiennamen steht er nicht: Kovács úr ma nincs itt.

Der Fachbegriff für die Anrede ist megszólítás, gebildet aus szól „sprechen, Bescheid sagen“: megszólít heißt „ansprechen“. Die lateinische Grammatik nennt die Anredeform Vokativ (vocativus, von vocare „rufen“); das Ungarische hat dafür keine eigene Endung, die Anrede steht in der Grundform.

megszólítás {meg·SZÓLítÁS} – an·SPRECHEN·machen·UNG(Anrede)

Wortschatz

  • megszólítás {meg·szólítás} – Anrede
  • megszólít {meg·szólít} – ansprechen
  • szól – sprechen, Bescheid sagen
  • doktor úr – Herr Doktor
  • a doktor úr – der Herr Doktor
  • fáj a fejem – ich habe Kopfschmerzen
  • rendelő {rendelő} – Sprechzimmer, Praxis
  • rendelőben {rendelő·ben} – im Sprechzimmer
  • tanít – unterrichten
  • nincs itt – ist nicht da

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4.Die Endung am letzten Wort der Gruppe

Szabó tanár úrnak küldöm a levelet. – Ich schicke Herrn Lehrer Szabó den Brief.

Kiss tanárnővel beszélek. – Ich spreche mit Frau Kiss, der Lehrerin.

Kovács doktor úrral találkoztam. – Ich habe mich mit Herrn Dr. Kovács getroffen.

Nagy professzor asszonynak írok. – Ich schreibe an Frau Professorin Nagy.

A titkárnő Szabó doktor urat keresi. – Die Sekretärin sucht Herrn Dr. Szabó.

Familienname, Titel und úr oder asszony bilden eine Einheit. Fall- und andere Endungen stehen nur am letzten Wort; Szabó und tanár bleiben unverändert. Das Deutsche beugt in „Herrn Lehrer Szabó“ dagegen das erste Wort.

úr hat zwei Stammformen. Vor „-nak”, „-ral” und in der Grundform bleibt ú lang; vor einem Bindevokal wird es kurz: urat, urak, uram.

FormEndungDeutsch
úr–Herr
úrnak {úr·nak}„-nak”dem Herrn, für den Herrn
úrral {úr·ral}„-val”mit dem Herrn
úrhoz {úr·hoz}„-hoz”zum Herrn
urat {ur·at}„-t”den Herrn
urak {ur·ak}„-k”die Herren
uram {ur·am}„-m”mein Herr

Bei asszony verdoppelt sich vor „-val” das ny: asszonnyal. tanárnő und doktornő verhalten sich wie andere Wörter auf ő: tanárnőnek, tanárnővel, tanárnőt.

→Kovács úr – Herr Kovács→Kovács úrnak – Herrn Kovács (Empfänger)→Kovács urat – Herrn Kovács (Objekt)→Kovács úrral – mit Herrn Kovács

Wortschatz

  • úrnak – dem Herrn
  • úrral – mit dem Herrn
  • urat – den Herrn (Objekt)
  • urak – die Herren
  • asszonynak {asszony·nak} – der Frau
  • asszonnyal – mit der Frau
  • tanárnővel {tanár·nő·vel} – mit der Lehrerin
  • tanárnőnek {tanár·nő·nek} – der Lehrerin
  • küldöm – ich schicke (bestimmt)
  • beszélek – ich spreche
  • találkoztam {találkoz·t·am} – ich habe getroffen
  • írok – ich schreibe
  • keresi – er/sie sucht (bestimmt)

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5.Anrede im Brief

Tisztelt Kovács Úr! – Sehr geehrter Herr Kovács!

Tisztelt Tanárnő! – Sehr geehrte Frau Lehrerin!

Tisztelt Hölgyem/Uram! – Sehr geehrte Damen und Herren!

Kedves Anna! – Liebe Anna!

Förmliche Briefe beginnen mit Tisztelt „geehrt“, vertrauliche mit Kedves „lieb“. Nach der Anrede steht im Ungarischen ein Ausrufezeichen, kein Komma, und der Brieftext beginnt mit Großbuchstaben. In der förmlichen Briefanrede werden auch Úr, Asszony und der Titel aus Höflichkeit groß geschrieben: Tisztelt Igazgató Úr! Im laufenden Satz gilt das nicht (Kovács úr ma nincs itt.).

Bei unbekanntem Empfänger steht Tisztelt Hölgyem/Uram!. Ältere Geschäftsbriefe an eine Firma begannen mit Tisztelt Cím!, wörtlich „Geehrte Adresse!“.

tisztelt {tisztelT} – ehren·(PARTIZIP)(geehrt)

Wortschatz

  • tisztelt {tisztelt} – sehr geehrt
  • tisztel – ehren, achten
  • kedves – lieb
  • Tisztelt Kovács Úr! – Sehr geehrter Herr Kovács!
  • Tisztelt Tanárnő! – Sehr geehrte Frau Lehrerin!
  • Tisztelt Hölgyem/Uram! – Sehr geehrte Damen und Herren!
  • Kedves Anna! – Liebe Anna!
  • cím – Adresse; Titel

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6.Das Wichtigste in Kürze

  • úr „Herr“ steht hinter Name oder Titel: Kovács úr, tanár úr, Szabó tanár úr; ohne Name: uram.
  • Frauen: Beruf plus „-nő” (tanárnő, doktornő) oder Titel plus asszony (professzor asszony).
  • Anrede ohne Artikel, mit Komma; Erwähnung als Satzglied mit Artikel: a doktor úr, aber Kovács úr.
  • Die Endung trägt nur das letzte Wort der Gruppe: Szabó tanár úrnak, Kiss tanárnővel.
  • úr wechselt den Stamm: úrnak, úrral, aber urat, urak.
  • Brief: Tisztelt …! förmlich, Kedves …! vertraulich; Ausrufezeichen, Titel groß.

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Vertiefung

7.„dr.” im Satz und am Anfang

Ma dr. Varga Péter tart előadást. – Heute hält Dr. Péter Varga einen Vortrag.

Dr. Varga Péter ma szabadságon van. – Dr. Péter Varga hat heute Urlaub.

A névjegyen Dr. Varga Péter áll. – Auf der Visitenkarte steht Dr. Péter Varga.

A levélben dr. Varga Péternek mondanak köszönetet. – Im Brief dankt man Dr. Péter Varga.

Die Abkürzung dr. steht vor dem ganzen Namen und wird im Satzinneren klein geschrieben. Groß steht sie am Satzanfang und dort, wo der Name allein eine Zeile bildet: auf Visitenkarte, Türschild, Briefkopf. Die Endung steht wie bei jeder Namensgruppe am Ende: dr. Varga Péternek.

In Ungarn tragen nicht nur Promovierte den Titel dr.. Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Juristen erhalten ihn mit dem Studienabschluss (dr. med., dr. jur. usw.). Wer mit Dissertation promoviert ist (PhD), führt Dr. ebenfalls vor dem Namen. In der Rede wird dr. als doktor gelesen; als Anrede ist doktor úr vor allem bei Ärzten üblich.

doctor ist lateinisch und heißt „Lehrer“, von docere „lehren“. Ursprünglich war der Doktor der zum Lehren Berechtigte; die Bedeutung „Arzt“ entstand später, im Ungarischen wie im Deutschen und Englischen.

StellungSchreibung
im Satzinnerendr. Varga Péter
am SatzanfangDr. Varga Péter
allein auf einer Zeile (Visitenkarte, Briefkopf)Dr. Varga Péter
mit Endungdr. Varga Péternek

Wortschatz

  • dr. – Dr. (Abkürzung)
  • doktor – Doktor; Arzt
  • előadás {elő·adás} – Vortrag
  • előadást {elő·adás·t} tart – einen Vortrag halten
  • szabadságon van – er/sie hat Urlaub
  • névjegy {név·jegy} – Visitenkarte
  • névjegyen {név·jegy·en} – auf der Visitenkarte
  • áll – steht (geschrieben)
  • levélben – im Brief
  • köszönetet mond – Dank sagen, danken
  • Varga Péternek – Péter Varga (Empfänger)

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8.„néni” und „bácsi”

Anna néni mesét olvas a gyerekeknek. – Anna liest den Kindern ein Märchen vor.

Józsi bácsi a kertben dolgozik. – Józsi arbeitet im Garten.

A gyerekek Zsuzsa néninek szólnak. – Die Kinder sagen Zsuzsa Bescheid.

Doktor néni, fáj a fülem. – Frau Doktor, mein Ohr tut weh.

Tanár bácsi, kész vagyok. – Herr Lehrer, ich bin fertig.

néni und bácsi bezeichneten früher Verwandte: die ältere Schwester oder Tante, den Onkel. Heute folgen sie dem Vornamen oder Familiennamen einer älteren Person, ohne Verwandtschaft zu bezeichnen: Anna néni, Józsi bácsi, Kovács néni. Die Verwandten heißen nagynéni und nagybácsi. Kinder sprechen so Nachbarn, Erzieherinnen und Lehrer an (tanár bácsi, doktor néni). Erwachsene gebrauchen die Formen für deutlich ältere Bekannte; spricht etwa ein Arzt eine erwachsene Patientin mit néni an, kann das herablassend wirken. Das Deutsche hat Entsprechendes in „Tante Anna“ für eine Nachbarin aus Kindersicht.

bácsi ist aus einem älteren bács „Onkel“ und der Verkleinerungsendung „-i” gebildet. Auch hier trägt das letzte Wort die Endung: Zsuzsa néninek, Józsi bácsival.

Wortschatz

  • néni – ältere Frau (Anrede); Tante
  • bácsi – älterer Mann (Anrede); Onkel
  • nagynéni {nagy·néni} – Tante (Verwandte)
  • nagybácsi {nagy·bácsi} – Onkel (Verwandter)
  • Anna néni – Anna (vertraulich)
  • Zsuzsa néninek – Zsuzsa (Empfänger)
  • Józsi bácsival – mit Józsi
  • doktor néni – Frau Doktor (Kindersprache)
  • tanár bácsi – Herr Lehrer (Kindersprache)
  • mesét olvas – ein Märchen vorlesen
  • gyerekeknek – den Kindern
  • szólnak – sie sagen Bescheid
  • fülem – mein Ohr

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9.Nach der Anrede fragen

Hogyan szólíthatom? – Wie darf ich Sie ansprechen?

A professzor a keresztnevét használja a levélben. – Der Professor verwendet im Brief seinen Vornamen.

A hivatalos levélben a teljes név szerepel. – Im förmlichen Brief steht der vollständige Name.

Tegeződjünk! – Duzen wir uns!

Welche Form passt, hängt von Alter, Beziehung und Lage ab und wechselt mit der Zeit. Unsicher fragt man nach: Hogyan szólíthatom? Mit dem Duzen ändert sich die Anrede: Statt Kovács úr folgt der Vorname, statt der 3. Person die 2. Person. Das Ungarische hat für die drei Stufen eigene Verben: tegez „duzen“ (von te „du“), önöz „mit ön siezen“, magáz „mit maga siezen“. ön ist förmlich und neutral, maga vertrauter und je nach Tonfall auch unfreundlich (→ 7.1.7, 7.1.8). Viele Gespräche kommen ganz ohne Pronomen aus und benutzen nur Titel und Verbform: Tanár úr, segítene? „Herr Lehrer, würden Sie helfen?“

szólíthatom {szólÍT·hat·OM} – sprechen·MACHEN·können·ICH (ES)(darf ich (Sie) ansprechen) keresztnév {kereszt·NÉV} – Kreuz·NAME(Vorname, Taufname)

Wortschatz

  • szólíthatom {szólít·hat·om} – darf ich (Sie) ansprechen
  • hogyan – wie
  • keresztnév {kereszt·név} – Vorname
  • keresztnevét {kereszt·nev·é·t} – seinen Vornamen
  • használja – er/sie verwendet (bestimmt)
  • hivatalos – amtlich, förmlich
  • teljes név – vollständiger Name
  • szerepel – steht, erscheint
  • tegez – duzen
  • tegeződünk {tegeződ·ünk} – wir duzen uns
  • önöz – mit „ön” siezen
  • magáz – mit „maga” siezen
  • segítene – würden Sie helfen

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10.Woher die Wörter kommen

Die Anredewörter stammen aus verschiedenen Schichten der Sprache.

WortHerkunft
úrumstritten: ererbt („Mann“) oder frühes Turklehnwort („Herr, Meister“)
asszonyaus dem Alanischen, einer iranischen Sprache; gilt als verwandt mit einem Wort für „Herrin, Fürstin“
tanárzum Stamm von tanít „lehren“ mit „-ár”, wie titkár „Sekretär“
doktorlateinisch doctor „Lehrer“
professzorlateinisch professor „öffentlicher Lehrer“
bácsibács „Onkel“ plus Verkleinerungsendung „-i”

asszony ist in Urkunden des Mittelalters als achscin belegt. Es gehört zu den Lehnwörtern aus der Zeit, als die Vorfahren der Ungarn in der Steppe nördlich des Kaukasus lebten. Im Deutschen ist „Herr“ ursprünglich ein Steigerungswort, „der Hehrere, Ältere“; im Lateinischen entspricht dominus, im Spanischen don und dueño.

Wortschatz

  • asszony – Frau
  • tanít – lehren, unterrichten
  • tanár – Lehrer
  • titkár – Sekretär
  • professzor – Professor

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