3.9.4 Suffigierung ausländischer Namen

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3.9.4 Suffigierung ausländischer Namen

Ausländische Namen behalten ihre Schreibung und erhalten trotzdem ungarische Endungen: Mozartot, Kafkáról, Bachhal. Über Vokalklasse und Bindevokal entscheidet die Aussprache im Ungarischen; für die Schrift gelten zwei Anschlussregeln: Längung von a, e, o, ö vor der Endung und Angleichung von „-val”/„-vel”.

1.Fremder Name, ungarische Endung

Thomas Mannt olvasom. – Ich lese Thomas Mann.

Anna Müllert keresem. – Ich suche Anna Müller.

Beethovent gyakran hallgatom. – Ich höre oft Beethoven.

Webernek küldöm a levelet. – Ich schicke Weber den Brief.

Bachról szól a könyv. – Das Buch handelt von Bach.

Anna Weberrel utazom Berlinbe. – Ich reise mit Anna Weber nach Berlin.

Ein ausländischer Name ist im ungarischen Satz ein Substantiv wie jedes andere. Er erhält Fallendungen, und zwar dieselben wie ein ungarisches Wort: „-t” für das Objekt, „-nak”/„-nek” für den Empfänger, „-ról”/„-ről” „über, von“, „-val”/„-vel” „mit“. Eine eigene Flexionsklasse für Fremdnamen gibt es nicht. Das Deutsche hat sie in gewisser Weise: „mit Goethe“, „über Kafka“ – der Name bleibt meist unverändert, die Präposition trägt die Beziehung.

Drei Dinge bleiben dabei unangetastet:

Schreibung – Müller bleibt Müller, nicht *Miller Reihenfolge – Thomas Mann, nicht *Mann Thomas (→ 3.9.2) Endungsträger – nur der letzte Namensteil: Anna Weberrel

Der Vorname bleibt also ohne Endung, auch wenn er selbst gut flektierbar wäre: Anna Müllert, nicht *Annát Müllert, solange von einer einzigen Person die Rede ist. Wie bei ungarischen Namen (→ 3.9.3) bildet der ganze Name eine Einheit, an deren Ende die Endung tritt.

Das Fachwort für das Anfügen von Endungen ist toldalékolás, gebildet aus toldalék „Anhängsel, Suffix“; told heißt „anstückeln, verlängern“. Der Eigenname heißt tulajdonnév, eine Lehnübersetzung von lateinisch nomen proprium.

toldalékolás {toldalékOLás} – Anhängsel·VERSEHEN·ung(Suffigierung) tulajdonnév {tulajdon·NÉV} – Eigentum·NAME(Eigenname (lat. nomen proprium)) idegen név – fremder Name

Wortschatz

  • olvasom – ich lese (es)
  • keresem – ich suche (ihn, sie)
  • gyakran – oft
  • hallgatom – ich höre (es) an
  • küldöm – ich schicke (es)
  • levelet – Brief (Akkusativ)
  • könyv – Buch
  • szól – handeln von, lauten
  • utazom – ich reise
  • Berlinbe – nach Berlin
  • Thomas Mannt – Thomas Mann (Akkusativ)
  • Anna Müllert – Anna Müller (Akkusativ)
  • Webernek – Weber (Dativ)
  • Bachról – über Bach
  • Anna Weberrel – mit Anna Weber
  • toldalékolás {toldalékolás} – Suffigierung
  • tulajdonnév {tulajdon·név} – Eigenname
  • idegen név – fremder Name

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2.Die Aussprache bestimmt die Endung

Mozartot választotta a zongorista. – Der Pianist wählte Mozart aus.

Müllert nem ismerem. – Müller kenne ich nicht.

Schillernek szentelték az előadást. – Man widmete den Vortrag Schiller.

Bachot játssza a zenekar. – Das Orchester spielt Bach.

Beethovenről beszélünk. – Wir sprechen über Beethoven.

Welche Variante einer Endung antritt, hängt wie bei ungarischen Wörtern von der Vokalharmonie ab, ungarisch hangrend. Maßgeblich ist der Name, wie er im Ungarischen ausgesprochen wird, nicht sein Schriftbild. Mozart hat die hinteren Vokale o und a und erhält „-nak”, „-ról”, „-val”; Müller, Schiller und Weber haben vordere Vokale und erhalten „-nek”, „-ről”, „-vel”. Vokalharmonie bei Fremdwörtern allgemein (→ 2.4.8).

hangrend {hang·REND} – Laut·ORDNUNG(Vokalklasse, Vokalharmonie) kiejtés {ki·EJTés} – aus·SPRECHEN·ung(Aussprache)

Auch der Bindevokal beim Akkusativ folgt den ungarischen Lautregeln. Nach r und n tritt „-t” direkt an, wie in tanárt „Lehrer (Akk.)“: Müllert, Webert, Beethovent. Nach einer Konsonantengruppe wie rt oder nach h steht ein Bindevokal, wie in partot „Ufer (Akk.)“: Mozartot, Bachot. Ein Endkonsonant, den man hört, ist also ein ganz gewöhnlicher Stammauslaut.

Grundform-t-nak/-nek-ról/-ről
MozartMozartotMozartnakMozartról
BachBachotBachnakBachról
MarxMarxotMarxnakMarxról
MüllerMüllertMüllernekMüllerről
SchillerSchillertSchillernekSchillerről
WeberWebertWebernekWeberről
BeethovenBeethoventBeethovennekBeethovenről
SteinbeckSteinbecketSteinbecknekSteinbeckről

Kommt am Wortende ein gleicher Buchstabe hinzu, wird er einfach angefügt, solange keine drei gleichen Buchstaben entstehen: Mannt ist unauffällig, ebenso Brad Pittet „Brad Pitt (Akk.)“. Was bei drei gleichen Buchstaben geschieht, zeigt die Vertiefung Abschnitt 9.

Wortschatz

  • Mozartot – Mozart (Akkusativ)
  • választotta – er/sie wählte (es) aus
  • zongorista – Pianist, Pianistin
  • Müllert – Müller (Akkusativ)
  • ismerem – ich kenne (ihn, sie)
  • Schillernek – Schiller (Dativ)
  • szentelték – sie widmeten (es)
  • előadás – Vortrag, Aufführung
  • előadást – Vortrag (Akkusativ)
  • Bachot – Bach (Akkusativ)
  • játssza – spielt (es)
  • zenekar – Orchester
  • Beethovenről – über Beethoven
  • beszélünk – wir sprechen
  • hangrend {hang·rend} – Vokalklasse
  • kiejtés {ki·ejtés} – Aussprache
  • tanárt – Lehrer (Akkusativ)
  • partot – Ufer (Akkusativ)

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3.Auslautendes a, e, o, ö wird lang

Emmának írok egy üzenetet. – Ich schreibe Emma eine Nachricht.

Kafkát olvasom az órán. – Ich lese im Unterricht Kafka.

Picassót ismerik a diákok. – Die Schüler kennen Picasso.

Dantét idézi a tanár. – Der Lehrer zitiert Dante.

Kafkáról beszél a tanár. – Der Lehrer spricht über Kafka.

Pablo Nerudát olvasom. – Ich lese Pablo Neruda.

Endet ein fremder Name auf ein gesprochenes a, e, o oder ö, wird dieser Vokal vor der Endung lang und lang geschrieben: a → á, e → é, o → ó, ö → ő. Das ist dieselbe Regel wie bei ungarischen Wörtern (→ 2.8.1):

→alma – Apfel→almát – Apfel (Akkusativ)

→Kafka – Kafka→Kafkát – Kafka (Akkusativ)

→Picasso – Picasso→Picassót – Picasso (Akkusativ)

→Dante – Dante→Dantét – Dante (Akkusativ)

Die amtliche ungarische Rechtschreibung nennt diese Längung ausdrücklich für Wörter und Namen fremder Schreibung. Sie betrifft nur die Form mit Endung; in der Grundform bleibt der Name wie im Original: Kafka, Picasso, Dante.

Auslautendes i und u werden nicht gelängt, ebenfalls wie im Ungarischen (kocsit „Wagen (Akk.)“):

Verdit hallgatjuk ezen a héten. – Wir hören diese Woche Verdi.

Puccinit szereti a nagymamám. – Meine Großmutter mag Puccini.

Wortschatz

  • Emmának – Emma (Dativ)
  • írok – ich schreibe
  • üzenetet – Nachricht (Akkusativ)
  • Kafkát – Kafka (Akkusativ)
  • Kafkáról – über Kafka
  • órán – im Unterricht
  • Picassót – Picasso (Akkusativ)
  • ismerik – sie kennen (ihn)
  • diákok – Schüler (Mehrzahl)
  • Dantét – Dante (Akkusativ)
  • idézi – er/sie zitiert (ihn)
  • almát – Apfel (Akkusativ)
  • Verdit – Verdi (Akkusativ)
  • hallgatjuk – wir hören (es) an
  • ezen a héten – diese Woche
  • kocsit – Wagen (Akkusativ)

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4.-val/-vel: das v gleicht sich an

Mozarttal kezdődik a koncert. – Das Konzert beginnt mit Mozart.

Müllerrel találkoztam tegnap. – Ich habe mich gestern mit Müller getroffen.

Beethovennel folytatódik az est. – Der Abend geht mit Beethoven weiter.

Verdivel foglalkozik az előadás. – Der Vortrag beschäftigt sich mit Verdi.

Kafkával foglalkozunk. – Wir beschäftigen uns mit Kafka.

Die Endung „-val”/„-vel” verhält sich bei Fremdnamen wie bei ungarischen Wörtern. Nach einem Vokal bleibt das v: Verdivel, Kafkával. Nach einem gesprochenen Konsonanten wird das v diesem Konsonanten gleich, und die Schrift zeigt den Doppelkonsonanten: Mozarttal, Müllerrel, Beethovennel. Ungarisch heißt diese Angleichung hasonulás, von hasonló „ähnlich“; die Grundregel steht in 2.7.7, die Bedeutungen in 4.10 (→ 2.7.7, 4.10).

hasonulás {hasonulÁS} – ähnlich werden·UNG(Angleichung, Assimilation)

→tanár – Lehrer→tanárral – mit dem Lehrer

→Müller – Müller→Müllerrel – mit Müller

→Mozart – Mozart→Mozarttal – mit Mozart

Grundform-val/-velAnschluss
VerdiVerdivelVokal, v bleibt
KafkaKafkávalVokal gelängt, v bleibt
PicassoPicassóvalVokal gelängt, v bleibt
EmmaEmmávalVokal gelängt, v bleibt
MozartMozarttalt verdoppelt
MüllerMüllerrelr verdoppelt
WeberWeberrelr verdoppelt
BeethovenBeethovenneln verdoppelt

Im Konzertleben begegnet die Form im Titel einer Freiluftreihe des Ungarischen Nationalphilharmonischen Orchesters in Martonvásár, wo Beethoven der Überlieferung nach bei der Familie Brunszvik zu Gast war:

Beethovennel a szabadban – Mit Beethoven im Freien

Wortschatz

  • Mozarttal – mit Mozart
  • kezdődik – beginnt
  • koncert – Konzert
  • Müllerrel – mit Müller
  • találkoztam – ich habe mich getroffen
  • tegnap – gestern
  • Beethovennel – mit Beethoven
  • folytatódik – geht weiter
  • est – Abend (Veranstaltung)
  • Verdivel – mit Verdi
  • foglalkozik – beschäftigt sich
  • Kafkával – mit Kafka
  • foglalkozunk – wir beschäftigen uns
  • tanárral – mit dem Lehrer
  • hasonulás {hasonulás} – Angleichung
  • a szabadban – im Freien

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5.Der Name als bestimmtes Objekt

Verdit hallgatom. – Ich höre Verdi.

Kafkát olvasom az órán. – Ich lese im Unterricht Kafka.

Dantét idézi a tanár. – Der Lehrer zitiert Dante.

Mozartot választotta a zongorista. – Der Pianist wählte Mozart aus.

Picassót ismerik a diákok. – Die Schüler kennen Picasso.

Ein Eigenname bezeichnet eine bestimmte Person; als Objekt verlangt er die bestimmte Konjugation, auch ohne Artikel: Verdit hallgatom, nicht *Verdit hallgatok. Die Konjugation hängt also nicht schematisch an einem sichtbaren a/az, sondern an der Bestimmtheit des Objekts (→ 10.5).

Häufig steht der Name für das Werk: Kafkát olvasom „ich lese Kafka“ meint seine Bücher, Verdit hallgatom seine Musik. Das Deutsche verwendet dieselbe Metonymie (griech. μετωνυμία „Umbenennung“). Mit Verben des Sprechens und Schreibens steht „-ról”/„-ről” in der Bedeutung „über“, nicht räumlich „von … herab“:

Beethovenről beszélünk. – Wir sprechen über Beethoven.

Picassóról ír egy cikket. – Er/Sie schreibt einen Artikel über Picasso.

Schillerről szól a mai előadás. – Der heutige Vortrag handelt von Schiller.

Wortschatz

  • hallgatom – ich höre (es) an
  • olvasom – ich lese (es)
  • idézi – er/sie zitiert (ihn)
  • választotta – er/sie wählte (es) aus
  • ismerik – sie kennen (ihn)
  • Picassóról – über Picasso
  • ír – er/sie schreibt
  • cikket – Artikel (Akkusativ)
  • Schillerről – über Schiller
  • mai – heutig
  • zene – Musik
  • zenét – Musik (Akkusativ)
  • regény – Roman
  • festmény – Gemälde
  • festményt – Gemälde (Akkusativ)
  • kiállításon – auf der Ausstellung

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6.Das Wichtigste in Kürze

  • Fremde Namen erhalten gewöhnliche ungarische Endungen; Schreibung und Reihenfolge bleiben: Thomas Mannt, Anna Müllert.
  • Die Endung steht nur am letzten Namensteil: Anna Weberrel.
  • Vokalklasse und Bindevokal richten sich nach der Aussprache: Mozartot, Müllert.
  • Gesprochenes a, e, o, ö am Ende wird lang: Kafkát, Dantét, Picassót.
  • „-val”/„-vel” gleicht sich dem Endkonsonanten an: Mozarttal, Müllerrel.
  • Als Objekt verlangt der Name die bestimmte Konjugation: Verdit hallgatom.

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Vertiefung

7.Längung ist keine Namensänderung

Goethének szentelték a mai estét. – Man widmete den heutigen Abend Goethe.

Dantéval zárul a mai óra. – Die heutige Stunde endet mit Dante.

Picassóról készül egy új könyv. – Ein neues Buch über Picasso entsteht.

Kafkával foglalkozik a következő fejezet. – Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit Kafka.

Das lange é in Goethének ist keine neue Schreibung des Namens, sondern die ungarische Form vor einer Endung. Ohne Endung bleibt der Name auch im Satz unverändert: Goethe Weimarban élt. „Goethe lebte in Weimar.“ Die Regel der amtlichen Rechtschreibung nennt Goethének als eigenes Beispiel.

Entscheidend ist, dass der Vokal gesprochen wird. Das End-e von Goethe und Dante ist hörbar und wird deshalb gelängt; das End-e von Shakespeare ist stumm und bleibt unverändert Abschnitt 9. Die beiden Namen sehen am Ende gleich aus, werden aber verschieden behandelt.

GrundformEndvokal-t-val/-vel-ról/-ről
Goethee gesprochenGoethétGoethévelGoethéről
Dantee gesprochenDantétDantévalDantéról
Kafkaa gesprochenKafkátKafkávalKafkáról
Picassoo gesprochenPicassótPicassóvalPicassóról
Verdii, keine LängungVerditVerdivelVerdiről

Am Wort Goethe zeigt sich außerdem, dass die Vokalklasse nicht am Schriftbild hängt: Geschrieben stehen o und e, gesprochen wird ein ö-Laut, und die Endungen sind vordere: Goethének, Goethével. Dante mit hinterem a erhält dagegen Dantéval, Dantéról, wie das ungarische kávé „Kaffee“ kávéval.

Wortschatz

  • Goethének – Goethe (Dativ)
  • Goethével – mit Goethe
  • estét – Abend (Akkusativ)
  • Dantéval – mit Dante
  • zárul – endet, schließt
  • óra – Stunde, Unterrichtsstunde
  • Picassóról – über Picasso
  • készül – entsteht, wird gemacht
  • új – neu
  • következő – folgend
  • fejezet – Kapitel
  • Weimarban – in Weimar
  • élt – lebte
  • kávé – Kaffee
  • kávéval – mit Kaffee

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8.Fremde Buchstaben und Buchstabengruppen

Bachhal folytatódik a műsor. – Das Programm geht mit Bach weiter.

Marxszal foglalkozik a szeminárium. – Das Seminar beschäftigt sich mit Marx.

Steinbeckkel kezdjük az olvasást. – Wir beginnen die Lektüre mit Steinbeck.

Balzackal foglalkozik a dolgozat. – Die Arbeit beschäftigt sich mit Balzac.

Dvořákot hallgatjuk. – Wir hören Dvořák.

Endet ein Name auf Buchstaben oder Buchstabengruppen, die das ungarische Alphabet so nicht kennt, bleibt die Schreibung des Namens unberührt. Die Endung richtet sich nach dem Laut, den die Gruppe bezeichnet, und schreibt diesen Laut ungarisch:

AuslautLautForm mit -val/-vel
BachhBachhal
MarxszMarxszal
WellsszWellsszel
SteinbeckkSteinbeckkel
BalzackBalzackal
DvořákkDvořákkal

So entstehen Schriftbilder, die auf den ersten Blick ungewohnt sind: In Marxszal steht nach dem x ein sz, weil x als ksz gesprochen wird; in Bachhal verdoppelt ein h den Laut, den das deutsche ch bezeichnet. Die Basis bleibt dabei immer erkennbar. Wellsszel und Balzackal stehen als Beispiele in der amtlichen Rechtschreibung. Diakritische Zeichen, die das Ungarische nicht hat, bleiben ebenfalls erhalten: Dvořák, Dvořákot, Dvořákkal.

Namen aus nichtlateinischen Schriften erscheinen im Ungarischen in ungarischer Umschrift und werden dann wie ungarische Wörter behandelt; das Verfahren steht in 18.5 (→ 18.5).

Wortschatz

  • Bachhal – mit Bach
  • műsor – Programm, Sendung
  • Marxszal – mit Marx
  • szeminárium – Seminar
  • Steinbeckkel – mit Steinbeck
  • kezdjük – wir beginnen (es)
  • olvasást – Lektüre, Lesen (Akkusativ)
  • Balzackal – mit Balzac
  • dolgozat – Arbeit (schriftlich)
  • Dvořákot – Dvořák (Akkusativ)
  • Dvořákkal – mit Dvořák
  • Wellsszel – mit Wells
  • hallgatjuk – wir hören (es) an

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9.Mehrteilige Namen und der Bindestrich

Thomas Mannt olvasom. – Ich lese Thomas Mann.

Thomas Mann-nak állítottak emléket. – Man setzte Thomas Mann ein Denkmal.

Shakespeare-t idéztem a dolgozatban. – Ich zitierte Shakespeare in der schriftlichen Arbeit.

Shakespeare-rel foglalkozunk. – Wir beschäftigen uns mit Shakespeare.

Johann Sebastian Bachhal kezdődik a koncert. – Das Konzert beginnt mit Johann Sebastian Bach.

Victor Hugóról szól a könyv. – Das Buch handelt von Victor Hugo.

Bei mehrteiligen Namen trägt nur der letzte Teil die Endung, gleich wie viele Vornamen davorstehen: Johann Sebastian Bachhal, Wolfgang Amadeus Mozartot. Auch die Längung betrifft nur den letzten Teil: Victor Hugóról.

Im Normalfall tritt die Endung ohne Bindestrich an den Namen. Der Bindestrich ist die Ausnahme und hat zwei Hauptgründe; das vollständige Entscheidungsverfahren steht in 3.9.5 (→ 3.9.5):

drei gleiche Buchstaben – Mann + „-nak” → Mann-nak, Scott + „-tól” → Scott-tól stummer Endbuchstabe – Shakespeare + „-t” → Shakespeare-t, Rousseau + „-val” → Rousseau-val

Der Vergleich Mannt – Mann-nak zeigt den ersten Fall: „-t” erzeugt keine drei gleichen Buchstaben, „-nak” schon. Der Bindestrich schützt hier das Schriftbild des Namens, denn *Mannak mit gekürztem nn würde den Namen verändern. Bei ungarischen Namen besteht dieselbe Rücksicht (→ 3.9.3).

Im zweiten Fall richtet sich die Endung nach dem gesprochenen Auslaut, der Bindestrich trennt sie vom stummen Buchstaben: Shakespeare endet gesprochen auf r, daher Shakespeare-rel mit angeglichenem v und vorderer Vokalklasse. Dass der Auslaut eines Namens nicht entschieden werden kann, kommt vor; dann schwanken auch die Formen, und eine bestimmte Form lässt sich nicht als Norm angeben.

Wortschatz

  • Thomas Mann-nak – Thomas Mann (Dativ)
  • állítottak – sie stellten auf
  • emléket – Andenken (Akkusativ)
  • emléket állít – ein Denkmal setzen
  • Shakespeare-t – Shakespeare (Akkusativ)
  • Shakespeare-rel – mit Shakespeare
  • idéztem – ich zitierte
  • dolgozatban – in der Arbeit
  • Victor Hugóról – über Victor Hugo
  • Scott-tól – von Scott
  • Rousseau-val – mit Rousseau

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10.Sprachvergleich

Sprache„mit Thomas Mann“Kennzeichnung
UngarischThomas Mann-nalEndung am letzten Teil
Deutschmit Thomas MannPräposition, Name unverändert
Englischwith Thomas MannPräposition
Französischavec Thomas MannPräposition
Spanischcon Thomas MannPräposition
Russischс Томасом МанномPräposition und Endung an beiden Teilen

Das Deutsche kennt eine genaue Entsprechung zur ungarischen Regel beim Genitiv: „die Romane Thomas Manns“ – das -s steht nur am letzten Teil des Namens, wie Thomas Mannt. Ähnlich das Englische mit Thomas Mann’s novels.

Das Russische dekliniert fremde Namen ebenfalls, aber anders: Vor- und Familienname erhalten beide eine Endung (с Томасом Манном). Namen auf -е wie Гёте bleiben unverändert (с Гёте), Namen auf -а werden dekliniert (с Кафкой), und weibliche Familiennamen auf Konsonant bleiben unverändert (с Анной Мюллер). Das Ungarische hängt die Endung dagegen ausnahmslos an.

Das Latein löste das Problem früher auf eigene Weise: Gelehrte latinisierten ihre Namen, damit sie sich deklinieren ließen. Aus Mikołaj Kopernik wurde Copernicus (Genitiv Copernici), aus Georg Bauer Agricola „Bauer“, aus Gerhard Kremer Mercator „Kaufmann“.

Wortschatz

  • Thomas Mann-nal – mit Thomas Mann
  • Thomas Mannt – Thomas Mann (Akkusativ)
  • regény – Roman
  • regényei – seine Romane
  • németül – deutsch (auf Deutsch)
  • oroszul – russisch (auf Russisch)
  • latinul – lateinisch (auf Lateinisch)
  • angolul – englisch (auf Englisch)

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