4.1.2 Kasussuffix und deutsche Präposition

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4.1.2 Kasussuffix und deutsche Präposition

Ein ungarisches Kasussuffix entspricht keiner bestimmten deutschen Präposition. Übersetzt wird die Beziehung: Ort, Ziel, Herkunft, Mittel, Thema, Empfänger. Dasselbe „in“ wird zu „-ban” oder „-ba”, dasselbe „-ról” zu „von“ oder „über“.

1.„in“: Ort oder Ziel

A boltban dolgozom. – Ich arbeite im Laden.

A boltba megyek. – Ich gehe in den Laden.

A szobában ülök. – Ich sitze im Zimmer.

A szobába lépek. – Ich trete ins Zimmer.

A vonatból nézem a tájat. – Ich betrachte vom Zug aus die Landschaft.

Das Deutsche unterscheidet Ort und Ziel nicht an der Präposition, sondern am Kasus danach: „in“ mit Dativ („im Laden“) für den Ort, „in“ mit Akkusativ („in den Laden“) für das Ziel. Das Ungarische hat dafür zwei verschiedene Suffixe: „-ban”/„-ben” „wo?“ und „-ba”/„-be” „wohin?“. Ein drittes, „-ból”/„-ből” „woher?“, deckt das deutsche „aus“ ab. Die deutsche Analyse „in + Dativ“ hat mit dem ungarischen Dativ nichts zu tun; boltban ist kein Dativ, sondern der Inessiv.

DeutschUngarischBeziehung
im Gartenkertben {kert·ben}Ort (wo?)
in den Gartenkertbe {kert·be}Ziel (wohin?)
aus dem Gartenkertből {kert·ből}Herkunft (woher?)
im Ladenboltban {bolt·ban}Ort (wo?)
in den Ladenboltba {bolt·ba}Ziel (wohin?)
aus dem Ladenboltból {bolt·ból}Herkunft (woher?)

Latein arbeitet wie das Deutsche: in urbe (Ablativ) „in der Stadt“, in urbem (Akkusativ) „in die Stadt“. Ebenso Russisch: в городе (Präpositiv) gegenüber в город (Akkusativ). Englisch unterscheidet in und into, Spanisch estar en la tienda und ir a la tienda. Das Ungarische legt die ganze Unterscheidung in die Endung.

Wortschatz

  • boltban {bolt·ban} – im Laden
  • boltba {bolt·ba} – in den Laden
  • boltból {bolt·ból} – aus dem Laden
  • szobában {szobá·ban} – im Zimmer
  • szobába {szobá·ba} – ins Zimmer
  • kertben {kert·ben} – im Garten
  • kertbe {kert·be} – in den Garten
  • kertből {kert·ből} – aus dem Garten
  • vonatból {vonat·ból} – aus dem Zug, vom Zug aus
  • dolgozom – ich arbeite
  • ülök – ich sitze
  • lépek – ich trete
  • táj – Landschaft

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2.„auf“ und „von“: Fläche

Az asztalon hagyom a kulcsot. – Ich lasse den Schlüssel auf dem Tisch liegen.

Az asztalra teszem a kulcsot. – Ich lege den Schlüssel auf den Tisch.

A polcról veszem le a könyvet. – Ich nehme das Buch vom Regal herunter.

A tetőn ül egy madár. – Auf dem Dach sitzt ein Vogel.

Für Flächen gilt dieselbe Dreiteilung: „-on”/„-en”/„-ön” „wo?“, „-ra”/„-re” „wohin?“, „-ról”/„-ről” „woher?“. Das Deutsche verteilt sie auf zwei Präpositionen und zwei Kasus: „auf dem Tisch“, „auf den Tisch“, aber „vom Regal“. Umgekehrt ist „von“ im Deutschen nicht an Flächen gebunden: „vom Regal“ heißt polcról, „vom Arzt“ orvostól, „von zu Hause“ otthonról.

→asztal – Tisch→asztalon – auf dem Tisch→asztalra – auf den Tisch→asztalról – vom Tisch

Wortschatz

  • asztalon {asztal·on} – auf dem Tisch
  • asztalra {asztal·ra} – auf den Tisch
  • asztalról {asztal·ról} – vom Tisch
  • polcról {polc·ról} – vom Regal
  • tetőn {tető·n} – auf dem Dach
  • orvostól {orvos·tól} – vom Arzt
  • otthonról {otthon·ról} – von zu Hause
  • kulcs – Schlüssel
  • hagyom – ich lasse
  • teszem – ich lege
  • leveszem {le·veszem} – ich nehme herunter
  • madár – Vogel

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3.„zu“ und „nach“: Ziel

A barátomhoz megyek. – Ich gehe zu meinem Freund.

A tanárhoz fordulok. – Ich wende mich an den Lehrer.

Az iskolába megyek. – Ich gehe zur Schule.

Az állomásra megyek. – Ich gehe zum Bahnhof.

Az állomásig sétálok. – Ich gehe bis zum Bahnhof zu Fuß.

Bécsbe utazunk, aztán Budapestre. – Wir reisen nach Wien, dann nach Budapest.

Deutsches „zu“ bezeichnet ein Ziel, sagt aber nicht, welcher Art. Ungarisch muss es entscheiden: zu einer Person oder in ihre Nähe „-hoz”/„-hez”/„-höz”, in ein Gebäude oder eine Einrichtung oft „-ba”/„-be”, auf einen Platz oder an eine Station oft „-ra”/„-re”, bis zu einem Endpunkt „-ig”. Ebenso hat „nach“ bei Städten zwei Entsprechungen: Bécsbe, aber Budapestre; ungarische Ortsnamen nehmen überwiegend „-ra”/„-re” (→ 4.7).

DeutschUngarischArt des Ziels
zu meinem Freundbarátomhoz {barát·om·hoz}Person
an den Lehrertanárhoz {tanár·hoz}Person
zur Schuleiskolába {iskolá·ba}Einrichtung (hinein)
zum Bahnhofállomásra {állomás·ra}Station
bis zum Bahnhofállomásig {állomás·ig}Endpunkt
nach WienBécsbe {Bécs·be}Stadt (außerhalb Ungarns)
nach BudapestBudapestre {Budapest·re}Stadt (ungarisch)

Wortschatz

  • barátomhoz {barát·om·hoz} – zu meinem Freund
  • tanárhoz {tanár·hoz} – zum Lehrer
  • iskolába {iskolá·ba} – in die Schule, zur Schule
  • állomásra {állomás·ra} – zum Bahnhof
  • állomásig {állomás·ig} – bis zum Bahnhof
  • Bécsbe {Bécs·be} – nach Wien
  • Budapestre {Budapest·re} – nach Budapest
  • fordulok – ich wende mich
  • sétálok – ich gehe spazieren, ich gehe zu Fuß
  • utazunk – wir reisen
  • állomás – Bahnhof, Station

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4.„mit“: Mittel und Begleitung

Vonattal utazom. – Ich reise mit dem Zug.

Busszal megyek. – Ich fahre mit dem Bus.

A barátommal utazom. – Ich reise mit meinem Freund.

Tollal írok. – Ich schreibe mit dem Füller.

Nach „mit“ steht im Deutschen der Dativ. Das erzwingt im Ungarischen kein „-nak”/„-nek”: Mittel und Begleitung stehen beide auf „-val”/„-vel”. Nach Konsonant gleicht sich das v an den Endkonsonanten an: vonattal, busszal (aus busz + „-val”), tollal (→ 4.10.1). Englisch with, französisch avec und spanisch con sind hier ebenso doppeldeutig wie das deutsche „mit“; Latein trennt dagegen das Mittel (bloßer Ablativ: gladio „mit dem Schwert“) von der Begleitung (cum amico „mit dem Freund“), Russisch ebenso (ручкой „mit dem Füller“, с другом „mit dem Freund“).

Wortschatz

  • vonattal {vonat·tal} – mit dem Zug
  • busszal – mit dem Bus
  • barátommal {barát·om·mal} – mit meinem Freund
  • tollal {toll·al} – mit dem Füller, mit dem Stift
  • vonat – Zug
  • busz – Bus
  • toll – Füller, Stift; Feder
  • utazom – ich reise
  • írok – ich schreibe

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5.„über“: Thema statt Lage

A könyvről beszélünk. – Wir sprechen über das Buch.

A filmről beszélek. – Ich spreche über den Film.

A munkáról kérdezek. – Ich frage nach der Arbeit.

Az időről panaszkodnak. – Sie klagen über das Wetter.

Bei Verben des Sprechens, Fragens, Schreibens und Erzählens bezeichnet deutsches „über“ das Thema, keine Lage oberhalb. Das Ungarische nimmt dafür „-ról”/„-ről”, also die Herkunftsform der Fläche: Man spricht gleichsam „von etwas herunter“. Dieselbe Sicht hat Latein mit de + Ablativ (de bello „über den Krieg“), Französisch mit parler de, Spanisch mit hablar de, Russisch mit о + Präpositiv (о книге „über das Buch“). Das deutsche „über“ und das englische about stehen mit ihrem räumlichen Bild eher allein.

Wortschatz

  • könyvről {könyv·ről} – über das Buch; vom Buch
  • filmről {film·ről} – über den Film
  • munkáról {munká·ról} – über die Arbeit, nach der Arbeit
  • időről {idő·ről} – über das Wetter
  • beszélünk – wir sprechen
  • kérdezek – ich frage
  • panaszkodnak – sie klagen
  • idő – Wetter; Zeit

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6.Deutscher Dativ ohne Präposition

A gyereknek segítek. – Ich helfe dem Kind.

A tanárnak válaszolok. – Ich antworte dem Lehrer.

A diáknak adom a könyvet. – Ich gebe dem Schüler das Buch.

A levélért jöttem. – Ich bin gekommen, um den Brief abzuholen.

Den bloßen deutschen Dativ des Empfängers gibt das Ungarische mit „-nak”/„-nek” wieder. Hier decken sich die Systeme am weitesten; trotzdem ist „-nak”/„-nek” nicht die Übersetzung von „dem“: Es steht auch bei Verben, die im Deutschen einen Akkusativ verlangen, und fehlt bei manchen, die einen Dativ verlangen (→ 4.15). „für“ und „um … zu“ bei einem Zweck gehen oft auf „-ért”: levélért „um den Brief (abzuholen)“, wörtlich „für den Brief“.

Deutsche PräpositionUngarische Entsprechungen
in„-ban”/„-ben”, „-ba”/„-be”
auf„-on”/„-en”/„-ön”, „-ra”/„-re”
von„-ról”/„-ről”, „-tól”/„-től”, „-ból”/„-ből”
zu„-hoz”/„-hez”/„-höz”, „-ba”/„-be”, „-ra”/„-re”
mit„-val”/„-vel”
über (Thema)„-ról”/„-ről”
für„-ért”, „-nak”/„-nek”
bis„-ig”

Wortschatz

  • gyereknek {gyerek·nek} – dem Kind
  • tanárnak {tanár·nak} – dem Lehrer
  • diáknak {diák·nak} – dem Schüler
  • levélért {levél·ért} – für den Brief, um den Brief
  • levél – Brief
  • levelet {level·et} – den Brief (Objekt)
  • segítek – ich helfe
  • válaszolok – ich antworte
  • adom – ich gebe (es)
  • jöttem – ich bin gekommen

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7.Das Wichtigste in Kürze

  • Übersetzt wird die Beziehung, nicht die deutsche Präposition.
  • „in“ wird zu „-ban”/„-ben” (Ort) oder „-ba”/„-be” (Ziel), „auf“ zu „-on”/„-en”/„-ön” oder „-ra”/„-re”; den Unterschied trägt im Deutschen der Kasus, im Ungarischen das Suffix.
  • „zu“ und „nach“ verteilen sich je nach Ziel auf „-hoz”, „-ba”, „-ra”, „-ig”.
  • „mit“ (Mittel und Begleitung) wird „-val”/„-vel”, nicht „-nak”/„-nek”.
  • „über“ beim Sprechen ist „-ról”/„-ről”.
  • Der deutsche Empfänger-Dativ entspricht meist „-nak”/„-nek”.

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Vertiefung

8.„auf“ als verlangte Form

A buszra várok. – Ich warte auf den Bus.

A buszon ülök. – Ich sitze im Bus.

Rád gondolok. – Ich denke an dich.

Emlékszem a nyárra. – Ich erinnere mich an den Sommer.

Vigyázok a gyerekre. – Ich passe auf das Kind auf.

Büszke vagyok a fiamra. – Ich bin stolz auf meinen Sohn.

Viele Verben und Adjektive legen ihre Ergänzung fest; das heißt Rektion (vonzat, → 4.15). Dann hat das Suffix keine räumliche Bedeutung mehr. vár „warten“ verlangt „-ra”/„-re”, ebenso gondol „denken“, emlékszik „sich erinnern“, vigyáz „aufpassen“ und büszke „stolz“. Im Deutschen stehen dabei „auf“ oder „an“, im Englischen for, of, on. Derselbe Bus ist in buszra várok Ziel des Wartens, in buszon ülök ein Ort; das deutsche „im Bus“ wird dabei mit der Flächenform übersetzt, weil die meisten öffentlichen Verkehrsmittel im Ungarischen als Fläche gelten (vonaton, villamoson, aber autóban).

DeutschUngarischBeziehung
auf den Bus wartenbuszra várRektion
im Bus sitzenbuszon ülOrt
mit dem Bus fahrenbusszal megyMittel

Wortschatz

  • buszra {busz·ra} – auf den Bus
  • buszon {busz·on} – im Bus
  • rád – an dich, auf dich
  • nyárra {nyár·ra} – an den Sommer; für den Sommer
  • gyerekre {gyerek·re} – auf das Kind
  • fiamra {fi·am·ra} – auf meinen Sohn
  • várok – ich warte
  • gondolok – ich denke
  • emlékszem – ich erinnere mich
  • vigyázok – ich passe auf
  • büszke – stolz

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9.„vor“: Angst und Lage

A kutyától félek. – Ich habe Angst vor dem Hund.

A vihartól félek. – Ich habe Angst vor dem Sturm.

A kutya előtt egy labda van. – Vor dem Hund liegt ein Ball.

A ház előtt várok. – Ich warte vor dem Haus.

A ház mellett parkolok. – Ich parke neben dem Haus.

fél „sich fürchten“ verlangt „-tól”/„-től”: Die Angst geht vom Auslöser aus. Ebenso Französisch avoir peur de, Spanisch tener miedo de, Russisch бояться mit Genitiv. Die räumliche Lage „vor“ ist dagegen kein Suffix, sondern die Postposition előtt, ungarisch névutó. Sie wird getrennt geschrieben, das Nomen davor bleibt ohne Endung: a kutya előtt, a ház mellett. Kasussuffixe sind gebunden und unterliegen der Vokalharmonie („-tól”/„-től”); Postpositionen sind selbstständige Wörter und haben nur eine Form (→ 5.1).

elöljárószó {elöl·JÁRó·SZÓ} – vorn·GEHEN·end·WORT(Präposition) névutó {név·UTÓ} – Name·NACH(Postposition)

Die beiden Fachwörter sind Bildungen der ungarischen Grammatiktradition: elöljárószó „vorangehendes Wort“ gilt als Nachbildung von lateinisch praepositio (aus prae „vor“ und ponere „setzen“), névutó „Nach-Wort des Namens“ als Gegenstück. név „Name“ steht in der älteren Grammatik für das Nomen überhaupt, wie in főnév „Substantiv“. Das Ungarische selbst kennt kaum Präpositionen; elöljárószó braucht man vor allem für fremde Sprachen.

Wortschatz

  • kutyától {kutyá·tól} – vor dem Hund (Angst); vom Hund
  • vihartól {vihar·tól} – vor dem Sturm
  • fél – fürchtet sich, hat Angst
  • kutya előtt – vor dem Hund (Lage)
  • ház előtt – vor dem Haus
  • ház mellett – neben dem Haus
  • labda – Ball
  • parkolok – ich parke
  • elöljárószó {elöl·járó·szó} – Präposition
  • névutó {név·utó} – Postposition
  • főnév {fő·név} – Substantiv

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10.„bei“: Einrichtung und Ankunft

Ennél a cégnél dolgozom. – Ich arbeite bei dieser Firma.

Az orvosnál vagyok. – Ich bin beim Arzt.

Az orvoshoz érkezem. – Ich komme beim Arzt an.

Megérkeztünk a szállodahoz. – Wir sind am Hotel angekommen.

Megérkeztünk a szállodába. – Wir sind im Hotel angekommen.

„bei“ als Aufenthalt bei einer Person oder Einrichtung ist „-nál”/„-nél”: cégnél, orvosnál. Das deutsche „ankommen bei“ beschreibt aber das Ende einer Bewegung, und das Ungarische setzt dafür eine Zielform: orvoshoz érkezem. Mit „-hoz” kommt man vor dem Hotel an, mit „-ba” drinnen. Das Deutsche sagt in beiden Fällen „an“ oder „in“ mit Dativ, also Ort; Ungarisch sieht hier das Ziel. Das Demonstrativum vor dem Nomen nimmt dasselbe Suffix an: ennél a cégnél, ebben a boltban.

Wortschatz

  • cégnél {cég·nél} – bei der Firma
  • ennél – bei diesem
  • orvosnál {orvos·nál} – beim Arzt
  • orvoshoz {orvos·hoz} – zum Arzt
  • szállodahoz {szálloda·hoz} – zum Hotel, am Hotel (ankommen)
  • szállodába {szállodá·ba} – ins Hotel, im Hotel (ankommen)
  • ebben – in diesem
  • cég – Firma
  • érkezem – ich komme an
  • megérkeztünk {meg·érkez·tünk} – wir sind angekommen
  • szálloda – Hotel

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11.Zeitangaben

Nyáron sokat utazom. – Im Sommer reise ich viel.

Hatkor indul a vonat. – Um sechs fährt der Zug ab.

Hétkor találkozunk. – Wir treffen uns um sieben.

Hétfőn dolgozom. – Am Montag arbeite ich.

Májusban születtem. – Ich bin im Mai geboren.

Két nap múlva jövök. – Ich komme in zwei Tagen.

Zeitangaben folgen weder dem deutschen noch dem ungarischen Raumgebrauch. Deutsches „im“ steht bei Monat und Jahreszeit; ungarisch hat der Monat „-ban” (májusban), der Sommer aber „-n” (nyáron). Die vier Jahreszeiten verteilen sich auf zwei Suffixe: nyáron, télen, aber tavasszal, ősszel (aus tavasz, ősz + „-val”/„-vel”). Uhrzeiten stehen auf „-kor” (hatkor), Wochentage auf „-n” (hétfőn), die Frist „in zwei Tagen“ mit der Postposition múlva. Auch das Englische ist hier uneinheitlich: in summer, on Monday, at six.

DeutschUngarischForm
im Sommernyáron {nyár·on}„-on”
im Wintertélen {tél·en}„-en”
im Frühlingtavasszal„-val”
im Herbstősszel„-vel”
im Maimájusban {május·ban}„-ban”
am Montaghétfőn {hétfő·n}„-n”
um sechshatkor {hat·kor}„-kor”
in zwei Tagenkét nap múlvaPostposition

Wortschatz

  • nyáron {nyár·on} – im Sommer
  • télen {tél·en} – im Winter
  • tavasszal – im Frühling
  • ősszel – im Herbst
  • májusban {május·ban} – im Mai
  • hétfőn {hétfő·n} – am Montag
  • hatkor {hat·kor} – um sechs
  • hétkor {hét·kor} – um sieben
  • két nap múlva – in zwei Tagen
  • indul – fährt ab
  • találkozunk – wir treffen uns
  • születtem – ich bin geboren

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12.„mit“ als Merkmal

Annával beszélgetek. – Ich unterhalte mich mit Anna.

A piros táskás nő integet. – Die Frau mit der roten Tasche winkt.

Tejes kávét kérek. – Ich möchte einen Kaffee mit Milch.

Erkélyes szobát foglaltunk. – Wir haben ein Zimmer mit Balkon gebucht.

Szándékosan tette. – Er hat es mit Absicht getan.

Ein deutsches „mit“, das kein Mittel und keine Begleitung nennt, sondern ein Merkmal, wird nicht mit „-val”/„-vel” übersetzt. Dafür bildet das Ungarische ein Adjektiv auf „-s” („-as”/„-es”/„-os”/„-ös”) und stellt es vor das Nomen: táskás nő „Frau mit Tasche“, tejes kávé „Kaffee mit Milch“, erkélyes szoba „Zimmer mit Balkon“. táskás ist ein Adjektiv, kein Kasus; ein Suffix der Ableitung (képző), keines der Beugung. „mit Absicht“ ist ein Adverb auf „-an”: szándékosan. Englisch zeigt dasselbe Bildungsmuster in bearded man „Mann mit Bart“, Latein in barbatus.

táskás {táskás} nő – Tasche – -ig: Frau mit Tasche tejes {tejes} kávé – Milch – -ig: Milchkaffee erkélyes {erkélyes} szoba – Balkon – -ig: Zimmer mit Balkon

Wortschatz

  • Annával {Anná·val} – mit Anna
  • beszélgetek – ich unterhalte mich
  • táskás {táskás} – mit Tasche
  • tejes {tejes} – mit Milch, Milch-
  • erkélyes {erkélyes} – mit Balkon
  • szándékosan {szándékos·an} – mit Absicht, absichtlich
  • integet – winkt
  • kérek – ich bitte um, ich möchte
  • foglaltunk {foglal·tunk} – wir haben gebucht
  • tette {tett·e} – er hat es getan

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