4.1.3 Kasussuffix und Satzgliedfunktion

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4.1.3 Kasussuffix und Satzgliedfunktion

An einem Satzteil lassen sich drei Dinge unterscheiden: die Form (welches Suffix er trägt), die Funktion im Satz (Subjekt, Objekt, Umstandsbestimmung …) und die Bedeutung (Empfänger, Werkzeug, Ort, Thema …). In A diák ceruzával ír. – Der Schüler schreibt mit einem Bleistift – hat ceruzával die Form „-val”, ist Umstandsbestimmung und nennt das Werkzeug. Die drei Ebenen hängen zusammen, fallen aber nicht immer eins zu eins zusammen.

1.Subjekt und Prädikat

A diák olvas. – Der Schüler liest.

A gyerek alszik. – Das Kind schläft.

Anna dolgozik. – Anna arbeitet.

Esik az eső. – Es regnet. (wörtlich: Es fällt der Regen.)

Péter tanár. – Péter ist Lehrer.

Das Subjekt, ungarisch alany, steht in der Grundform, ohne Kasussuffix: a diák, a gyerek, Anna, az eső. Das Prädikat, állítmány, ist meist ein Verb: olvas, alszik, dolgozik.

Im letzten Satz stehen zwei Substantive in der Grundform. Péter ist Subjekt, tanár ist Prädikat. Die Form allein entscheidet also nicht, welches Satzglied vorliegt; die Grundform ist die Form des Subjekts und des nominalen Prädikats (→ 4.2.3). Ein Subjekt kann ganz fehlen, wenn das Verb die Person ausdrückt: Olvasok. – Ich lese (→ 4.2.2).

SatzteilFormFunktion
a diák – der SchülerGrundformSubjekt
olvas – liestVerbPrädikat
Péter – PéterGrundformSubjekt
tanár – LehrerGrundformPrädikat

Wortschatz

  • diák – Schüler, Schülerin
  • olvas – liest
  • gyerek – Kind
  • alszik – schläft
  • dolgozik – arbeitet
  • eső – Regen
  • esik – fällt
  • tanár – Lehrer
  • olvasok {olvas·ok} – ich lese

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2.Das direkte Objekt auf -t

A diák egy levelet olvas. – Der Schüler liest einen Brief.

A tanár egy kérdést tesz fel. – Der Lehrer stellt eine Frage.

A tanár könyvet keres. – Der Lehrer sucht ein Buch.

A gyerek egy almát eszik. – Das Kind isst einen Apfel.

Péter látja Annát. – Péter sieht Anna.

Anna látja Pétert. – Anna sieht Péter.

Das direkte Objekt, tárgy, trägt das Suffix „-t”, je nach Wort mit Bindevokal: kérdést, levelet, könyvet, almát. Diese Form heißt Akkusativ. In den beiden letzten Sätzen tauschen Anna und Péter die Rollen; nur das „-t” zeigt, wer sieht und wer gesehen wird.

Weil das Suffix die Funktion trägt, ist die Wortstellung frei. Auch das Deutsche erlaubt das, solange der Artikel den Kasus zeigt:

A tanárt látja a diák. – Den Lehrer sieht der Schüler.

Das „-t” bezeichnet die Funktion, nicht eine bestimmte Bedeutung. Der Apfel in almát eszik wird verändert, der Brief in levelet olvas nicht, und Anna in látja Annát merkt vom Sehen womöglich nichts. Objekt sind alle drei.

→levél – Brief→levelet – Brief (als Objekt)

→alma – Apfel→almát – Apfel (als Objekt)

→Péter – Péter→Pétert – Péter (als Objekt)

Wortschatz

  • levél – Brief
  • levelet {level·et} – Brief (Akkusativ)
  • kérdés – Frage
  • kérdést {kérdés·t} – Frage (Akkusativ)
  • könyvet {könyv·et} – Buch (Akkusativ)
  • almát {almá·t} – Apfel (Akkusativ)
  • Annát {Anná·t} – Anna (Akkusativ)
  • Pétert {Péter·t} – Péter (Akkusativ)
  • tanárt {tanár·t} – Lehrer (Akkusativ)
  • keres – sucht
  • eszik – isst
  • látja – sieht (ihn, sie, es)
  • feltesz egy kérdést – stellt eine Frage

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3.Empfänger und Objekt im selben Satz

A tanár a diáknak ad egy könyvet. – Der Lehrer gibt dem Schüler ein Buch.

Péter Évának ad egy almát. – Péter gibt Éva einen Apfel.

Anna a diáknak ad egy füzetet. – Anna gibt dem Schüler ein Heft.

Anna a tanárnak válaszol. – Anna antwortet dem Lehrer.

Péter a gyereknek mesél. – Péter erzählt dem Kind etwas.

Bei ad „geben“ stehen zwei Ergänzungen nebeneinander: das Gegebene im Akkusativ („-t”) und der Empfänger auf „-nak/-nek”. Die Form „-nak/-nek” heißt Dativ; ihre Bedeutung ist hier der Empfänger. Bei válaszol „antworten“ und mesél „erzählen“ verlangt das Verb dieselbe Form für den Angesprochenen.

Der Satzbauplan lautet: Subjekt + Empfänger auf „-nak/-nek” + Objekt auf „-t” + Verb. Die Reihenfolge ist frei; das Deutsche drückt dasselbe mit Dativ und Akkusativ aus: „dem Schüler ein Buch“.

SatzteilFormFunktionBedeutung
a tanár – der LehrerGrundformSubjektGebender
a diáknak – dem Schüler„-nak”ErgänzungEmpfänger
egy könyvet – ein Buch„-t”direktes ObjektGegebenes
ad – gibtVerbPrädikatHandlung

Wortschatz

  • ad – gibt
  • diáknak {diák·nak} – dem Schüler
  • Évának {Évá·nak} – Éva (Dativ)
  • tanárnak {tanár·nak} – dem Lehrer
  • gyereknek {gyerek·nek} – dem Kind
  • füzet – Heft
  • füzetet {füzet·et} – Heft (Akkusativ)
  • könyvet {könyv·et} – Buch (Akkusativ)
  • válaszol – antwortet
  • mesél – erzählt

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4.Ortsangaben

A diák a szobában tanul. – Der Schüler lernt im Zimmer.

Anna a kertben dolgozik. – Anna arbeitet im Garten.

A könyv az asztalon fekszik. – Das Buch liegt auf dem Tisch.

A gyerek az iskolába siet. – Das Kind eilt in die Schule.

A tanár a táblára ír. – Der Lehrer schreibt an die Tafel.

A diák az orvoshoz megy. – Der Schüler geht zum Arzt.

An a szobában sind die drei Ebenen getrennt zu benennen. Form: Suffix „-ban” (Inessiv). Funktion: Ortsbestimmung, eine Art der Umstandsbestimmung (határozó). Bedeutung: Innenraum, in dem gelernt wird. Die übrigen Sätze zeigen andere Formen mit derselben Funktion: „-on” für die Oberfläche, „-ba” und „-ra” für das Ziel, „-hoz” für das Ziel bei einer Person.

Die räumlichen Kasus im Einzelnen behandeln die Kapitel 4.5 bis 4.8; ihre Einteilung folgt in 4.1.4.

SatzteilFormFunktionBedeutung
a szobában – im Zimmer„-ban”OrtsbestimmungInnenraum
az asztalon – auf dem Tisch„-on”OrtsbestimmungOberfläche
az iskolába – in die Schule„-ba”OrtsbestimmungZiel (hinein)
a táblára – an die Tafel„-ra”OrtsbestimmungZiel (auf eine Fläche)
az orvoshoz – zum Arzt„-hoz”OrtsbestimmungZiel (zu einer Person)

Wortschatz

  • szoba – Zimmer
  • szobában {szobá·ban} – im Zimmer
  • kertben {kert·ben} – im Garten
  • asztalon {asztal·on} – auf dem Tisch
  • iskolába {iskolá·ba} – in die Schule
  • táblára {táblá·ra} – an die Tafel
  • orvoshoz {orvos·hoz} – zum Arzt
  • tanul – lernt
  • fekszik – liegt
  • siet – eilt
  • ír – schreibt
  • megy – geht

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5.Werkzeug und Mittel

A diák ceruzával ír. – Der Schüler schreibt mit einem Bleistift.

Péter autóval jár dolgozni. – Péter fährt mit dem Auto zur Arbeit.

Anna késsel vágja a kenyeret. – Anna schneidet das Brot mit dem Messer.

A gyerek kanállal eszik. – Das Kind isst mit dem Löffel.

Form: „-val/-vel”, dessen v sich einem vorangehenden Konsonanten angleicht (késsel, kanállal). Funktion: Umstandsbestimmung. Bedeutung: Werkzeug oder Mittel, mit dem die Handlung ausgeführt wird; bei autóval das Verkehrsmittel. Dieselbe Form hat noch andere Bedeutungen (→ 4.10).

→ceruza – Bleistift→ceruzával – mit dem Bleistift

→kés – Messer→késsel – mit dem Messer

Wortschatz

  • ceruza – Bleistift
  • ceruzával {ceruzá·val} – mit dem Bleistift
  • autó – Auto
  • autóval {autó·val} – mit dem Auto
  • kés – Messer
  • késsel {kés·sel} – mit dem Messer
  • kanál – Löffel
  • kanállal {kanál·lal} – mit dem Löffel
  • vág – schneidet
  • kenyér – Brot
  • jár dolgozni – fährt (regelmäßig) zur Arbeit

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6.Das Thema eines Gesprächs

A tanár a munkáról beszél. – Der Lehrer spricht über die Arbeit.

Anna a könyvről mesél. – Anna erzählt von dem Buch.

Miről beszélgetnek? – Worüber unterhalten sie sich?

Péter az utazásról ír. – Péter schreibt über die Reise.

Form: „-ról/-ről” (Delativ), räumlich „von einer Oberfläche herab“. Hier hat es keine räumliche Bedeutung, sondern nennt das Thema: worüber gesprochen, erzählt oder geschrieben wird. Funktion: Ergänzung, die von Verben wie beszél „sprechen“ verlangt wird. Wörterbücher führen solche Verben mit ihrer Ergänzung auf:

beszél valamiről – spricht über etwas mesél valamiről – erzählt von etwas

Eine solche verlangte Ergänzung heißt vonzat (→ 4.15).

Satzteil aus den BeispielenFormFunktionBedeutung
a diák – der SchülerGrundformSubjektLesender
egy levelet – einen BriefAkkusativdirektes ObjektGelesenes
a diáknak – dem SchülerDativErgänzungEmpfänger
a szobában – im ZimmerInessivOrtsbestimmungOrt des Lernens
ceruzával – mit dem BleistiftInstrumentalUmstandsbestimmungWerkzeug
a munkáról – über die ArbeitDelativverlangte ErgänzungGesprächsthema

Wortschatz

  • munka – Arbeit
  • munkáról {munká·ról} – über die Arbeit
  • könyvről {könyv·ről} – über das Buch, von dem Buch
  • miről {mi·ről} – worüber
  • utazás – Reise
  • utazásról {utazás·ról} – über die Reise
  • beszél – spricht
  • beszélget – unterhält sich
  • mesél – erzählt

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7.Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Satzteil hat eine Form (Suffix), eine Funktion (Satzglied) und eine Bedeutung (Rolle im Geschehen).
  • Subjekt in der Grundform: A diák olvas. Die Grundform kann auch Prädikat sein: Péter tanár.
  • Direktes Objekt auf „-t”: levelet olvas; das Suffix, nicht die Wortstellung, zeigt das Objekt.
  • Empfänger auf „-nak/-nek”: a diáknak ad egy könyvet.
  • Orts-, Mittel- und Themenangaben tragen eigene Kasussuffixe: szobában, ceruzával, munkáról.
  • Eine Form legt nicht in jedem Satz genau eine Funktion oder Bedeutung fest.

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Vertiefung

8.Akkusativ als Zeitangabe

Egy órát várok. – Ich warte eine Stunde.

Egy órát javítok. – Ich repariere eine Uhr.

Egy hetet pihenek. – Ich ruhe mich eine Woche aus.

Két órát aludtam. – Ich habe zwei Stunden geschlafen.

Három kilométert futok. – Ich laufe drei Kilometer.

Die ersten beiden Sätze enthalten dieselbe Form egy órát. Bei javít „reparieren“ ist sie direktes Objekt, óra bedeutet „Uhr“. Bei vár „warten“ nennt sie die Dauer, óra bedeutet „Stunde“. Erst das Verb und der Zusammenhang entscheiden über Funktion und Bedeutung. Auch egy hetet und három kilométert sind kein Gegenstand einer Handlung, sondern ein Umfang (→ 4.3.7).

Das Deutsche kennt denselben Akkusativ der Dauer: „Ich warte den ganzen Tag“, „Er blieb einen Monat“. Im Lateinischen steht die Zeitdauer ebenfalls im Akkusativ (multos annos vixit – er lebte viele Jahre), im Russischen ebenso (всю ночь – die ganze Nacht).

SatzórátFunktionBedeutung
Egy órát várok. – Ich warte eine Stunde.AkkusativZeitangabeDauer
Egy órát javítok. – Ich repariere eine Uhr.Akkusativdirektes ObjektReparierter Gegenstand

Wortschatz

  • óra – Stunde; Uhr
  • órát {órá·t} – Stunde, Uhr (Akkusativ)
  • várok {vár·ok} – ich warte
  • javítok {javít·ok} – ich repariere
  • hét – Woche; sieben
  • hetet {het·et} – Woche (Akkusativ)
  • pihenek {pihen·ek} – ich ruhe mich aus
  • aludtam – ich habe geschlafen
  • kilométert {kilométer·t} – Kilometer (Akkusativ)
  • futok {fut·ok} – ich laufe

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9.-nak/-nek: Empfänger oder Besitzer

A tanárnak adok egy ajándékot. – Ich gebe dem Lehrer ein Geschenk.

A tanárnak a könyve itt van. – Das Buch des Lehrers ist hier.

A gyereknek a cipője kicsi. – Der Schuh des Kindes ist klein.

Főzök a gyereknek. – Ich koche für das Kind.

Dreimal dieselbe Form auf „-nak/-nek”, dreimal eine andere Funktion. Im ersten Satz ist a tanárnak Ergänzung zu ad und nennt den Empfänger. Im zweiten gehört es zu a könyve „sein Buch“ und nennt den Besitzer; das Besitzwort trägt dabei das Besitzsuffix (könyve, cipője). Im vierten nennt es die Person, zu deren Gunsten gehandelt wird. Den Ausschlag geben das Verb und das Besitzsuffix am folgenden Wort (→ 4.4, 6.6).

Ein ähnliches Nebeneinander kennt das Deutsche umgangssprachlich: „dem Lehrer sein Buch“ mit Dativ für den Besitzer.

Wortschatz

  • tanárnak {tanár·nak} – dem Lehrer; des Lehrers
  • gyereknek {gyerek·nek} – dem Kind; für das Kind
  • ajándék – Geschenk
  • ajándékot {ajándék·ot} – Geschenk (Akkusativ)
  • könyve {könyv·e} – sein, ihr Buch
  • cipő – Schuh
  • cipője {cipő·je} – sein, ihr Schuh
  • kicsi – klein
  • főzök {főz·ök} – ich koche
  • adok {ad·ok} – ich gebe

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10.-val/-vel: Mittel oder Begleitung

Tollal írok egy üzenetet. – Ich schreibe mit einem Stift eine Nachricht.

A barátommal írok egy levelet. – Ich schreibe mit meinem Freund einen Brief.

Busszal megyek. – Ich fahre mit dem Bus.

Péterrel megyek. – Ich gehe mit Péter.

Form und Funktion sind gleich, die Bedeutung nicht: tollal und busszal nennen das Mittel, a barátommal und Péterrel die Begleitung. Entscheidend ist, ob ein Gegenstand oder eine Person gemeint ist. Das deutsche „mit“, englisch with, französisch avec und spanisch con decken ebenfalls beides ab. Das Lateinische trennt: Das Mittel steht im bloßen Ablativ (stilo scribo – ich schreibe mit dem Griffel), die Begleitung mit cum (cum amico – mit dem Freund). Ähnlich das Russische: bloßer Instrumental für das Mittel (карандашом – mit dem Bleistift), с + Instrumental für die Begleitung (с другом – mit dem Freund).

Wortschatz

  • toll – Stift, Feder
  • tollal {toll·al} – mit dem Stift
  • üzenet – Nachricht
  • üzenetet {üzenet·et} – Nachricht (Akkusativ)
  • barát – Freund
  • barátommal {barát·om·mal} – mit meinem Freund
  • busz – Bus
  • busszal {bus·szal} – mit dem Bus
  • Péterrel {Péter·rel} – mit Péter
  • megyek {megy·ek} – ich gehe, ich fahre

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11.-ról/-ről: Ausgangspunkt oder Thema

A polcról leesik egy könyv. – Vom Regal fällt ein Buch herunter.

A polcról beszél a tanár. – Der Lehrer spricht über das Regal.

Leveszem a könyvet az asztalról. – Ich nehme das Buch vom Tisch.

Az ajtóról beszélgetünk. – Wir unterhalten uns über die Tür.

Im ersten und dritten Satz ist „-ról”/„-ről” räumlich: Ausgangspunkt einer Bewegung von einer Oberfläche weg. Im zweiten und vierten nennt es das Gesprächsthema. Ein Kasus hat also nicht nur eine Bedeutung, und eine Bedeutung kann in verschiedenen Kasus erscheinen.

Dieselbe Übertragung vom Raum auf das Thema zeigt lateinisch de: de muro – von der Mauer herab, de bello – über den Krieg. Auch französisch parler de, spanisch hablar de und deutsch „sprechen von“ verbinden das Thema mit einem Wort der Herkunft.

Wortschatz

  • polc – Regal
  • polcról {polc·ról} – vom Regal; über das Regal
  • leesik – fällt herunter
  • leveszem – ich nehme herunter
  • asztalról {asztal·ról} – vom Tisch
  • ajtó – Tür
  • ajtóról {ajtó·ról} – über die Tür
  • beszélgetünk {beszélget·ünk} – wir unterhalten uns

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12.Vom Verb verlangte Kasus

A gyerek a kutyától fél. – Das Kind hat Angst vor dem Hund.

A diák a tanárra vár. – Der Schüler wartet auf den Lehrer.

Anna a nyárra gondol. – Anna denkt an den Sommer.

Péter a barátjában bízik. – Péter vertraut seinem Freund.

Minden az időtől függ. – Alles hängt vom Wetter ab.

Hier ist der Kasus vom Verb festgelegt. fél „sich fürchten“ verlangt „-tól/-től”, vár „warten“ und gondol „denken“ verlangen „-ra/-re”, bízik „vertrauen“ verlangt „-ban/-ben”. Die räumliche Grundbedeutung des Suffixes spielt dabei keine Rolle: Der Hund ist kein Ausgangspunkt einer Bewegung, der Freund kein Innenraum. Der Kasus gehört zum Verb und wird mit ihm zusammen gelernt (→ 4.15).

Die Verbindung von Furcht und Herkunft findet sich auch anderswo: englisch afraid of, französisch avoir peur de, spanisch tener miedo de; russisch бояться verlangt den Genitiv (бояться собаки).

Wortschatz

  • kutya – Hund
  • kutyától {kutyá·tól} – vor dem Hund
  • fél – fürchtet sich, hat Angst
  • vár – wartet
  • tanárra {tanár·ra} – auf den Lehrer
  • gondol – denkt
  • nyár – Sommer
  • nyárra {nyár·ra} – an den Sommer
  • bízik – vertraut
  • barátjában {barát·já·ban} – seinem Freund (vertrauen)
  • függ – hängt ab
  • idő – Wetter; Zeit
  • időtől {idő·től} – vom Wetter

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13.Eine Funktion, viele Formen

A diák a szobában tanul. – Der Schüler lernt im Zimmer.

A diák a ház előtt tanul. – Der Schüler lernt vor dem Haus.

A diák itt tanul. – Der Schüler lernt hier.

A diák januárban vizsgázik. – Der Schüler hat im Januar Prüfung.

A diák hétfőn vizsgázik. – Der Schüler hat am Montag Prüfung.

Die Beziehung gilt auch in der Gegenrichtung nicht eins zu eins. Eine Ortsbestimmung kann ein Kasussuffix (a szobában), eine Postposition (a ház előtt, → Kapitel 5) oder ein Adverb (itt) sein. Und „-ban” ist im vierten Satz keine Orts-, sondern eine Zeitbestimmung: januárban „im Januar“. Auch „-n” nennt bei hétfőn einen Zeitpunkt, keine Oberfläche.

AusdruckFormFunktion
a szobában – im ZimmerKasussuffix „-ban”Ortsbestimmung
a ház előtt – vor dem HausPostpositionOrtsbestimmung
itt – hierAdverbOrtsbestimmung
januárban – im JanuarKasussuffix „-ban”Zeitbestimmung
hétfőn – am MontagKasussuffix „-n”Zeitbestimmung

Wortschatz

  • ház – Haus
  • a ház előtt – vor dem Haus
  • itt – hier
  • január – Januar
  • januárban {január·ban} – im Januar
  • hétfő – Montag
  • hétfőn {hétfő·n} – am Montag
  • vizsgázik – legt eine Prüfung ab

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14.Fachbegriffe

mondatrész {mondat·RÉSZ} – Satz·TEIL(Satzglied) alany – Subjekt, Satzgegenstand állítmány {állítMÁNY} – behaupten·UNG(Prädikat, Satzaussage) tárgy – Gegenstand: Objekt határozó {határozÓ} – bestimmen·END(Umstandsbestimmung, Adverbial) jelző – Attribut, Beifügung vonzat {vonzAT} – anziehen·UNG(Rektion, verlangte Ergänzung)

Die ungarischen Satzgliednamen sind überwiegend junge Bildungen aus ungarischen Wörtern. alany ist aus al- „unter“ gebildet, nach dem Vorbild von lateinisch subiectum „das Daruntergelegte“. állítmány kommt von állít „behaupten“ und entspricht lateinisch praedicatum „das Ausgesagte“. határozó ist das Partizip von határoz „bestimmen“, das seinerseits von határ „Grenze“ abgeleitet ist; jelző gehört zu jelez „kennzeichnen“ und jel „Zeichen“. vonzat ist von vonz „anziehen“ gebildet: Das Verb „zieht“ seinen Kasus an.

tárgy hat eine längere Geschichte. Es stammt aus altfranzösisch targe „Schild“, bedeutete im Ungarischen lange „Schild“, dann „Zielscheibe“ und seit dem 18. Jahrhundert „Ziel einer Tätigkeit, Gegenstand“. Dieselbe Entwicklung vom Schild zum Ziel zeigt englisch target. Lateinisch obiectum bedeutet „das Entgegengeworfene“.

Wortschatz

  • mondatrész {mondat·rész} – Satzglied
  • mondat – Satz
  • rész – Teil
  • alany – Subjekt
  • állítmány {állítmány} – Prädikat
  • állít – behauptet
  • tárgy – Objekt; Gegenstand
  • határozó {határozó} – Umstandsbestimmung, Adverbial
  • határ – Grenze
  • jelző – Attribut
  • jel – Zeichen
  • vonzat {vonzat} – Rektion
  • vonz – zieht an

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