4.1.4 Kasus mit räumlicher Grundbedeutung
Neun Kasus bezeichnen räumliche Beziehungen. Sie ergeben sich aus drei Bezugsräumen – innen, Oberfläche, Nähe – und drei Richtungsfragen: hol? „wo?“, hová? „wohin?“, honnan? „woher?“. Jede Zelle dieses Rasters hat eine eigene Endung: házban, házba, házból.
1.Wo? – im Innern
A kulcs a dobozban van. – Der Schlüssel ist in der Schachtel.
A gyerekek a kertben játszanak. – Die Kinder spielen im Garten.
Anna a házban van. – Anna ist im Haus.
Péter a szobában olvas. – Péter liest im Zimmer.
Hol van a kulcs? – A dobozban. – Wo ist der Schlüssel? – In der Schachtel.
Die Endung „-ban”/„-ben” bezeichnet den Ort im Innern eines Raums oder Behälters. Sie antwortet auf hol? „wo?“. Ob der Satz eine Bewegung enthält, spielt keine Rolle: Entscheidend ist allein, dass sich etwas innerhalb des Bezugsraums befindet. Die Form mit a steht nach hinteren Vokalen, die mit e nach vorderen.
dobozban {doboz·BAN} – Schachtel·IN(in der Schachtel) kertben {kert·BEN} – Garten·IN(im Garten)Die Endung „-ban”/„-ben” gilt als Rest des Substantivs bél „Darm; das Innere“, das noch in belül „innen“ und bele „hinein“ steckt. Der lateinische Name Inessiv (casus inessivus) ist aus in „in“ und esse „sein“ gebildet: „darin sein“.
Wortschatz
- hol? – wo?
- dobozban {doboz·ban} – in der Schachtel
- kertben {kert·ben} – im Garten
- házban {ház·ban} – im Haus
- szobában {szobá·ban} – im Zimmer
- doboz – Schachtel
- kert – Garten
- ház – Haus
- szoba – Zimmer
- kulcs – Schlüssel
- játszanak {játsz·anak} – sie spielen
- olvas – liest
2.Wohin? – ins Innere
A dobozba teszem a kulcsot. – Ich lege den Schlüssel in die Schachtel.
A kertbe viszem a széket. – Ich trage den Stuhl in den Garten.
Bemegyek a házba. – Ich gehe ins Haus hinein.
Hová mész? – A boltba. – Wohin gehst du? – In den Laden.
Das Ziel einer Bewegung ins Innere steht mit „-ba”/„-be” und antwortet auf hová? „wohin?“ (daneben gleichwertig hova?). Das Deutsche unterscheidet hier mit dem Kasus nach derselben Präposition: „im Haus“ (Dativ) – „ins Haus“ (Akkusativ). Das Ungarische unterscheidet mit zwei verschiedenen Endungen.
→ház – Haus→házban – im Haus→házba – ins Haus
Der Name Illativ geht auf lateinisch illatus zurück, das Partizip zu inferre „hineintragen“.
Wortschatz
- hová?, hova? – wohin?
- dobozba {doboz·ba} – in die Schachtel
- kertbe {kert·be} – in den Garten
- házba {ház·ba} – ins Haus
- boltba {bolt·ba} – in den Laden
- bolt – Laden, Geschäft
- teszem {tesz·em} – ich lege, ich stelle
- viszem {visz·em} – ich trage, ich bringe
- bemegyek {be·megy·ek} – ich gehe hinein
- szék – Stuhl
3.Woher? – aus dem Innern
A dobozból veszem ki a kulcsot. – Ich nehme den Schlüssel aus der Schachtel heraus.
A kertből jön a gyerek. – Das Kind kommt aus dem Garten.
Kijövök a házból. – Ich komme aus dem Haus heraus.
Honnan jössz? – Az iskolából. – Woher kommst du? – Aus der Schule.
Die Herkunft aus einem Innenraum steht mit „-ból”/„-ből” und antwortet auf honnan? „woher?“. Damit ist die erste Reihe vollständig: drei Endungen für denselben Bezugsraum, je eine für Ort, Ziel und Herkunft.
→házban – im Haus→házba – ins Haus→házból – aus dem Haus
Elativ kommt von lateinisch elatus, dem Partizip zu efferre „heraustragen“.
Wortschatz
- honnan? – woher?
- dobozból {doboz·ból} – aus der Schachtel
- kertből {kert·ből} – aus dem Garten
- házból {ház·ból} – aus dem Haus
- iskolából {iskolá·ból} – aus der Schule
- iskola – Schule
- kiveszem {ki·vesz·em} – ich nehme heraus
- kijövök {ki·jöv·ök} – ich komme heraus
- jön – kommt
4.Auf der Oberfläche
A könyv a polcon van. – Das Buch liegt auf dem Regal.
A polcra teszem a füzetet. – Ich lege das Heft auf das Regal.
A polcról veszem le a füzetet. – Ich nehme das Heft vom Regal herunter.
A macska a széken alszik. – Die Katze schläft auf dem Stuhl.
A székről felállok. – Ich stehe vom Stuhl auf.
A labda a földön van. – Der Ball liegt auf dem Boden.
A madár a fán ül. – Der Vogel sitzt auf dem Baum.
A macska leugrik az asztalról. – Die Katze springt vom Tisch herunter.
Die zweite Reihe bezieht sich auf eine Fläche. Ort: „-n”/„-on”/„-en”/„-ön”, Ziel: „-ra”/„-re”, Herkunft: „-ról”/„-ről”. Die kurze Form „-n” steht nach Vokal (autón, fán), die anderen nach Konsonant, je nach Vokalharmonie. Was im Deutschen „auf“ heißt, steht meist in dieser Reihe; der Baum, auf dem ein Vogel sitzt, gilt ebenso als Fläche wie der Tisch.
→asztalon – auf dem Tisch→asztalra – auf den Tisch→asztalról – vom Tisch
Das Deutsche hat für die Herkunft nur „von“ und unterscheidet nicht, ob man von einer Fläche oder von einer Person kommt. Das Ungarische trennt az asztalról „vom Tisch“ von a tanártól „vom Lehrer“.
Wortschatz
- polcon {polc·on} – auf dem Regal
- polcra {polc·ra} – auf das Regal
- polcról {polc·ról} – vom Regal
- asztalon {asztal·on} – auf dem Tisch
- asztalra {asztal·ra} – auf den Tisch
- asztalról {asztal·ról} – vom Tisch
- széken {szék·en} – auf dem Stuhl
- székről {szék·ről} – vom Stuhl
- földön {föld·ön} – auf dem Boden
- fán {fá·n} – auf dem Baum
- autón {autó·n} – auf dem Auto
- polc – Regal
- füzet – Heft
- madár – Vogel
- leugrik {le·ugr·ik} – springt herunter
- felállok {fel·áll·ok} – ich stehe auf
5.In der Nähe
A tanárhoz sietek. – Ich eile zum Lehrer.
A tanárnál várok. – Ich warte beim Lehrer.
A tanártól jövök. – Ich komme vom Lehrer.
Az ajtónál állok. – Ich stehe an der Tür.
Az ajtóhoz lépek. – Ich trete an die Tür.
Az ajtótól az ablakig sétálok. – Ich gehe von der Tür bis zum Fenster.
Holnap orvoshoz megyek. – Morgen gehe ich zum Arzt.
Péter a fodrásznál ül. – Péter sitzt beim Friseur.
Die dritte Reihe bezeichnet die Nähe zu einem Bezugspunkt, ohne in ihn einzudringen oder auf ihm zu liegen. Ort: „-nál”/„-nél”, Ziel: „-hoz”/„-hez”/„-höz”, Herkunft: „-tól”/„-től”. Eine Person ist kein Innenraum und keine Fläche; zu Personen gehört daher diese Reihe. Nähe ist dabei keine gemessene Entfernung: a fodrásznál heißt „im Salon des Friseurs“, az orvosnál „in der Praxis des Arztes“. Die Endung „-ig” „bis“ gehört nicht zum Neunerraster (→ 4.5).
→tanárnál – beim Lehrer→tanárhoz – zum Lehrer→tanártól – vom Lehrer
Die dreiförmige Endung „-hoz”/„-hez”/„-höz” richtet sich auch nach der Lippenrundung: sofőrhöz „zum Fahrer“, pékhez „zum Bäcker“, orvoshoz „zum Arzt“.
Wortschatz
- tanárnál {tanár·nál} – beim Lehrer
- tanárhoz {tanár·hoz} – zum Lehrer
- tanártól {tanár·tól} – vom Lehrer
- ajtónál {ajtó·nál} – an der Tür
- ajtóhoz {ajtó·hoz} – an die Tür
- ajtótól {ajtó·tól} – von der Tür
- orvoshoz {orvos·hoz} – zum Arzt
- fodrásznál {fodrász·nál} – beim Friseur
- pékhez {pék·hez} – zum Bäcker
- sofőrhöz {sofőr·höz} – zum Fahrer
- ablakig {ablak·ig} – bis zum Fenster
- siet – eilt
- vár – wartet
- lép – tritt, macht einen Schritt
- sétál – geht spazieren
6.Das Neunerraster
| Bezugsraum | hol? – wo? | hová? – wohin? | honnan? – woher? |
|---|---|---|---|
| innen | házban – im Haus | házba – ins Haus | házból – aus dem Haus |
| Oberfläche | asztalon – auf dem Tisch | asztalra – auf den Tisch | asztalról – vom Tisch |
| Nähe | tanárnál – beim Lehrer | tanárhoz – zum Lehrer | tanártól – vom Lehrer |
| Bezugsraum | Ort | Ziel | Herkunft |
|---|---|---|---|
| innen | Inessiv: „-ban”/„-ben” | Illativ: „-ba”/„-be” | Elativ: „-ból”/„-ből” |
| Oberfläche | Superessiv: „-n”/„-on”/„-en”/„-ön” | Sublativ: „-ra”/„-re” | Delativ: „-ról”/„-ről” |
| Nähe | Adessiv: „-nál”/„-nél” | Allativ: „-hoz”/„-hez”/„-höz” | Ablativ: „-tól”/„-től” |
Die ungarische Grammatik nennt die beiden Achsen des Rasters irányhármasság „Richtungsdreiheit“ (hol? – hová? – honnan?) und helyviszony „Ortsbeziehung“; unterschieden werden die innere (belső) und zwei äußere (külső) Ortsbeziehungen, eine engere (Oberfläche) und eine weitere (Nähe).
helyviszony {hely·VISZONY} – Ort·VERHÄLTNIS(Ortsbeziehung) irányhármasság {irány·HÁRMASság} – Richtung·DREIFACH·heit(Richtungsdreiheit)Die lateinischen Namen sind Bildungen der Sprachwissenschaft: -essivus zu esse „sein“ für den Ort, -lativus zu latus, dem Partizip von ferre „tragen“, für die Richtung. Die Vorsilben geben den Bezugsraum an: in „in“, e(x) „aus“, super „auf“, de „von … herab“, ad „bei, zu“, ab „von … weg“. Nur der Sublativ passt schlecht: sub heißt „unter“, die Endung „-ra”/„-re” aber „auf … hinauf“.
Auch die Endungen selbst zeigen das Raster. Im Ziel steckt ein altes Richtungszeichen „-a”/„-e” („-ba”, „-ra”), das noch in alá „unter (wohin)“, mellé „neben (wohin)“ erhalten ist; in der Herkunft ein altes „-l” „von … her“ („-ból”, „-ról”, „-tól”), wie in alól „unter … hervor“ und mellől „neben … weg“.
Das Deutsche drückt dieselben Unterschiede mit Präpositionen aus, teils mit Kasuswechsel, das Lateinische ebenso, das Russische mit drei Präpositionspaaren, die dem ungarischen Raster fast genau entsprechen:
| Bezugsraum | Deutsch | Latein | Russisch |
|---|---|---|---|
| innen | im Garten / in den Garten / aus dem Garten | in horto / in hortum / ex horto | в саду / в сад / из сада |
| Oberfläche | auf dem Tisch / auf den Tisch / vom Tisch | in mensa / in mensam / de mensa | на столе / на стол / со стола |
| Nähe | beim Arzt / zum Arzt / vom Arzt | apud medicum / ad medicum / a medico | у врача / к врачу / от врача |
Die einzelnen Reihen mit allen Formen: innen (→ 4.6), Oberfläche (→ 4.7), Nähe (→ 4.8), das ganze System (→ 4.5).
Wortschatz
- helyviszony {hely·viszony} – Ortsbeziehung
- irányhármasság {irány·hármasság} – Richtungsdreiheit
- hely – Ort
- irány – Richtung
- belső – innere
- külső – äußere
- hol? – wo?
- hová? – wohin?
- honnan? – woher?
- alá – unter (wohin)
- alól – unter … hervor
- mellé – neben (wohin)
- mellől – neben … weg
7.Das Wichtigste in Kürze
- Neun Endungen = drei Bezugsräume × drei Richtungsfragen.
- Innen: házban – házba – házból.
- Oberfläche: asztalon – asztalra – asztalról; nach Vokal nur „-n”.
- Nähe: tanárnál – tanárhoz – tanártól; Personen stehen in dieser Reihe.
- hol? fragt nach dem Ort, hová? nach dem Ziel, honnan? nach der Herkunft.
Vertiefung
8.Bewegung im Raum und in den Raum
A gyerek a szobában fut. – Das Kind läuft im Zimmer (umher).
A gyerek a szobába fut. – Das Kind läuft ins Zimmer.
A teremben sétál a tanár. – Der Lehrer geht im Saal umher.
A terembe siet a tanár. – Der Lehrer eilt in den Saal.
Megérkeztünk a szállodába. – Wir sind im Hotel angekommen.
Ein Bewegungsverb verlangt nicht von selbst die Zielform. Läuft jemand innerhalb des Zimmers, steht der Ort; nur wenn die Bewegung von außen hinein führt, steht das Ziel. Das Deutsche trifft dieselbe Unterscheidung mit „im“ und „ins“. Abweichend ist megérkezik „ankommen“: Es fasst das Ankommen als Erreichen eines Ziels auf und steht mit „-ba”/„-be”, das Deutsche mit „in“ und Dativ.
→szobában fut – läuft im Zimmer→szobába fut – läuft ins Zimmer
Wortschatz
- teremben {terem·ben} – im Saal
- terembe {terem·be} – in den Saal
- terem – Saal
- szállodába {szállodá·ba} – ins Hotel
- szálloda – Hotel
- fut – läuft
- megérkezik {meg·érkez·ik} – kommt an
9.Auf der Fläche und auf die Fläche
Az udvaron sétálok. – Ich gehe auf dem Hof spazieren.
Az udvarra megyek. – Ich gehe auf den Hof.
Az utcán sok ember van. – Auf der Straße sind viele Menschen.
Kimegyek az utcára. – Ich gehe auf die Straße hinaus.
Für die Oberflächenreihe gilt dasselbe: Bewegung innerhalb einer Fläche wie Hof, Straße, Feld (mező) steht im Superessiv, das Betreten der Fläche im Sublativ. Straßen gelten auch dort als Flächen, wo das Deutsche „in“ sagt: a Petőfi utcán „in der Petőfistraße“.
Wortschatz
- udvaron {udvar·on} – auf dem Hof
- udvarra {udvar·ra} – auf den Hof
- utcán {utcá·n} – auf der Straße
- utcára {utcá·ra} – auf die Straße
- udvar – Hof
- utca – Straße
- mező – Feld, Wiese
- kimegyek {ki·megy·ek} – ich gehe hinaus
10.Veranstaltungen und Ländernamen
A koncerten találkozunk. – Wir treffen uns beim Konzert.
A megbeszélésen ülök. – Ich sitze in der Besprechung.
Az órán figyelünk. – In der Stunde passen wir auf.
Magyarországon él a barátom. – Mein Freund lebt in Ungarn.
Németországban dolgozom. – Ich arbeite in Deutschland.
Budapesten lakunk, Anna Bécsben. – Wir wohnen in Budapest, Anna in Wien.
Nicht jede Endung folgt dem Raumbild. Veranstaltungen – Konzert, Sitzung, Unterrichtsstunde, Spiel – stehen in der Oberflächenreihe, obwohl sie in einem Gebäude stattfinden; das Gebäude selbst steht in der Innenreihe: a koncerten „beim Konzert“, aber a színházban „im Theater“. Bei Ländern und Städten entscheidet die Überlieferung: Magyarország und die meisten ungarischen Ortsnamen nehmen „-n”/„-on”/„-en”/„-ön”, fast alle ausländischen Namen „-ban”/„-ben” (→ 4.7). Die Richtungsformen folgen der jeweiligen Reihe: Budapestre „nach Budapest“, Bécsbe „nach Wien“.
Wortschatz
- koncerten {koncert·en} – beim Konzert
- megbeszélésen {megbeszélés·en} – in der Besprechung
- órán {órá·n} – in der (Unterrichts-)Stunde
- színházban {színház·ban} – im Theater
- Magyarországon {Magyarország·on} – in Ungarn
- Németországban {Németország·ban} – in Deutschland
- Budapesten {Budapest·en} – in Budapest
- Budapestre {Budapest·re} – nach Budapest
- Bécsben {Bécs·ben} – in Wien
- Bécsbe {Bécs·be} – nach Wien
- találkozunk {találkoz·unk} – wir treffen uns
- lakunk {lak·unk} – wir wohnen
11.Gleiche Endung, andere Aufgabe
A széken ül a gyerek. – Das Kind sitzt auf dem Stuhl.
A székre várok. – Ich warte auf den Stuhl.
A vonatra várok. – Ich warte auf den Zug.
A filmről beszélünk. – Wir sprechen über den Film.
Félek a kutyától. – Ich habe Angst vor dem Hund.
Dieselben Endungen erscheinen auch dort, wo das Verb sie verlangt und kein Ort gemeint ist. vár „warten“ steht mit „-ra”/„-re”, beszél „sprechen (über)“ mit „-ról”/„-ről”, fél „sich fürchten“ mit „-tól”/„-től”. Die Form ist dieselbe wie im Raumgebrauch, die Aufgabe eine andere: Ergänzung des Verbs statt Ortsangabe (→ 4.1.5).
Wortschatz
- vonatra {vonat·ra} – auf den Zug
- filmről {film·ről} – über den Film
- kutyától {kutyá·tól} – vor dem Hund
- vár – wartet
- beszél – spricht
- fél – fürchtet sich
12.Der Sonderfall Pécsett
Pécsett lakik a tanár. – Der Lehrer wohnt in Pécs.
Anna Pécsen tanul. – Anna studiert in Pécs.
Péter Győrött született. – Péter ist in Győr geboren.
Einige Städtenamen haben neben der regelmäßigen Form eine Ortsform auf „-t”/„-tt”: Pécsett neben Pécsen, Győrött neben Győrben, Vácott neben Vácon, Kolozsvárt und Kolozsvárott neben Kolozsváron. Es ist der Rest eines alten Lokativs, der auch in itt „hier“, ott „dort“, alatt „unter“ und felett „über“ steckt. Die Form ist nicht mehr produktiv und bildet keine zehnte Zelle im Raster; Ziel und Herkunft lauten auch bei diesen Namen Pécsre, Pécsről.
Wortschatz
- Pécsett {Pécs·ett} – in Pécs
- Pécsen {Pécs·en} – in Pécs
- Pécsre {Pécs·re} – nach Pécs
- Pécsről {Pécs·ről} – aus Pécs
- Győrött {Győr·ött} – in Győr
- Győrben {Győr·ben} – in Győr
- Vácott {Vác·ott} – in Vác
- Vácon {Vác·on} – in Vác
- itt – hier
- ott – dort
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