4.3.8 Endungsloses Objekt in besonderen Konstruktionen

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4.3.8 Endungsloses Objekt in besonderen Konstruktionen

Ein direktes Objekt kann ohne sichtbares „-t” stehen: bei engem „mich“ und téged „dich“ sowie bei Nomen mit dem Besitzzeichen „-m” oder „-d” (Keresem a kabátom. = Keresem a kabátomat. „Ich suche meinen Mantel.“). Kein sichtbares „-t” heißt in diesen Fällen nicht: kein Objekt.

1.engem und téged: Objektformen ohne -t

A tanár engem keres. – Der Lehrer sucht mich.

A vendég téged hív. – Der Gast ruft dich an.

Ki keres engem? – Wer sucht mich?

Anna téged vár a kapuban. – Anna wartet am Tor auf dich.

Péter őt keresi, nem engem. – Péter sucht ihn, nicht mich.

A szomszédok minket is meghívtak. – Die Nachbarn haben auch uns eingeladen.

Die Objektformen der Personalpronomen der 1. und 2. Person Singular enden nicht auf „-t”. Trotzdem sind sie eindeutig Objekt: Die Nominativformen lauten anders.

én – ich engem – mich te – du téged – dich

Ab der 3. Person ist das „-t” wieder sichtbar: őt „ihn, sie“, minket „uns“, titeket „euch“, őket „sie (Plural)“. Die ganze Reihe der Personalpronomen: (→ 7.1).

PersonNominativObjektformDeutsch
1. Sg.énengemmich
2. Sg.tetégeddich
3. Sg.őőtihn, sie
1. Pl.miminketuns
2. Pl.tititeketeuch
3. Pl.őkőketsie

Wortschatz

  • engem – mich
  • téged – dich
  • őt {ő·t} – ihn, sie
  • minket – uns
  • titeket – euch
  • tanár – Lehrer
  • vendég – Gast
  • keres – suchen
  • hív – rufen, anrufen
  • kapuban {kapu·ban} – am Tor
  • meghív {meg·hív} – einladen

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2.Besitzform mit -m: mein … als Objekt

Mosom a kezem. – Ich wasche meine Hand.

Mosom a kezemet. – Ich wasche meine Hand.

Keresem a kabátom. – Ich suche meinen Mantel.

Keresem a kabátomat. – Ich suche meinen Mantel.

Olvasom a könyvem. – Ich lese mein Buch.

Olvasom a könyvemet. – Ich lese mein Buch.

Fésülöm a hajam. – Ich kämme mein Haar.

Fésülöm a hajamat. – Ich kämme mein Haar.

Endet ein Nomen auf das Besitzzeichen „-m” (1. Person Singular, „mein“), kann das Akkusativ-„-t” wegfallen. Beide Sätze eines Paares sind richtig und bedeuten dasselbe. Die Form ohne „-t” ist in der gesprochenen Sprache sehr häufig, steht aber auch in sorgfältiger Schriftsprache.

→kéz – Hand→kezem – meine Hand→kezemet – meine Hand (Objekt)

→kabát – Mantel→kabátom – mein Mantel→kabátomat – meinen Mantel

→haj – Haar→hajam – mein Haar→hajamat – mein Haar (Objekt)

Das „-t” fehlt dabei ganz; Bindevokal und Endung entfallen zusammen. Die Besitzform selbst bleibt unverändert (Bildung der Besitzformen: (→ 6.2.1)).

kezemet {kez·EM·et} – Hand·MEIN·(AKKUSATIV)(meine Hand (als Objekt))

Wortschatz

  • kéz – Hand
  • kezem {kez·em} – meine Hand
  • kezemet {kez·em·et} – meine Hand (Objekt)
  • mos – waschen
  • mosom – ich wasche es
  • kabát – Mantel
  • kabátom {kabát·om} – mein Mantel
  • kabátomat {kabát·om·at} – meinen Mantel
  • könyv – Buch
  • könyvem {könyv·em} – mein Buch
  • olvas – lesen
  • haj – Haar
  • hajam {haj·am} – mein Haar
  • fésül – kämmen
  • fésülöm – ich kämme es

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3.Besitzform mit -d: dein … als Objekt

Fogom a kezed. – Ich halte deine Hand.

Fogom a kezedet. – Ich halte deine Hand.

Látom a kabátod. – Ich sehe deinen Mantel.

Látom a kabátodat. – Ich sehe deinen Mantel.

Látom a fejed. – Ich sehe deinen Kopf.

Látom a fejedet. – Ich sehe deinen Kopf.

Keresed a sapkád? – Suchst du deine Mütze?

Add ide a tollad! – Gib mir deinen Stift!

Dasselbe gilt nach dem Besitzzeichen „-d” (2. Person Singular, „dein“): a kezed und a kezedet sind als Objekt gleichwertig.

ohne sichtbares -tmit -tDeutsch
a kezema kezemetmeine Hand
a kezeda kezedetdeine Hand
a kabátoma kabátomatmeinen Mantel
a kabátoda kabátodatdeinen Mantel
a könyvema könyvemetmein Buch
a hajama hajamatmein Haar
a fejeda fejedetdeinen Kopf
a sapkáma sapkámatmeine Mütze
a sapkáda sapkádatdeine Mütze
a kulcsoma kulcsomatmeinen Schlüssel

Das Verb fog „halten, greifen“ hat zwei gleichlautende Partner: das Substantiv fog „Zahn“ und das Hilfsverb fog der Zukunft (fogok írni „ich werde schreiben“). Fogom a fogam. heißt also „Ich halte meinen Zahn.“

Wortschatz

  • fog – halten, greifen
  • fogom – ich halte es
  • kezed {kez·ed} – deine Hand
  • kabátod {kabát·od} – dein Mantel
  • fej – Kopf
  • fejed {fej·ed} – dein Kopf
  • sapka – Mütze
  • sapkám {sapká·m} – meine Mütze
  • sapkád {sapká·d} – deine Mütze
  • kulcs – Schlüssel
  • kulcsom {kulcs·om} – mein Schlüssel
  • toll – Stift, Feder
  • tollad {toll·ad} – dein Stift
  • idead {ide·ad} – herreichen, hergeben
  • fog – Zahn
  • fogam {fog·am} – mein Zahn

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4.Objekt oder Subjekt? Was die Rolle zeigt

A kezem fáj. – Meine Hand tut weh.

Mosom a kezem. – Ich wasche meine Hand.

A kabátod a szekrényben van. – Dein Mantel ist im Schrank.

Felveszed a kabátod? – Ziehst du deinen Mantel an?

A könyvem az asztalon van. – Mein Buch liegt auf dem Tisch.

Odaadom a könyvem. – Ich gebe mein Buch her.

Ohne „-t” sieht a kezem als Objekt genauso aus wie als Subjekt. Die Rolle zeigen andere Merkmale:

1. Das Verb hat ein direktes Objekt und steht in der bestimmten Konjugation: mosom, fogom, látom (→ 4.3.5).

2. Das Verb stimmt nicht mit dem Nomen überein: In Mosom a kezem. ist „ich“ das Subjekt (Endung „-om”), also bleibt für a kezem nur die Objektrolle.

3. Intransitive Verben wie fáj „wehtun“ oder van „sein“ haben kein Objekt; dort ist a kezem Subjekt.

Subjekt (Nominativ)Objekt ohne -t
A kezem fáj.Mosom a kezem.
Meine Hand tut weh.Ich wasche meine Hand.
A kabátod itt van.Látom a kabátod.
Dein Mantel ist hier.Ich sehe deinen Mantel.
A hajam hosszú.Fésülöm a hajam.
Mein Haar ist lang.Ich kämme mein Haar.

Endungsloser Nominativ und endungsloser Gebrauch insgesamt: (→ 4.2.7).

Wortschatz

  • fáj – wehtun
  • szekrényben {szekrény·ben} – im Schrank
  • felvesz {fel·vesz} – anziehen
  • asztalon {asztal·on} – auf dem Tisch
  • odaad {oda·ad} – hergeben, reichen
  • hosszú – lang
  • itt van – ist hier

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5.Häufige Fehler

Die Weglassung ist an engem, téged und die Besitzzeichen „-m”/„-d” gebunden. Sie gilt nicht für den Nominativ der Pronomen und nicht für andere Besitzformen:

*Én keresnek. → Engem keresnek. – Sie suchen mich. *Te várnak. → Téged várnak. – Sie warten auf dich. *Látom a keze. → Látom a kezét. – Ich sehe seine/ihre Hand. *Olvasom a könyvünk. → Olvasom a könyvünket. – Ich lese unser Buch. *Keresem a kabát. → Keresem a kabátot. – Ich suche den Mantel.

Wortschatz

  • engem – mich
  • téged – dich
  • kezét {kez·é·t} – seine/ihre Hand (Objekt)
  • könyvünket {könyv·ünk·et} – unser Buch (Objekt)
  • kabátot {kabát·ot} – den Mantel

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6.Das Wichtigste in Kürze

  • engem „mich“ und téged „dich“ sind Objektformen ohne „-t”; én und te sind nie Objekt.
  • Nach dem Besitzzeichen „-m” oder „-d” kann das „-t” fehlen: Mosom a kezem. = Mosom a kezemet.
  • Beide Formen sind richtig und gleichbedeutend.
  • Die Objektrolle zeigen Verb (bestimmte Konjugation) und Satzbau, nicht die Endung.
  • Bei anderen Besitzformen bleibt „-t” Pflicht: a kezét, a könyvünket.

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Vertiefung

7.engemet und tégedet

Engemet keresnek. – Mich suchen sie.

Tégedet várnak. – Auf dich warten sie.

Engem keresnek. – Mich suchen sie.

Téged várnak. – Auf dich warten sie.

Neben engem und téged gibt es die erweiterten Formen engemet und tégedet mit zusätzlichem „-et”. Sie sind seltener und klingen volkstümlich oder umgangssprachlich; falsch sind sie nicht. Die Normalform bleibt engem, téged.

Im Plural ist das Bauprinzip noch durchsichtig: minket besteht aus mi „wir“, dem Besitzzeichen „-nk” „unser“ und dem Akkusativ „-et”, wörtlich etwa „unser-wir“ als Objekt. Für engem und téged gilt eine entsprechende Erklärung mit den Besitzzeichen „-m” und „-d” als naheliegend. Dann wären die Pronomenformen und a kezem, a kezed nach demselben Muster gebaut: Besitzzeichen der 1. oder 2. Person Singular, danach kein „-t”. Gleichbedeutend mit minket und titeket sind bennünket und benneteket (→ 7.1).

minket {mi·NK·et} – wir·UNSER·(AKKUSATIV)(uns)

Wortschatz

  • engemet – mich (volkstümlich)
  • tégedet – dich (volkstümlich)
  • keresnek {keres·nek} – sie suchen
  • várnak {vár·nak} – sie warten
  • minket – uns
  • bennünket – uns
  • benneteket – euch

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8.Nur nach -m und -d: die anderen Personen

Olvasom a könyvünket. – Ich lese unser Buch.

Látom a kezeteket. – Ich sehe eure Hände.

Fogom a kezét. – Ich halte seine/ihre Hand.

Keresem a könyvüket. – Ich suche ihr Buch.

Megnézem a kertünket. – Ich sehe mir unseren Garten an.

Bei den übrigen Besitzern bleibt das „-t” in der heutigen Standardsprache stehen. Besonders deutlich ist das in der 3. Person: a keze ist ohne „-t” nur Subjekt (Fáj a keze. „Seine Hand tut weh.“), als Objekt heißt es a kezét.

BesitzerObjektWeglassung des -t
icha kezem, a kezemetmöglich
dua kezed, a kezedetmöglich
er, siea kezétnicht möglich
wira kezünketnicht üblich
ihra kezeteketnicht üblich
sie (Plural)a kezüketnicht möglich

Paarige Körperteile stehen im Ungarischen meist im Singular: a kezetek „eure Hand“ übersetzt man mit „eure Hände“. Bei Besitzformen mit Mehrzahl des Besitzes (könyveim „meine Bücher“) kommt die Form ohne „-t” ebenfalls vor, vor allem in gehobener und dichterischer Sprache; die Grammatiken bewerten sie unterschiedlich. Üblich ist a könyveimet.

Wortschatz

  • könyvünket {könyv·ünk·et} – unser Buch (Objekt)
  • kezeteket {kez·etek·et} – eure Hand, eure Hände (Objekt)
  • kezét {kez·é·t} – seine/ihre Hand (Objekt)
  • könyvüket {könyv·ük·et} – ihr Buch (Objekt)
  • kertünket {kert·ünk·et} – unseren Garten
  • megnéz {meg·néz} – sich ansehen
  • könyveim {könyv·e·i·m} – meine Bücher

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9.magam, magad: das Reflexivpronomen

Jól érzem magam. – Ich fühle mich wohl.

Jól érzem magamat. – Ich fühle mich wohl.

Megmosod magad? – Wäschst du dich?

Megmosod magadat? – Wäschst du dich?

Péter jól érzi magát. – Péter fühlt sich wohl.

Das Reflexivpronomen maga trägt Besitzzeichen: magam „mich selbst“, magad „dich selbst“. Folgerichtig kann das „-t” auch hier nach „-m” und „-d” fehlen, in der 3. Person nicht: magát. Die Formen im Einzelnen: (→ 7.4.2, 7.4.4).

Wortschatz

  • magam {mag·am} – mich (selbst)
  • magad {mag·ad} – dich (selbst)
  • magát {magá·t} – sich (3. Person)
  • jól érzem magam – ich fühle mich wohl
  • megmos {meg·mos} – waschen

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10.Infinitiv als Ergänzung

Szeretek kirándulni. – Ich mache gern Ausflüge.

Szeretem a kirándulást. – Ich mag Ausflüge.

Szeretek úszni. – Ich schwimme gern.

Szeretem az úszást. – Ich mag das Schwimmen.

Ein Infinitiv kann die Stelle des Objekts einnehmen, trägt aber nie „-t”. Hat der Infinitiv selbst kein bestimmtes Objekt, steht das Verb in der unbestimmten Konjugation: szeretek. Dieselbe Bedeutung mit einem Verbalsubstantiv auf „-ás”/„-és” verlangt „-t” und, mit Artikel, die bestimmte Konjugation: szeretem a kirándulást.

→kirándul – einen Ausflug machen→kirándulni – einen Ausflug machen (Infinitiv)→kirándulás – Ausflug→kirándulást – Ausflug (Objekt)

Infinitivkonstruktionen im Einzelnen: (→ 4.3.6, 12.2).

Wortschatz

  • kirándul – einen Ausflug machen
  • kirándulni {kirándul·ni} – einen Ausflug machen (Infinitiv)
  • kirándulás {kirándulás} – Ausflug
  • kirándulást {kirándulás·t} – Ausflug (Objekt)
  • úszik – schwimmen
  • úszni – schwimmen (Infinitiv)
  • úszás {úszás} – Schwimmen
  • szeretek {szeret·ek} – ich mag (etwas), ich tue gern
  • szeretem {szeret·em} – ich mag es

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11.Fehlende Endung oder fehlendes Objekt

Hol van a kulcsom? Keresem a kulcsom. – Wo ist mein Schlüssel? Ich suche meinen Schlüssel.

Hol van a kulcsom? Már keresem a táskámban. – Wo ist mein Schlüssel? Ich suche ihn schon in meiner Tasche.

Láttad a sapkám? – Igen, láttam. – Hast du meine Mütze gesehen? – Ja, ich habe sie gesehen.

Zwei Fälle sind zu trennen. In Keresem a kulcsom. ist das Objekt ausgesprochen; nur seine Endung fehlt. In Már keresem a táskámban. fehlt das ganze Objekt; es ist aus dem Zusammenhang bekannt, und nur die bestimmte Konjugation (keresem) zeigt es an. Das Deutsche braucht hier ein Pronomen („ihn“, „sie“), das Ungarische nicht. Ausgelassenes Objekt: (→ 4.3.5).

Wortschatz

  • kulcsom {kulcs·om} – mein Schlüssel
  • táskámban {táská·m·ban} – in meiner Tasche
  • már – schon
  • láttad {lát·t·ad} – du hast es gesehen
  • láttam {lát·t·am} – ich habe es gesehen
  • igen – ja

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12.Wann das -t trotzdem steht

A macskád látja a kutyámat. – Deine Katze sieht meinen Hund.

A kutyám látja a macskádat. – Mein Hund sieht deine Katze.

A kezemet mosom, nem az arcomat. – Die Hand wasche ich, nicht das Gesicht.

Die Wahl ist frei, aber nicht beliebig. Stehen zwei Nomen mit „-m” oder „-d” im Satz, macht erst das „-t” klar, welches Objekt ist; dann steht es in der Regel. Auch vorangestellte und betonte Objekte tragen häufiger die volle Form. Bekannt ist die Form ohne „-t” aus der Dichtung: Ein Gedicht von Endre Ady heißt Őrizem a szemed „Ich hüte deine Augen“ (wörtlich „dein Auge“).

Die ungarische Grammatik nennt ein Objekt ohne Endung ragtalan tárgy.

ragtalan {ragTALAN} – Endung·LOS(endungslos) tárgy – Gegenstand: Objekt

Wortschatz

  • macska – Katze
  • macskád {macská·d} – deine Katze
  • kutya – Hund
  • kutyám {kutyá·m} – mein Hund
  • arc – Gesicht
  • arcomat {arc·om·at} – mein Gesicht (Objekt)
  • őriz – hüten, bewahren
  • szemed {szem·ed} – dein Auge
  • ragtalan {ragtalan} – endungslos
  • tárgy – Objekt

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13.Vergleich mit anderen Sprachen

Formal unmarkierte Objekte kennen auch andere Sprachen, dort aber nach Genus und Deklination, nicht nach dem Besitzer. Im Deutschen sind Nominativ und Akkusativ bei Feminina und Neutra gleich: „Die Hand tut weh“ – „Ich wasche die Hand“. Im Russischen gleicht der Akkusativ unbelebter Maskulina dem Nominativ: стол (stol) „der Tisch“ – Я вижу стол (Ja vižu stol) „Ich sehe den Tisch“. Im Lateinischen sind bei allen Neutra beide Fälle gleich: templum „der Tempel“ – templum video „ich sehe den Tempel“.

Die Personalpronomen behalten dagegen fast überall eigene Objektformen: ich – mich, I – me, je – me, yo – me, я – меня (menja), ego – me. Hier steht das Ungarische mit én – engem in einer Reihe mit den anderen Sprachen, nur ohne das sonst übliche „-t”.

SpracheSubjektObjekt
Ungarischénengem
Deutschichmich
EnglischIme
Französischjeme
Spanischyome
Russischя (ja)меня (menja)
Lateinegome

Wortschatz

  • én – ich
  • engem – mich
  • te – du
  • téged – dich
  • kezem {kez·em} – meine Hand
  • kezemet {kez·em·et} – meine Hand (Objekt)

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