4.3.10 Unterschiede zur deutschen Objektkennzeichnung
Das Deutsche zeigt das direkte Objekt meist am Artikel, und auch dort nur im Maskulinum Singular deutlich (der Mann → den Mann). Das Ungarische hängt an jedes Objekt die Endung „-t” – unabhängig von Geschlecht, Artikel und Wortart – und zeigt den bestimmten Objektbezug zusätzlich am Verb: Látok egy férfit. – Ich sehe einen Mann. Látom a férfit. – Ich sehe den Mann. Wo das Deutsche einen Dativ oder eine Präposition verlangt, kann das Ungarische einen Akkusativ haben und umgekehrt; maßgeblich ist immer das ungarische Verb.
1.Den Mann, die Frau, das Kind
Látom a férfit. – Ich sehe den Mann.
Látom a nőt. – Ich sehe die Frau.
Látom a gyereket. – Ich sehe das Kind.
Látok egy gyereket. – Ich sehe ein Kind.
Egy férfit keresek. – Ich suche einen Mann.
Egy nőt keresek. – Ich suche eine Frau.
Im Deutschen ändert sich beim Übergang vom Subjekt zum Objekt nur der maskuline Artikel: der → den, ein → einen. Bei „die Frau“ und „das Kind“ sehen Subjekt und Objekt gleich aus. Im Ungarischen bleibt der Artikel a/az bzw. egy immer unverändert; die Objektendung (tárgyrag) sitzt am Nomen selbst, und zwar bei jedem Nomen. Ein grammatisches Geschlecht gibt es nicht, also auch keine Genusformen der Endung.
| Deutsch: Subjekt → Objekt | Ungarisch: Grundform → Objektform | Beobachtung |
|---|---|---|
| der Mann → den Mann | a férfi → a férfit | Kasus an verschiedenen Wörtern sichtbar |
| die Frau → die Frau | a nő → a nőt | deutscher Artikel gleich, ungarisches Nomen verändert |
| das Kind → das Kind | a gyerek → a gyereket | deutscher Artikel gleich, ungarisches „-et” |
| ein Kind → ein Kind | egy gyerek → egy gyereket | unbestimmter Artikel unverändert |
| Péter → Péter | Péter → Pétert | Name im Ungarischen mit Endung |
Auch Eigennamen erhalten die Endung, wo das Deutsche keine Form ändert. Die Bildung der Endung („-t”, „-ot”/„-et”/„-öt”, Stammveränderungen) steht in (→ 4.3.1).
Pétert hívom. – Ich rufe Péter.
Annát keresem. – Ich suche Anna.
Wortschatz
- férfi – Mann
- férfit {férfi·t} – den Mann (Objekt)
- nő – Frau
- nőt {nő·t} – die Frau (Objekt)
- gyerek – Kind
- gyereket {gyerek·et} – das Kind (Objekt)
- lát – sehen
- keres – suchen
- hív – rufen
- Pétert {Péter·t} – Péter (Objekt)
- tárgyrag {tárgy·RAG} – Gegenstand·ENDUNG(Objektendung)
2.Artikel, Adjektiv, Demonstrativpronomen
Látom a magas férfit. – Ich sehe den großen Mann.
Egy szép házat veszünk. – Wir kaufen ein schönes Haus.
Ezt a könyvet keresem. – Ich suche dieses Buch.
Azt a szobát kérem. – Ich möchte jenes Zimmer.
A könyveket hozom. – Ich bringe die Bücher.
Im Deutschen tragen Artikel und Adjektiv die Kasusform (den großen Mann), das Nomen selbst bleibt meist unverändert. Im Ungarischen ist es umgekehrt: Artikel und vorangestelltes Adjektiv bleiben unverändert, die Endung steht einmal am Ende der Nominalgruppe – am Nomen.
a magas férfit – der groß Mann·OBJEKT: den großen Mann egy szép házat – ein schön Haus·OBJEKT: ein schönes HausDie einzige Doppelmarkierung zeigt das Demonstrativpronomen vor dem Artikel: ez und az wiederholen die Endung des Nomens (ezt a könyvet, azt a szobát). In der Mehrzahl steht die Endung hinter dem Mehrzahlzeichen: könyveket. Im Deutschen sehen „die Bücher“ als Subjekt und als Objekt gleich aus.
→könyv – Buch→könyvek – Bücher→könyveket – die Bücher (Objekt)
Wortschatz
- magas – hoch, groß (Körpergröße)
- szép – schön
- házat {ház·at} – Haus (Objekt)
- ezt {ez·t} – dieses (Objekt)
- könyvet {könyv·et} – Buch (Objekt)
- azt {az·t} – jenes (Objekt)
- szobát {szobá·t} – Zimmer (Objekt)
- könyveket {könyv·ek·et} – die Bücher (Objekt)
- hoz – bringen
- kér – bitten, haben möchten
3.Bestimmt oder unbestimmt: Artikel und Verbform
Egy újságot olvasok. – Ich lese eine Zeitung.
Az újságot olvasom. – Ich lese die Zeitung.
Egy taxit keresek. – Ich suche ein Taxi.
A buszt keresem. – Ich suche den Bus.
Das Deutsche unterscheidet „eine Zeitung“ und „die Zeitung“ nur am Artikel. Das Ungarische unterscheidet zusätzlich am Verb: Ein unbestimmtes Objekt verlangt die allgemeine Konjugation (olvasok), ein bestimmtes Objekt die bestimmte Konjugation (olvasom) (→ 4.3.4, 4.3.5). Für diese Unterscheidung am Verb hat das Deutsche keine Entsprechung.
olvasok – ich lese (etwas Unbestimmtes) olvasom – ich lese (es, das Bestimmte)Bestimmt ist das Objekt auch ohne Artikel, wenn es ein Eigenname ist (Pétert hívom) oder ein Besitzsuffix trägt (A könyvemet keresem. – Ich suche mein Buch.).
Wortschatz
- újságot {újság·ot} – Zeitung (Objekt)
- olvas – lesen
- olvasok {olvas·ok} – ich lese (allgemeine Konjugation)
- olvasom {olvas·om} – ich lese es (bestimmte Konjugation)
- buszt {busz·t} – den Bus (Objekt)
- taxit {taxi·t} – ein Taxi (Objekt)
- könyvemet {könyv·em·et} – mein Buch (Objekt)
4.Zahlwort und Verneinung
Két jegyet kérek. – Ich möchte zwei Fahrkarten.
A vendég két szobát kér. – Der Gast möchte zwei Zimmer.
Nem kérem ezt a szobát. – Ich möchte dieses Zimmer nicht.
Nem kérek szobát. – Ich möchte kein Zimmer.
Nach einem Zahlwort steht das ungarische Nomen in der Einzahl, auch als Objekt: két jegyet, nicht *két jegyeket. Das Deutsche setzt die Mehrzahl (zwei Fahrkarten). Die Verneinung ändert am Objekt nichts: Das Deutsche hat dafür „kein“, das Ungarische verneint mit nem am Verb, und das Objekt behält seine Endung.
Wortschatz
- két – zwei (vor Nomen)
- jegyet {jegy·et} – Fahrkarte (Objekt)
- két jegyet {két jegy·et} – zwei Fahrkarten (Objekt)
- vendég – Gast
- nem – nicht
- nem kérek – ich möchte kein …
5.Wer tut was? Rollen und Wortstellung
A tanár várja a vendéget. – Der Lehrer wartet auf den Gast.
A vendég várja a tanárt. – Der Gast wartet auf den Lehrer.
A vendéget várja a tanár. – Auf den Gast wartet der Lehrer.
A gyerek látja a nőt. – Das Kind sieht die Frau.
A gyereket látja a nő. – Die Frau sieht das Kind.
Weil jedes Objekt die Endung trägt, ist die Rollenverteilung im Ungarischen immer eindeutig, gleich in welcher Reihenfolge Subjekt und Objekt stehen. Die Stellung im Satz dient der Hervorhebung, nicht der Rollenzuweisung. Der deutsche Satz „Die Frau sieht das Kind“ ist dagegen ohne Zusammenhang doppeldeutig: Femininum und Neutrum unterscheiden Nominativ und Akkusativ nicht, nur die Wortstellung legt die übliche Lesart nahe. Das Ungarische braucht für beide Lesarten zwei verschiedene Sätze.
Wortschatz
- tanár – Lehrer
- tanárt {tanár·t} – den Lehrer (Objekt)
- vendéget {vendég·et} – den Gast (Objekt)
- vár – warten (auf)
- várja {vár·ja} – er/sie wartet auf ihn/sie/es
- látja {lát·ja} – er/sie sieht ihn/sie/es
6.Häufige Fehler
Die meisten Fehler entstehen, wenn ein deutscher Bauplan Wort für Wort übertragen wird:
Két jegyet kérek. – Ich möchte zwei Fahrkarten. (nicht *két jegyeket)
Ezt a könyvet keresem. – Ich suche dieses Buch. (nicht *ez a könyvet)
Egy szép házat veszünk. – Wir kaufen ein schönes Haus. (nicht *szépet házat)
Pétert hívom. – Ich rufe Péter. (nicht *Pétert hívok)
Segítek az orvosnak. – Ich helfe dem Arzt. (nicht *segítem az orvost)
Látlak. – Ich sehe dich. (nicht *látom téged)
Wortschatz
- segít – helfen
- orvos – Arzt, Ärztin
- orvosnak {orvos·nak} – dem Arzt
- látlak {lát·lak} – ich sehe dich
- veszünk {vesz·ünk} – wir kaufen
7.Das Wichtigste in Kürze
- Jedes direkte Objekt trägt die Endung „-t” am Nomen, unabhängig von Geschlecht und Artikel: a férfit, a nőt, a gyereket.
- Artikel und vorangestelltes Adjektiv bleiben unverändert; nur das Demonstrativpronomen wiederholt die Endung: ezt a könyvet.
- Bestimmtes Objekt → bestimmte Konjugation (olvasom), unbestimmtes → allgemeine (olvasok); das Deutsche zeigt das nur am Artikel.
- Nach Zahlwörtern Einzahl: két jegyet.
- Die Endung macht die Rollen eindeutig; die Wortstellung ist frei.
Vertiefung
8.Präpositionalobjekt und Dativ im Deutschen – Akkusativ im Ungarischen
Várom az orvost. – Ich warte auf den Arzt.
A tanárt várom az iskola előtt. – Ich warte vor der Schule auf den Lehrer.
A fiamat úszni tanítom. – Ich bringe meinem Sohn Schwimmen bei.
A lányamat énekelni tanítom. – Ich bringe meiner Tochter Singen bei.
A kutya követi a gazdáját. – Der Hund folgt seinem Herrn.
Welche Form die Ergänzung hat, entscheidet das Verb (Rektion, (→ 4.3.9)), nicht die deutsche Übersetzung. „Warten auf“ hat im Deutschen eine Präposition, vár nimmt ein direktes Objekt. „Jemandem folgen“ und „jemandem etwas beibringen“ verlangen im Deutschen den Dativ, követ und tanít den Akkusativ. Umgekehrt stehen deutsche Akkusativobjekte im Ungarischen oft in einem anderen Fall:
| Deutsch | Ungarisch | Ergänzung im Ungarischen |
|---|---|---|
| auf den Arzt warten | várja az orvost | Akkusativ statt Präposition |
| jemandem folgen | követ valakit | Akkusativ statt Dativ |
| jemandem etwas beibringen | tanít valakit valamire | Akkusativ für die Person |
| dem Arzt helfen | segít az orvosnak | Dativ wie im Deutschen |
| Anna treffen | találkozik Annával | Instrumental statt Akkusativ |
| den Hund fürchten | fél a kutyától | Ablativ statt Akkusativ |
Találkozom Annával. – Ich treffe Anna.
Félek a kutyától. – Ich fürchte den Hund.
Das Arbeitsschema lautet daher: Aussage → ungarisches Verb mit seiner Rektion → Form der Ergänzung → bestimmt oder unbestimmt → Verbform.
Ich warte auf die Ärztin. – vár → az orvost → bestimmt → Várom az orvost. Ich helfe der Ärztin. – segít → az orvosnak → kein direktes Objekt → Segítek az orvosnak.Das Wort orvos bezeichnet Arzt und Ärztin gleichermaßen; die deutsche Übersetzung richtet sich nach dem Zusammenhang.
Wortschatz
- orvost {orvos·t} – den Arzt (Objekt)
- fiamat {fia·m·at} – meinen Sohn (Objekt)
- lányamat {lánya·m·at} – meine Tochter (Objekt)
- tanít – lehren, beibringen
- úszni – schwimmen (Infinitiv)
- énekelni – singen (Infinitiv)
- követ – folgen
- gazdáját {gazdá·já·t} – seinen Herrn (Objekt)
- találkozom {találkoz·om} – ich treffe (mich mit)
- Annával {Anná·val} – mit Anna
- félek {fél·ek} – ich fürchte mich
- kutyától {kutyá·tól} – vor dem Hund
9.Objekt ohne Endung und Personalpronomen
Megmosom a kezedet. – Ich wasche deine Hand.
Megmosom a kezed. – Ich wasche deine Hand.
Kezet mosok. – Ich wasche mir die Hände.
Nach den Besitzsuffixen der 1. und 2. Person Singular darf die Objektendung fehlen (a kezed neben a kezedet, (→ 4.3.8)). Das ist kein „fehlender Fall“: Das Wort ist trotzdem Objekt, und das Verb steht in der bestimmten Form. Das Deutsche drückt den Besitzer bei Körperteilen oft mit Dativ und Artikel aus („mir die Hände“), das Ungarische mit dem Besitzsuffix oder, im festen Ausdruck kezet mos, ohne Besitzer und in der Einzahl.
Péter téged lát. – Péter sieht dich.
Péter engem lát. – Péter sieht mich.
Téged várlak. – Ich warte auf dich.
Önt várom. – Ich warte auf Sie.
Őt várom. – Ich warte auf ihn / auf sie.
Die Personalpronomen haben eigene Objektformen wie im Deutschen (mich, dich, ihn): engem, téged, őt, minket, titeket, őket. Bei engem, téged, minket, titeket steht das Verb in der allgemeinen Form (Péter téged lát.); ist das Subjekt „ich“ und das Objekt „dich/euch“, tritt die Sonderform auf „-lak”/„-lek” ein (várlak, látlak). Die höfliche Anrede ön ist grammatisch 3. Person Singular und verlangt die bestimmte Form (Önt várom.). Das deutsche „Sie“ ist dagegen der Form nach 3. Person Plural. ő unterscheidet kein Geschlecht: őt heißt „ihn“ und „sie“.
Wortschatz
- kezedet {kez·ed·et} – deine Hand (Objekt)
- kezed {kez·ed} – deine Hand (Objekt ohne Endung)
- kezet mos – sich die Hände waschen
- megmos – (ab)waschen
- téged – dich
- engem – mich
- várlak {vár·lak} – ich warte auf dich
- önt {ön·t} – Sie (Höflichkeitsform, Objekt)
- őt {ő·t} – ihn, sie
- minket – uns
- titeket – euch
- őket {ő·k·et} – sie (Mehrzahl, Objekt)
10.Dauer und Maß
Három órát dolgoztam. – Ich habe drei Stunden gearbeitet.
Két kilót hízott. – Er hat zwei Kilo zugenommen.
Sokat dolgozom. – Ich arbeite viel.
Egész nap dolgozott. – Er hat den ganzen Tag gearbeitet.
Dauer- und Maßangaben mit „-t” sind kein betroffener Gegenstand, sondern eine Angabe mit adverbialer Bedeutung (→ 4.3.7); dolgozik und hízik haben kein direktes Objekt. Hier stimmen beide Sprachen auffällig überein: Auch das Deutsche setzt bei Zeitspannen den Akkusativ („den ganzen Tag“, „einen Monat lang“). Gerade in diesem Ausdruck steht im Ungarischen aber die endungslose Form: egész nap.
Wortschatz
- óra – Stunde, Uhr
- három órát – drei Stunden (Dauer)
- dolgoztam {dolgoz·tam} – ich habe gearbeitet
- kiló – Kilo
- hízik – zunehmen
- sokat {sok·at} – viel
- egész nap – den ganzen Tag
11.Infinitiv und Kausativ
Meg akarom venni ezt a könyvet. – Ich will dieses Buch kaufen.
Egy könyvet akarok venni. – Ich will ein Buch kaufen.
A szerelővel javíttatom a kerékpárt. – Ich lasse den Mechaniker das Fahrrad reparieren.
A szerelővel javíttatom az ajtót. – Ich lasse den Mechaniker die Tür reparieren.
Das Objekt des Infinitivs bestimmt die Form des finiten Verbs: Ein bestimmtes Objekt verlangt akarom, ein unbestimmtes akarok (→ 4.3.6). Im Deutschen hat das Objekt des Infinitivs auf „will“ keinen Einfluss. Beim Kausativ hat das Deutsche zwei Akkusative („den Mechaniker“ und „das Fahrrad“); im Ungarischen trägt nur die Sache die Endung „-t”, der Ausführende steht im Instrumental mit „-val”/„-vel”.
javíttat {javítTAT} – reparieren·LASSEN(reparieren lassen)Wortschatz
- akar – wollen
- akarom {akar·om} – ich will (es)
- akarok {akar·ok} – ich will (etwas)
- megvenni – kaufen (Infinitiv)
- szerelő – Mechaniker
- szerelővel {szerelő·vel} – mit dem Mechaniker, durch den Mechaniker
- kerékpár {kerék·PÁR} – Rad·PAAR(Fahrrad)
- kerékpárt {kerékpár·t} – das Fahrrad (Objekt)
- javíttat {javíttat} – reparieren lassen
- ajtót {ajtó·t} – die Tür (Objekt)
12.Das Objekt aus dem Zusammenhang
– Látod a házat? – Látom. – – Siehst du das Haus? – Ja, ich sehe es.
– Szereted a kávét? – Szeretem. – – Magst du den Kaffee? – Ja, ich mag ihn.
– Mi a telefonszámod? – Már mondom. – – Wie ist deine Telefonnummer? – Ich sage sie schon.
Ein bekanntes bestimmtes Objekt wird im Ungarischen meist nicht wiederholt; die bestimmte Verbform zeigt, dass es mitgedacht ist. Ein Pronomen wie „es“, „ihn“, „sie“ steht dafür nicht. Das Deutsche braucht das Pronomen, sonst bleibt der Satz unvollständig. Már mondom ist nur in diesem Zusammenhang eine Antwort; für sich genommen heißt es „ich sage es schon“.
Wortschatz
- látod {lát·od} – siehst du es?
- látom {lát·om} – ich sehe es
- szereted {szeret·ed} – magst du es?
- kávét {kávé·t} – den Kaffee (Objekt)
- telefonszám {telefon·SZÁM} – Telefon·NUMMER(Telefonnummer)
- mondom {mond·om} – ich sage es
- már – schon
13.Vergleich mit anderen Sprachen
Kaum eine der Vergleichssprachen kennzeichnet das direkte Objekt so durchgehend wie das Ungarische:
| Sprache | Kennzeichnung des direkten Objekts | Beispiel |
|---|---|---|
| Deutsch | am Artikel, deutlich nur im Maskulinum Singular | den Mann, aber die Frau, das Kind |
| Englisch | nur bei Pronomen | I see him; I see the man |
| Französisch | nur bei Pronomen | je le vois; je vois l’homme |
| Spanisch | Präposition „a“ vor Personen | veo a Juan; veo la casa |
| Russisch | Endung, je nach Klasse; viele Nomen ohne Unterschied | вижу женщину, aber вижу стол |
| Latein | Endung „-m“; Neutra ohne Unterschied | video dominum, rosam, aber templum |
| Ungarisch | Endung „-t” an jedem Nomen | látom a férfit, a nőt, a házat |
Im Russischen hat das unbelebte Maskulinum im Akkusativ die Form des Nominativs, das belebte die des Genitivs (вижу брата – ich sehe den Bruder). Im Lateinischen sind Nominativ und Akkusativ der Neutra immer gleich. Das Ungarische kennt solche Klassenunterschiede nicht; nur nach Besitzsuffixen der 1. und 2. Person Singular darf die Endung fehlen.
Wortschatz
- házat {ház·at} – das Haus (Objekt)
- tárgyeset {tárgy·ESET} – Gegenstand·FALL(Akkusativ)
- tárgyrag {tárgy·RAG} – Gegenstand·ENDUNG(Objektendung)
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