4.12.4 Umwandlung eines Gegenstandes oder Stoffes

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4.12.4 Umwandlung eines Gegenstandes oder Stoffes

Wird ein Stoff oder Gegenstand umgearbeitet, nennt „-vá/-vé” das Produkt oder die neue Gestalt: A búzát lisztté őrlik. – Man mahlt den Weizen zu Mehl. Der Ausgangsstoff steht als Objekt im Akkusativ oder, wenn er sich von selbst verändert, als Subjekt: A jég vízzé olvad. – Das Eis schmilzt zu Wasser.

1.Stoff und Produkt

A vizet gőzzé alakítják. – Man verwandelt das Wasser in Dampf.

A búzát lisztté őrlik. – Man mahlt den Weizen zu Mehl.

Der Satz enthält zwei Rollen: das Material, das bearbeitet wird, und das, was daraus entsteht. Das Material ist direktes Objekt und trägt „-t” (vizet, búzát); das Ergebnis trägt „-vá/-vé” (gőzzé, lisztté). Nach Konsonant gleicht sich das „v” an (→ 4.12.1); bei liszt wird nur das letzte t verdoppelt.

Akkusativ und Translativ bauen nicht immer auf demselben Stamm auf. víz kürzt vor „-et” sein í, vor „-vá/-vé” nicht:

→víz – Wasser→vizet – das Wasser (Objekt)→vízzé – zu Wasser

→jég – Eis→jeget – das Eis (Objekt)→jéggé – zu Eis

→kő – Stein→követ – den Stein (Objekt)→kővé – zu Stein

→kenyér – Brot→kenyeret – das Brot (Objekt)→kenyérré – zu Brot

AusgangselementSatzform (Objekt)ErgebnisformVerbDeutsch
víz – WasservizetgőzzéalakítjákWasser in Dampf verwandeln
búza – WeizenbúzátliszttéőrlikWeizen zu Mehl mahlen
jég – EisjegetvízzéolvasztjákEis zu Wasser schmelzen
kő – SteinkövetporrázúzzákStein zu Pulver zermahlen
szoba – Zimmerszobátirodáváalakítják átZimmer zu einem Büro umbauen

Die Verbformen auf „-ják/-ik” sind hier unpersönlich übersetzt („man …“); wörtlich stehen sie in der 3. Person Mehrzahl mit bestimmtem Objekt: „sie mahlen ihn“.

Wortschatz

  • víz – Wasser
  • vizet – das Wasser (Objekt)
  • vízzé – zu Wasser
  • gőz – Dampf
  • gőzzé – zu Dampf
  • búza – Weizen
  • búzát – den Weizen
  • liszt – Mehl
  • lisztté – zu Mehl
  • őröl – mahlt
  • őrlik – sie mahlen es, man mahlt es
  • alakít – formt, gestaltet
  • alakítják – man formt es, man verwandelt es

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2.Gestalt und Aggregatzustand

A papírt hajóvá hajtogatom. – Ich falte das Papier zu einem Schiff.

A jeget vízzé olvasztják. – Man schmilzt das Eis zu Wasser.

A víz jéggé fagy. – Das Wasser gefriert zu Eis.

A papír hamuvá ég. – Das Papier verbrennt zu Asche.

A hó vízzé olvad. – Der Schnee schmilzt zu Wasser.

Bei der Gestaltveränderung bleibt der Stoff derselbe; er bekommt eine neue Form: Papier wird zum Schiff. Beim Wechsel des Aggregatzustands wird aus festem Eis flüssiges Wasser, aus Wasser Dampf. In beiden Fällen nennt „-vá/-vé” den Endzustand.

hajtogat bedeutet „falten, mehrmals umbiegen“ – ein konkretes Tun von Hand. Bei Wörtern auf Vokal bleibt das „v” erhalten: hajóvá, hamuvá; bei hó „Schnee“ heißt es hóvá ohne Stammveränderung, obwohl der Akkusativ havat lautet.

Wortschatz

  • papír – Papier
  • hajó – Schiff
  • hajóvá – zu einem Schiff
  • hajtogat – faltet
  • jég – Eis
  • jéggé – zu Eis
  • olvaszt – schmilzt (etwas)
  • olvad – schmilzt (von selbst)
  • fagy – gefriert
  • hamu – Asche
  • hamuvá – zu Asche
  • ég – brennt
  • hó – Schnee
  • havat – den Schnee

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3.Zerkleinern und Umbauen

A követ porrá zúzzák. – Man zermahlt den Stein zu Pulver.

A szobát irodává alakítják át. – Man baut das Zimmer zu einem Büro um.

Beim Zerkleinern entsteht aus einem Ganzen eine Masse oder viele Teile; beim Umbauen erhält ein Raum oder Gebäude eine neue Funktion. Das Muster ist dasselbe: Objekt + Ergebnis + Handlungsverb.

ObjektErgebnisHandlungsverbDeutsch
követporrázúzzákzermahlen
fátdeszkákkáfűrészelikzersägen
szobátirodáváalakítják átumbauen
házatszállodáváépítik átumbauen
ingetronggyávágjákzerschneiden

Bei rongy „Lappen“ verdoppelt sich der zweiteilige Buchstabe gy: ronggyá; die Kurzregel lautet hier wie bei nagy → naggyá (→ 4.12.1).

Das Präfix át „um-, hinüber“ steht in irodává alakítják át hinter dem Verb, weil das Ergebniswort unmittelbar vor dem Verb steht. Die Grundform lautet átalakít „umgestalten, umbauen“.

Wortschatz

  • kő – Stein
  • követ – den Stein
  • por – Staub, Pulver
  • porrá – zu Pulver
  • zúz – zermahlt, zertrümmert
  • szoba – Zimmer
  • iroda – Büro
  • irodává – zu einem Büro
  • átalakít {át·ALAKÍT} – um·FORMEN(umbauen, umgestalten)
  • deszka – Brett
  • deszkákká – zu Brettern
  • fűrészel – sägt
  • rongy – Lappen
  • ronggyá – zu einem Lappen
  • ing – Hemd

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4.Küche und Werkstatt

A fát deszkákká fűrészelik. – Man zersägt das Holz zu Brettern.

A paradicsomot péppé főzöm. – Ich koche die Tomate zu einem Brei.

A burgonyát pürévé törik. – Man zerstampft die Kartoffeln zu Püree.

A gyümölcsöt lekvárrá főzik. – Man kocht das Obst zu Marmelade ein.

A tejet sajttá dolgozzák fel. – Man verarbeitet die Milch zu Käse.

A régi inget ronggyá vágják. – Man zerschneidet das alte Hemd zu einem Lappen.

A palackokat apró darabokká törik. – Man zerbricht die Flaschen in kleine Stücke.

A kartont dobozzá hajtogatják. – Man faltet den Karton zu einer Schachtel.

A szőlőlé borrá erjed. – Der Traubensaft vergärt zu Wein.

A tészta ropogós kenyérré sül. – Der Teig wird beim Backen zu knusprigem Brot.

Das Deutsche wechselt die Präposition: „zu Brei“, „in Stücke“, „in Dampf“. Das Ungarische setzt in allen Fällen dieselbe Endung. Steht vor dem Ergebniswort ein Adjektiv, bleibt dieses unverändert: apró darabokká, ropogós kenyérré – die Endung steht nur am letzten Wort der Gruppe.

Zwei Wörter des Wortschatzes sind über mehrere Sprachen gewandert: püré kam aus dem deutschen Püree, das seinerseits auf französisch purée zurückgeht. lekvár stammt aus einer slawischen Sprache (slowakisch lekvár „Marmelade“, tschechisch lektvar „Latwerge“) und geht letztlich auf spätlateinisch electuarium zurück, ein eingedicktes Heilmittel.

Wortschatz

  • fa – Holz, Baum
  • fát – das Holz (Objekt)
  • pép – Brei
  • péppé – zu einem Brei
  • paradicsom – Tomate
  • püré – Püree
  • pürévé – zu Püree
  • burgonya – Kartoffel
  • tör – bricht, zerstampft
  • lekvár – Marmelade
  • lekvárrá – zu Marmelade
  • gyümölcs – Obst
  • sajt – Käse
  • sajttá – zu Käse
  • feldolgoz {fel·DOLGOZ} – auf·ARBEITEN(verarbeiten)
  • darab – Stück
  • darabokká – zu Stücken
  • palack – Flasche
  • doboz – Schachtel
  • dobozzá – zu einer Schachtel
  • szőlőlé {szőlő·LÉ} – Traube·SAFT(Traubensaft)
  • bor – Wein
  • borrá – zu Wein
  • erjed – gärt
  • tészta – Teig
  • kenyérré – zu Brot
  • sül – backt, wird gebacken

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5.Das Wichtigste in Kürze

  • Das Produkt trägt „-vá/-vé”, das Material ist Objekt: A búzát lisztté őrlik. – Man mahlt den Weizen zu Mehl.
  • Verändert sich der Stoff von selbst, ist er Subjekt: A hó vízzé olvad. – Der Schnee schmilzt zu Wasser.
  • Der Translativ hat den Stamm der Grundform: vizet, aber vízzé; követ, aber kővé.
  • Deutsch „zu“ und „in“ entsprechen derselben Endung: porrá – zu Pulver, darabokká – in Stücke.
  • Beim Umbau tritt át hinter das Verb: irodává alakítják át.

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Vertiefung

6.Umbau mit átalakít und átépít

A műhelyt lakássá alakították át. – Man baute die Werkstatt zu einer Wohnung um.

A régi házat szállodává építették át. – Man baute das alte Haus zu einem Hotel um.

Átalakították a műhelyt. – Man hat die Werkstatt umgebaut.

Für den Umbau gibt es zwei Verben: átalakít betont die neue Gestalt oder Funktion, átépít die Bauarbeit. Ohne Ergebnisangabe steht das Präfix gewöhnlich vor dem Verb (átalakították). Rückt das Ergebniswort direkt vor das Verb, tritt át dahinter: lakássá alakították át. Das ist keine starre Regel für jeden Kontext; Betonung und Verneinung können die Stellung ändern (→ 4.12.6).

Nach s wird das s verdoppelt (lakás → lakássá), nach sz das sz (művész → művésszé) – die beiden Buchstaben werden nicht vermischt.

Wortschatz

  • műhely – Werkstatt
  • lakás – Wohnung
  • lakássá – zu einer Wohnung
  • szálloda – Hotel
  • szállodává – zu einem Hotel
  • átépít {át·ÉPÍT} – um·BAUEN(umbauen)
  • átalakították – man baute es um
  • átépítették – man baute es um
  • ház – Haus

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7.Stoff als Subjekt oder als Objekt

A jég vízzé olvad. – Das Eis schmilzt zu Wasser.

A jeget vízzé olvasztják. – Man schmilzt das Eis zu Wasser.

A vizet jéggé fagyasztják. – Man friert das Wasser zu Eis ein.

A homokot üveggé olvasztják. – Man schmilzt den Sand zu Glas.

Viele Umwandlungsverben bilden Paare. Das eine Verb beschreibt den Vorgang von selbst; der Stoff ist Subjekt. Das andere beschreibt das Bewirken; der Stoff ist Objekt mit „-t”. Die Ergebnisform bleibt in beiden Sätzen gleich.

von selbst (Stoff = Subjekt)bewirkt (Stoff = Objekt)Deutsch
olvad – schmilztolvaszt – schmilzt etwasschmelzen
fagy – gefriertfagyaszt – friert etwas eingefrieren
ég – brenntéget – verbrennt etwas, brennt etwasbrennen
alakul – formt sichalakít – formt etwassich wandeln, umformen
változik – verändert sichváltoztat – verändert etwas(sich) verändern
sül – backt, wird gebackensüt – backt etwasbacken

Beim Verb tör „bricht etwas, zerstampft“ fällt die Form der 3. Person Mehrzahl mit bestimmtem Objekt zufällig mit einem eigenen Verb zusammen: törik „sie brechen es“ und törik „bricht, geht kaputt“ (von selbst). A burgonyát pürévé törik ist durch das Objekt a burgonyát eindeutig.

Wortschatz

  • olvad – schmilzt (von selbst)
  • olvaszt – schmilzt (etwas)
  • fagy – gefriert
  • fagyaszt – friert ein
  • homok – Sand
  • üveg – Glas
  • üveggé – zu Glas
  • éget – verbrennt, brennt (etwas)
  • alakul – formt sich, wird
  • változik – verändert sich
  • változtat – verändert (etwas)
  • süt – backt (etwas)
  • törik – bricht, geht kaputt; sie brechen es

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8.Verneintes Ergebnis und Stufenfolge

A vizet nem alakították gőzzé. – Man verwandelte das Wasser nicht in Dampf.

A hó előbb vízzé, majd gőzzé válik. – Der Schnee wird zuerst zu Wasser, dann zu Dampf.

Die Ergebnisform nennt das Produkt, sagt aber nicht allein, ob die Umwandlung stattgefunden hat. Das entscheidet der ganze Satz: Mit nem wird das Ergebnis verneint; gőzzé steht dann hinter dem Verb.

Mehrere Ergebnisse hintereinander teilen sich ein Verb. Jedes Ergebniswort trägt die Endung selbst: vízzé, majd gőzzé. Das Verb válik „wird“ ist das allgemeinste Verb des Werdens (→ 4.12.6).

Wortschatz

  • nem – nicht
  • alakították – man verwandelte es
  • előbb – zuerst
  • majd – dann, danach
  • válik – wird
  • gőzzé – zu Dampf
  • vízzé – zu Wasser

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9.Adjektiv als Zielzustand

A fém folyékonnyá válik a kemencében. – Das Metall wird im Ofen flüssig.

A vas puhává válik a tűzben. – Das Eisen wird im Feuer weich.

A kenyér ropogósra sül. – Das Brot wird knusprig gebacken.

Nicht nur ein Produkt, auch eine neue Eigenschaft kann Ergebnis sein: folyékonnyá „flüssig (werden)“. folyékony endet auf den zweiteiligen Buchstaben ny, der sich verdoppelt.

→folyékony – flüssig→folyékonnyá – flüssig (werden)

Bei Garzuständen in der Küche steht das Adjektiv dagegen häufig mit „-ra/-re”: ropogósra süt „knusprig backen“, puhára főz „weich kochen“. Beide Endungen bezeichnen hier das Ergebnis; welche steht, ist an das Verb und die feste Verbindung gebunden (→ 4.12.7).

Wortschatz

  • fém – Metall
  • folyékony – flüssig
  • folyékonnyá – flüssig (werden)
  • kemence – Ofen (Brennofen, Backofen)
  • vas – Eisen
  • puha – weich
  • puhává – weich (werden)
  • tűz – Feuer
  • ropogós – knusprig
  • ropogósra – knusprig (gebacken)
  • puhára főz – weich kochen

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10.Ausgangsstoff mit -ból/-ből, Produkt als Objekt

A fából asztalt készítenek. – Man stellt aus dem Holz einen Tisch her.

A fából asztal lesz. – Aus dem Holz wird ein Tisch.

A fadarabot kanállá faragják. – Man schnitzt das Holzstück zu einem Löffel.

Dieselbe Sache lässt sich auf verschiedene Weise ausdrücken. Bei készít „herstellen“ ist das Produkt direktes Objekt (asztalt), der Ausgangsstoff steht mit „-ból/-ből” (→ 4.6.7); der Translativ wird hier nicht gebraucht. Mit lesz „wird“ steht das Produkt endungslos (asztal lesz). Nur bei Verben des Umformens wie alakít, farag, formál ist der Ausgangsstoff Objekt und das Produkt Translativ.

VerbAusgangsstoffProduktDeutsch
készít – stellt herfábólasztaltaus Holz einen Tisch herstellen
lesz – wirdfábólasztalaus Holz wird ein Tisch
farag – schnitztfadarabotkanálláein Holzstück zu einem Löffel schnitzen

kanál behält im Translativ das lange á (kanállá), während der Akkusativ es kürzt: kanalat.

Wortschatz

  • fából – aus Holz
  • asztal – Tisch
  • asztalt – einen Tisch (Objekt)
  • készít – stellt her
  • lesz – wird
  • fadarab {fa·DARAB} – Holz·STÜCK(Holzstück)
  • farag – schnitzt
  • kanál – Löffel
  • kanállá – zu einem Löffel
  • kanalat – den Löffel

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11.Mehrzahl als Ergebnis und die Frage mivé?

A nagy követ kisebb kövekké zúzzák. – Man zertrümmert den großen Stein in kleinere Steine.

A követ porrá zúzzák. – Man zermahlt den Stein zu Pulver.

Mivé alakítják a szobát? – Irodává. – Wozu baut man das Zimmer um? – Zu einem Büro.

Entstehen viele einzelne Teile, steht das Ergebnis in der Mehrzahl; die Endung tritt an das Mehrzahlzeichen „-k”, dessen k das „v” angleicht:

→kő – Stein→kövek – Steine→kövekké – zu Steinen

Ein Stoffwort wie por „Pulver, Staub“ bleibt dagegen in der Einzahl. Die beiden Sätze oben bezeichnen unterschiedliche Ergebnisse: kleinere Steine sind kein Pulver. Nach dem Ergebnis fragt mivé? „wozu, zu was?“, gebildet aus mi „was“.

Wortschatz

  • kövek – Steine
  • kövekké – zu Steinen
  • kisebb – kleiner
  • porrá – zu Pulver
  • mi – was
  • mivé – wozu, zu was

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12.Formen und Brennen

A viaszt gyertyává formálják. – Man formt das Wachs zu einer Kerze.

A puha agyag kemény kerámiává válik az égetés során. – Der weiche Ton wird beim Brennen zu harter Keramik.

A mester a fadarabot kanállá faragja. – Der Handwerker schnitzt das Holzstück zu einem Löffel.

Formen, Schnitzen und Brennen sind klassische Werkstattvorgänge. Wörter auf kurzes a längen es vor der Endung: gyertya → gyertyává, kerámia → kerámiává. Das vorangestellte Adjektiv kemény „hart“ bleibt endungslos.

kerámia geht auf griechisch κέραμος (kéramos) „Töpferton“ zurück; das Wort steckt auch im deutschen „Keramik“ und im französischen céramique. Das ungarische Erbwort für den Rohstoff ist agyag „Ton, Lehm“.

Wortschatz

  • viasz – Wachs
  • gyertya – Kerze
  • gyertyává – zu einer Kerze
  • formál – formt
  • agyag – Ton, Lehm
  • kerámia – Keramik
  • kerámiává – zu Keramik
  • kemény – hart
  • égetés – das Brennen
  • mester – Meister, Handwerker
  • faragja – er schnitzt es

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13.Sprachvergleich

DeutschUngarischEnglischFranzösischSpanischRussischLatein
Wasser in Dampf verwandelna vizet gőzzé alakítaniturn water into steamtransformer l’eau en vapeurconvertir el agua en vaporпревратить воду в парaquam in vaporem vertere
den Stein zu Pulver zermahlena követ porrá zúznicrush the stone into powderréduire la pierre en poudrereducir la piedra a polvoрастереть камень в порошокlapidem in pulverem redigere

Die übrigen Sprachen drücken das Ergebnis mit einer Präposition der Richtung aus: into, en, в mit Akkusativ, lateinisch in mit Akkusativ. Das Ungarische hat dafür einen eigenen Fall, der von den Ortsangaben getrennt ist: gőzzé „zu Dampf“ gegenüber a gőzbe „in den Dampf hinein“.

Wortschatz

  • gőzzé – zu Dampf
  • gőzbe – in den Dampf (hinein)
  • porrá – zu Pulver
  • alakítani – umformen, verwandeln
  • zúzni – zermahlen, zertrümmern

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