5.3.3 Zielform mit -á/-é
Die Zielform einer Postposition nennt die Lage, die am Ende eines Geschehens entsteht, und beantwortet die Frage hová? – wohin?: az asztal alá – unter den Tisch, a ház elé – vor das Haus. Die sechs Zielformen enden auf -á oder -é; dieser Vokal gehört zur Postposition und richtet sich nicht nach dem Bezugswort.
1.alá – unter etwas hin
Éva a könyvet az asztal alá teszi. – Éva legt das Buch unter den Tisch.
A labda az ágy alá gurul. – Der Ball rollt unter das Bett.
A gyerek a híd alá úszik. – Das Kind schwimmt unter die Brücke.
A macska a pad alá bújik. – Die Katze kriecht unter die Bank.
Péter a dobozt az asztal alá tolja. – Péter schiebt die Schachtel unter den Tisch.
Anna a nevét a kép alá írja. – Anna schreibt ihren Namen unter das Bild.
In allen Sätzen beantwortet die Angabe mit alá die Frage hová? „wohin?“. Sie nennt den Bereich unterhalb eines Bezugspunkts, in den etwas gelangt: Am Ende liegt das Buch unter dem Tisch, der Ball unter dem Bett. Die Postposition steht hinter dem Substantiv, das Substantiv selbst bleibt ohne Endung: az asztal alá, az ágy alá, a híd alá.
Die Ortsform derselben Reihe ist alatt (→ 5.3.2). Das Deutsche unterscheidet die beiden Beziehungen durch den Kasus des Substantivs, das Ungarische durch die Form der Postposition:
az asztal alatt – unter dem Tisch (wo?) az asztal alá – unter den Tisch (wohin?)Im ersten Satz ist a könyvet „das Buch“ bestimmtes Objekt; das Verb steht deshalb in der bestimmten Konjugation: teszi „legt es“. Ebenso tolja „schiebt es“ und írja „schreibt es“. tesz deckt deutsch „legen“, „stellen“ und „setzen“ ab; wie der Gegenstand am Ziel zu liegen kommt, sagt das Verb nicht, nur wohin er kommt.
Wortschatz
- alá – unter … (hin)
- alatt – unter … (Ort)
- hová? – wohin?
- asztal – Tisch
- ágy – Bett
- híd – Brücke
- pad – Bank
- könyvet – das Buch (Akkusativ)
- dobozt – die Schachtel (Akkusativ)
- tesz – legt, stellt, setzt
- teszi – legt es
- tol – schiebt
- gurul – rollt
- úszik – schwimmt
- bújik – kriecht, verkriecht sich
2.elé und mögé – vor und hinter etwas hin
A fiú a ház elé áll. – Der Junge stellt sich vor das Haus.
Az autó a kapu elé gördül. – Das Auto rollt vor das Tor.
A vendégek az ajtó elé mennek. – Die Gäste gehen vor die Tür.
A macska a szekrény mögé bújik. – Die Katze kriecht hinter den Schrank.
A kutya a bokor mögé szalad. – Der Hund rennt hinter den Busch.
A kulcs a szekrény mögé esik. – Der Schlüssel fällt hinter den Schrank.
elé nennt die Vorderseite, mögé die Rückseite des Bezugspunkts als Ziel. Gemeint ist die Lage, die entsteht, nicht der Weg im Ganzen: Am Ende steht der Junge vor dem Haus; woher er kommt und welchen Weg er nimmt, bleibt offen.
Die Ortsformen lauten előtt und mögött. In elé steht kein ő: Die Zielform beginnt mit el-, nicht mit elő-.
a ház előtt – vor dem Haus a ház elé – vor das Haus a szekrény mögött – hinter dem Schrank a szekrény mögé – hinter den Schrankmögé geht auf das mundartliche Substantiv mög „Raum hinter etwas“ zurück; die Ortsform mögött und die Herkunftsform mögül (→ 5.3.4) gehören zur selben Familie.
Wortschatz
- elé – vor … (hin)
- előtt – vor … (Ort)
- mögé – hinter … (hin)
- mögött – hinter … (Ort)
- ház – Haus
- kapu – Tor
- ajtó – Tür
- szekrény – Schrank
- bokor – Busch
- kulcs – Schlüssel
- áll – steht; stellt sich (mit Zielangabe)
- gördül – rollt
- szalad – rennt
- esik – fällt
- vendégek – Gäste
3.mellé und közé – neben und zwischen etwas hin
A gyerek a pad mellé ül. – Das Kind setzt sich neben die Bank.
Anna a táskát a szék mellé teszi. – Anna stellt die Tasche neben den Stuhl.
A férfi az ablak mellé áll. – Der Mann stellt sich neben das Fenster.
A madár a fák közé repül. – Der Vogel fliegt zwischen die Bäume.
A fiú a két pad közé lép. – Der Junge tritt zwischen die beiden Bänke.
A könyv a dobozok közé esik. – Das Buch fällt zwischen die Schachteln.
A gyerek Anna és Péter közé ül. – Das Kind setzt sich zwischen Anna und Péter.
mellé nennt einen Platz an der Seite eines einzelnen Bezugspunkts. közé braucht mindestens zwei Größen, zwischen die etwas gelangt. Sie können auf drei Arten genannt werden:
a fák közé – zwischen die Bäume (Plural) a két pad közé – zwischen die beiden Bänke (Zahlwort + Singular) Anna és Péter közé – zwischen Anna und Péter (zwei verbundene Namen)Nach einem Zahlwort steht das Substantiv im Singular: két pad, wörtlich „zwei Bank“.
Das deutsche „sich setzen“ ist reflexiv; das Ungarische setzt dafür kein Reflexivpronomen. A gyerek a pad mellé ül. enthält nur das Verb ül „sitzt“; die Zielform macht daraus „setzt sich“.
Die Reihe mellett – mellé geht auf mell „Brust“ zurück. között und közé gehören zu köz „Zwischenraum“, das heute auch „Gasse“ bedeutet.
Wortschatz
- mellé – neben … (hin)
- mellett – neben … (Ort)
- közé – zwischen … (hin)
- között – zwischen … (Ort)
- mell – Brust
- köz – Zwischenraum, Gasse
- szék – Stuhl
- ablak – Fenster
- táskát – die Tasche (Akkusativ)
- fák – Bäume
- dobozok – Schachteln
- két – zwei
- ül – sitzt; setzt sich (mit Zielangabe)
- lép – tritt
- repül – fliegt
4.fölé – über etwas hin
Péter a lámpát az asztal fölé helyezi. – Péter bringt die Lampe über dem Tisch an.
Anna a képet az ágy fölé akasztja. – Anna hängt das Bild über das Bett.
A drón a ház fölé emelkedik. – Die Drohne steigt über das Haus.
A madár a fészek fölé repül. – Der Vogel fliegt über das Nest.
fölé nennt den Bereich oberhalb eines Bezugspunkts als Ziel. Die Lampe hängt danach über dem Tisch, das Bild über dem Bett. Der erste Satz zeigt, dass der deutsche Kasus kein verlässlicher Wegweiser ist: „anbringen“ verlangt im Deutschen den Dativ („über dem Tisch“), das Ungarische setzt trotzdem die Zielform, weil die Lampe an diese Stelle gelangt.
Zur Ortsform gibt es zwei Varianten, fölött und felett (→ 5.3.2). Die Zielform lautet in der Standardsprache nur fölé. Das ähnlich aussehende felé ist ein anderes Wort und bedeutet „in Richtung“ (→ 5.3.7):
a ház fölé – über das Haus (hin) a ház felé – in Richtung des HausesWortschatz
- fölé – über … (hin)
- fölött – über … (Ort)
- felett – über … (Ort, Variante)
- felé – in Richtung
- lámpát – die Lampe (Akkusativ)
- képet – das Bild (Akkusativ)
- helyez – platziert, bringt an
- akaszt – hängt (auf)
- emelkedik – steigt, hebt sich
- fészek – Nest
- drón – Drohne
- madár – Vogel
5.Die sechs Zielformen und ihr fester Vokal
| Zielform (hová?) | Beispiel | Ortsform (hol?) |
|---|---|---|
| alá – unter … hin | a szék alá – unter den Stuhl | alatt – unter |
| elé – vor … hin | a ház elé – vor das Haus | előtt – vor |
| mögé – hinter … hin | a kapu mögé – hinter das Tor | mögött – hinter |
| mellé – neben … hin | az ablak mellé – neben das Fenster | mellett – neben |
| közé – zwischen … hin | a fák közé – zwischen die Bäume | között – zwischen |
| fölé – über … hin | az asztal fölé – über den Tisch | fölött – über |
Alle sechs Zielformen enden auf „-á”/„-é”. Der Vokal ist fest und hängt nicht vom Bezugswort ab: a ház elé mit hintervokalischem ház, a szék alá mit vordervokalischem szék. Formen wie *a szék alé oder *a ház elá gibt es nicht. Hier liegt der Unterschied zu den Kasusendungen, die sich dem Wort anpassen:
a házba – in das Haus a székbe – in den Stuhl a ház elé – vor das Haus a szék elé – vor den StuhlDas -á/-é ist der Rest einer alten Richtungsendung (Lativ), die auf ein uralisches *-j zurückgeführt wird. Sie stand nach hintervokalischen Stämmen als -á, nach vordervokalischen als -é. Die Anpassung betraf den Stamm der Postposition selbst: al „unterer Teil“ ergab alá, mög ergab mögé. Seitdem ist die Form erstarrt. Dieselbe Endung steckt in einigen Richtungsadverbien:
haza – nach Hause (zu ház) ide – hierher oda – dorthin vissza – zurückAuch das Besitzzeichen „-é” in Péteré „Péters, der/die/das von Péter“ gilt als Abkömmling dieser Richtungsendung.
Wortschatz
- alá – unter … (hin)
- elé – vor … (hin)
- mögé – hinter … (hin)
- mellé – neben … (hin)
- közé – zwischen … (hin)
- fölé – über … (hin)
- a házba – in das Haus
- a székbe – in den Stuhl
- al – unterer Teil
- haza – nach Hause
- ide – hierher
- oda – dorthin
- vissza – zurück
6.Ort oder Ziel beim selben Verb
A férfi az ablak mellett áll. – Der Mann steht neben dem Fenster.
A férfi az ablak mellé áll. – Der Mann stellt sich neben das Fenster.
A gyerek a pad mellett ül. – Das Kind sitzt neben der Bank.
A gyerek a pad mellé ül. – Das Kind setzt sich neben die Bank.
A fiú a kapu előtt áll. – Der Junge steht vor dem Tor.
A fiú a kapu elé áll. – Der Junge stellt sich vor das Tor.
Bei áll „steht“, ül „sitzt“ und fekszik „liegt“ entscheidet allein die Postposition, ob ein Zustand oder das Einnehmen einer Position gemeint ist. Das Deutsche wechselt dafür das Verb (stehen – sich stellen, sitzen – sich setzen, liegen – sich legen) und zugleich den Kasus; das Ungarische behält das Verb.
| Verb | Ort (hol?) | Ziel (hová?) |
|---|---|---|
| áll | az ablak mellett áll – steht neben dem Fenster | az ablak mellé áll – stellt sich neben das Fenster |
| ül | a pad mellett ül – sitzt neben der Bank | a pad mellé ül – setzt sich neben die Bank |
| fekszik | a pad alatt fekszik – liegt unter der Bank | a pad alá fekszik – legt sich unter die Bank |
Umgekehrt macht Bewegung allein noch keine Zielangabe. Wer vor dem Haus läuft, bleibt im Bereich vor dem Haus (→ 5.3.1):
A gyerekek a ház előtt futnak. – Die Kinder laufen vor dem Haus.
A gyerekek a ház elé futnak. – Die Kinder laufen vor das Haus.
Ausschlaggebend ist die Frage, welche Beziehung die Angabe nennt: den Ort, an dem etwas geschieht (hol?), oder die Lage, die am Ende entsteht (hová?). Verben wie tesz „legt, stellt“, tol „schiebt“ und helyez „platziert“ verbinden sich ihrer Bedeutung nach gewöhnlich mit einer Zielangabe.
Wortschatz
- áll – steht
- ül – sitzt
- fekszik – liegt
- fut – läuft
- futnak – sie laufen
- hol? – wo?
- hová? – wohin?
- gyerekek – Kinder
- férfi – Mann
- fiú – Junge
7.Das Wichtigste in Kürze
- Die Zielform beantwortet hová? – wohin? und nennt die Lage, die am Ende entsteht.
- Die sechs Zielformen: alá – unter, elé – vor, mögé – hinter, mellé – neben, közé – zwischen, fölé – über (jeweils „hin“).
- Das Bezugswort bleibt ohne Endung: az asztal alá – unter den Tisch.
- Der Vokal -á/-é ist fest: a ház elé, a szék alá.
- Bei áll, ül, fekszik unterscheidet nur die Postposition Zustand und Positionswechsel: a pad mellett ül – sitzt neben der Bank, a pad mellé ül – setzt sich neben die Bank.
- fölé – über … hin ist nicht felé – in Richtung.
Vertiefung
8.Zustand und Übergang
A lány a fa mellett ül. – Das Mädchen sitzt neben dem Baum.
A lány a fa mellé ül le. – Das Mädchen setzt sich neben den Baum.
A kutya a pad alatt fekszik. – Der Hund liegt unter der Bank.
A kutya a pad alatt feküdt. – Der Hund lag unter der Bank.
A kutya a pad alá feküdt. – Der Hund legte sich unter die Bank.
feküdt ist die Vergangenheitsform von fekszik. Mit der Ortsform bedeutet sie „lag“, mit der Zielform „legte sich“. Das Verb bleibt dasselbe; die Postposition bestimmt, welches deutsche Verb die Übersetzung braucht.
Den Übergang kann zusätzlich das Verbalpräfix le „herab“ hervorheben: leül „setzt sich hin“, lefekszik „legt sich hin“. Steht die Zielangabe vor dem Verb, rückt das Präfix dahinter: a fa mellé ül le. In neutraler Folge steht es vorn: leül a fa mellé. Ebenso mit oda „dorthin“:
A férfi odaáll az ablak mellé. – Der Mann stellt sich neben das Fenster.
A kutya lefekszik az ágy mellé. – Der Hund legt sich neben das Bett.
Wortschatz
- lány – Mädchen
- fa – Baum
- feküdt – lag; legte sich (mit Zielangabe)
- le – herab (Verbalpräfix)
- leül {le·ÜL} – herab·SITZT(setzt sich hin)
- lefekszik {le·FEKSZIK} – herab·LIEGT(legt sich hin)
- odaáll {oda·ÁLL} – dorthin·STEHT(stellt sich hin)
- kutya – Hund
9.Ziel angestrebt, nicht unbedingt erreicht
A gyerek az asztal alá akar bújni. – Das Kind will unter den Tisch kriechen.
Péter az ágy alá dobja a labdát, de a labda a szék mellé gurul. – Péter wirft den Ball unter das Bett, aber der Ball rollt neben den Stuhl.
Anna az ágy alá néz. – Anna schaut unter das Bett.
Az apa a zseblámpával a pad alá világít. – Der Vater leuchtet mit der Taschenlampe unter die Bank.
Die Zielform nennt den Endpunkt, auf den ein Geschehen gerichtet ist. Ob er erreicht wird, sagen Verb, Zeitform und Zusammenhang. Im ersten Satz ist das Kriechen erst beabsichtigt; im zweiten verfehlt der Ball das genannte Ziel, und der Satz nennt gleich das tatsächliche Ziel mit mellé.
Bei néz „schaut“ und világít „leuchtet“ bewegt sich der Mensch nicht von der Stelle. Ziel ist der Bereich, in den der Blick oder das Licht fällt. Auch das Deutsche setzt hier den Akkusativ: „unter das Bett schauen“.
Wortschatz
- akar – will
- bújni – kriechen (Infinitiv)
- dob – wirft
- dobja – wirft ihn
- labdát – den Ball
- néz – schaut
- világít – leuchtet
- zseblámpa {zseb·LÁMPA} – Tasche·LAMPE(Taschenlampe)
- zseblámpával – mit der Taschenlampe
- apa – Vater
- de – aber
10.fölé und felé: Ziel oberhalb und bloße Richtung
A madár a folyó fölé repül. – Der Vogel fliegt bis über den Fluss.
A madár átrepül a folyó fölött. – Der Vogel fliegt über den Fluss hinweg.
A busz az állomás felé megy. – Der Bus fährt in Richtung Bahnhof.
A gyerek a kert felé fut. – Das Kind läuft in Richtung Garten.
Anna az ablak felé néz. – Anna schaut zum Fenster hin.
Das deutsche „über den Fluss fliegen“ ist doppeldeutig: Es kann das Ziel oberhalb des Flusses meinen oder die Überquerung. Das Ungarische trennt beides. a folyó fölé nennt den Bereich über dem Fluss als Ziel; die Überquerung drückt das Präfix át „hinüber“ mit der Ortsform aus.
felé nennt nur die Richtung. Der Satz über den Bus behauptet nicht, dass er am Bahnhof ankommt; er kann vorher abbiegen. Auch Anna schaut nicht auf einen bestimmten Punkt, sondern in die Richtung des Fensters. felé beantwortet zwar ebenfalls hová?, gehört aber nicht zur Reihe fölött – fölé; sein Gegenstück ist felől „aus Richtung“ (→ 5.3.7).
Wortschatz
- folyó – Fluss
- átrepül {át·REPÜL} – hinüber·FLIEGT(überfliegt)
- busz – Bus
- állomás – Bahnhof
- kert – Garten
- megy – geht, fährt
- felé – in Richtung
- felől – aus Richtung
11.Feste Verbindungen
A város védelem alá helyezi a régi házat. – Die Stadt stellt das alte Haus unter Schutz.
A vezető ellenőrzés alá vonja a munkát. – Der Leiter unterzieht die Arbeit einer Kontrolle.
Az ügy bíróság elé kerül. – Die Sache kommt vor Gericht.
A tervet a bizottság elé terjesztik. – Man legt den Plan dem Ausschuss vor.
Diese Verbindungen sind fest und als Ganzes zu übersetzen; sie lassen sich nicht frei nach dem räumlichen Muster erweitern. ellenőrzés alá von heißt wörtlich „unter Kontrolle ziehen“, valaki elé terjeszt „vor jemandem ausbreiten“. Oft gebraucht das Deutsche dasselbe Bild: „unter Schutz stellen“, „vor Gericht kommen“. Weitere übertragene Verwendungen behandelt (→ 5.3.9).
Als Verbalpräfix verbindet sich alá fest mit dem Verb. Der Unterschied gleicht dem deutschen zwischen „unter den Brief schreiben“ und „unterschreiben“; lateinisch subscribere ist ebenso gebildet:
Anna a nevét a levél alá írja. – Anna schreibt ihren Namen unter den Brief.
Anna aláírja a levelet. – Anna unterschreibt den Brief.
Wortschatz
- védelem – Schutz
- védelem alá helyez – stellt unter Schutz
- ellenőrzés – Kontrolle
- ellenőrzés alá von – unterzieht einer Kontrolle
- von – zieht
- bíróság – Gericht
- bíróság elé kerül – kommt vor Gericht
- kerül – gerät, kommt (wohin)
- bizottság – Ausschuss
- terjeszt – breitet aus; legt vor (mit elé)
- aláír {alá·ÍR} – unter·SCHREIBT(unterschreibt)
- levél – Brief
12.Zielform mit Personalendung
Ülj mellém! – Setz dich neben mich!
A gyerek mögém áll. – Das Kind stellt sich hinter mich.
Péter közénk ül. – Péter setzt sich zwischen uns.
Ist das Bezugswort ein Personalpronomen, tritt eine Personalendung an die Zielform: mellém „neben mich“, mögéd „hinter dich“, közénk „zwischen uns“. In der 3. Person Singular stehen alá und alája nebeneinander, ebenso elé und eléje. Die ganze Reihe behandelt (→ 5.7).
Wortschatz
- mellém – neben mich
- mögém – hinter mich
- mögéd – hinter dich
- közénk – zwischen uns
- alája – unter ihn, sie, es
- eléje – vor ihn, sie, es
- ülj – setz dich
13.Sprachvergleich
| Sprache | Ort | Ziel |
|---|---|---|
| Ungarisch | az asztal alatt | az asztal alá |
| Deutsch | unter dem Tisch (Dativ) | unter den Tisch (Akkusativ) |
| Latein | sub mensā (Ablativ) | sub mensam (Akkusativ) |
| Russisch | под столом (Instrumental) | под стол (Akkusativ) |
| Englisch | under the table | under the table |
| Französisch | sous la table | sous la table |
| Spanisch | debajo de la mesa | debajo de la mesa |
Deutsch, Latein und Russisch kennzeichnen den Unterschied am Substantiv durch den Kasus. Das Ungarische lässt das Substantiv unverändert und wechselt die Form der Postposition. Im Russischen gilt der Kasuswechsel nur für einige Präpositionen, etwa под „unter“ und за „hinter“: за шкафом „hinter dem Schrank“, за шкаф „hinter den Schrank“. перед „vor“, между „zwischen“ und над „über“ stehen in beiden Fällen mit dem Instrumental. Englisch, Französisch und Spanisch überlassen die Unterscheidung dem Verb und dem Zusammenhang; nur bei „in“ und „auf“ hat das Englische eigene Zielwörter: into, onto.
Wortschatz
- az asztal alatt – unter dem Tisch
- az asztal alá – unter den Tisch
- a szekrény mögött – hinter dem Schrank
- a szekrény mögé – hinter den Schrank
- a fák között – zwischen den Bäumen
- a fák közé – zwischen die Bäume
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