6.11.5 Urheber, Herkunft und Zuordnung

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6.11.5 Urheber, Herkunft und Zuordnung

Die Possessivkonstruktion nennt auch den Urheber eines Werks (Petőfi verse – ein Gedicht von Petőfi), umgekehrt den Urheber als Besitzwort (a vers szerzője – der Verfasser des Gedichts) und die Sache, der etwas zugeordnet ist (a lakás kulcsa – der Wohnungsschlüssel). Die Herkunft eines Menschen steht dagegen meist als Adjektiv auf -i: a debreceni barátom – mein Freund aus Debrecen.

1.Werk und Urheber: Petőfi verse

Ez Petőfi verse. – Das ist ein Gedicht von Petőfi.

A Honfoglalás Munkácsy festménye. – Die „Landnahme“ ist ein Gemälde von Munkácsy.

A Psalmus Hungaricus Kodály műve. – Der „Psalmus Hungaricus“ ist ein Werk von Kodály.

Jókai regényeit ma is sokan olvassák. – Jókais Romane lesen auch heute noch viele.

Der Besitzer (birtokos jelző) nennt hier nicht den Eigentümer, sondern den Urheber; das Besitzwort (birtokszó) nennt das Werk. Die Form ist dieselbe wie bei echtem Besitz: Possessivsuffix der 3. Person am Werk, Besitzer ohne Endung davor.

A múzeum legértékesebb darabja Munkácsy egy festménye. – Das wertvollste Stück des Museums ist ein Gemälde von Munkácsy.

Im selben Satz stehen beide Bedeutungen nebeneinander: Das Museum besitzt das Bild, Munkácsy hat es gemalt. Zur Stellung von egy vor dem Besitzwort (→ 6.10.5).

Wortschatz

  • vers – Gedicht
  • verse – sein/ihr Gedicht
  • festmény – Gemälde
  • festménye – sein/ihr Gemälde
  • mű – Werk
  • műve – sein/ihr Werk
  • regény – Roman
  • regényei – seine/ihre Romane
  • honfoglalás {hon·FOGLALás} – Heimat·NEHMEN·ung(Landnahme)
  • darab – Stück
  • legértékesebb – wertvollste

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2.Ergebnis einer Tätigkeit: a gyerek rajza

A gyerek rajza a hűtőn lóg. – Die Zeichnung des Kindes hängt am Kühlschrank.

A diák dolgozata hibátlan. – Die Arbeit des Schülers ist fehlerfrei.

Az orvos tanácsa egyszerű volt: pihenés. – Der Rat des Arztes war einfach: Ruhe.

A bíróság ítélete jogerős. – Das Urteil des Gerichts ist rechtskräftig.

Megkaptam Péter levelét. – Ich habe Péters Brief bekommen.

Was jemand zeichnet, schreibt, rät oder entscheidet, steht als Besitzwort beim Urheber. Eigentum ist damit nicht gemeint: Die Zeichnung gehört vielleicht den Eltern, der Brief nach dem Empfang dem Empfänger.

→levél – Brief→levele – sein/ihr Brief→Péter levele – Péters Brief

levél kürzt vor dem Suffix das é zu e; dieselbe Stammform haben levelek „Briefe“ und levelet (Akkusativ). Das Wort bedeutet ursprünglich „Blatt“ und hat diese Bedeutung bis heute: a fa levelei „die Blätter des Baumes“.

Wortschatz

  • rajz – Zeichnung
  • rajza – seine/ihre Zeichnung
  • hűtő – Kühlschrank
  • dolgozat – (schriftliche) Arbeit
  • hibátlan – fehlerfrei
  • tanács – Rat
  • pihenés – Ruhe, Erholung
  • bíróság – Gericht
  • ítélet – Urteil
  • jogerős {jog·ERŐS} – Recht·KRÄFTIG(rechtskräftig)
  • levél – Brief; Blatt
  • levele – sein/ihr Brief

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3.Der Urheber als Besitzwort: a vers szerzője

A Himnusz szerzője Kölcsey Ferenc. – Der Verfasser der Nationalhymne ist Ferenc Kölcsey.

Zenéjét Erkel Ferenc szerezte. – Die Musik dazu schrieb Ferenc Erkel.

Az Operaház tervezője Ybl Miklós. – Der Architekt des Opernhauses ist Miklós Ybl.

A Rubik-kocka feltalálója Rubik Ernő. – Der Erfinder des Zauberwürfels ist Ernő Rubik.

Ki a film rendezője? – Wer ist der Regisseur des Films?

Umgekehrt kann das Werk Besitzer sein; dann ist der Urheber das Besitzwort. Die Wörter für den Urheber sind meist Partizipien auf „-ó”/„-ő”, die zu Substantiven geworden sind:

→szerez – erwerben; verfassen, komponieren→szerező – Verfasser, Komponist→a vers szerzője – der Verfasser des Gedichts

feltaláló {fel·TALÁLó} – auf·FINDEN·er(Erfinder)

Ebenso tervező (tervez „planen“), rendező (rendez „ordnen, Regie führen“), író (ír „schreiben“). Kölcsey schrieb das Gedicht 1823, Erkel vertonte es 1844.

Wortschatz

  • szerző – Verfasser, Autor; Komponist
  • szerzője – sein/ihr Verfasser
  • szerez – erwerben; verfassen, komponieren
  • zenéje – ihre Musik
  • tervező – Planer, Architekt
  • operaház {opera·HÁZ} – Oper·HAUS(Opernhaus)
  • feltaláló {fel·TALÁLó} – auf·FINDEN·er(Erfinder)
  • feltalálója – sein/ihr Erfinder
  • rendező – Regisseur
  • rendezője – sein/ihr Regisseur

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4.Herkunft: Kiskőrös szülötte, a debreceni barátom

Petőfi Sándor Kiskőrös szülötte. – Sándor Petőfi ist gebürtig aus Kiskőrös.

Kossuth Lajos Monok szülötte. – Lajos Kossuth ist gebürtig aus Monok.

Hazánk legjobb fiai harcoltak a szabadságért. – Die besten Söhne unseres Landes kämpften für die Freiheit.

Der Herkunftsort als Besitzer steht nur in gehobener Sprache, vor allem mit szülötte „sein Geborener“ und fia „sein Sohn“. Gewöhnlich wird die Herkunft eines Menschen anders ausgedrückt: mit einem Adjektiv auf „-i” (→ 3.6.4), mit dem Elativ oder Delativ und való oder mit származik „stammen“.

A debreceni barátom holnap jön. – Mein Freund aus Debrecen kommt morgen.

Péter Debrecenből származik. – Péter stammt aus Debrecen.

Honnan való? – Szegedről való. – Woher stammt er? – Er stammt aus Szeged.

Hová való vagy? – Woher stammst du?

Debrecen barátja hieße „ein Freund (Förderer) der Stadt Debrecen“. In Hová való vagy? fragt hová „wohin“ nach der Herkunft: való bedeutet hier „wohin gehörig“. Das Volkstümliche sagt dafür Hová valósi vagy?

Wortschatz

  • szülött – Geborener, Kind (eines Ortes)
  • szülötte – sein/ihr Geborener: gebürtig aus
  • fia – sein/ihr Sohn
  • hazánk – unser Vaterland, unser Land
  • szabadság – Freiheit
  • debreceni – aus Debrecen
  • származik – stammen
  • honnan – woher
  • hová – wohin
  • való – stammend, gehörig

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5.Quelle und Erzeugnis: a fa gyümölcse

A fa gyümölcse már érett. – Die Früchte des Baumes sind schon reif.

A szőlő leve édes. – Der Saft der Trauben ist süß.

A Balaton halai közül a fogas a leghíresebb. – Unter den Fischen des Balaton ist der Zander der berühmteste.

Tokaj borait az egész világon ismerik. – Die Weine von Tokaj kennt man in der ganzen Welt.

Bei Dingen steht die Quelle oder der Ort, aus dem etwas kommt, ohne Weiteres als Besitzer. Für Erzeugnisse einer Gegend gibt es daneben das Adjektiv auf „-i”:

A tokaji bor híres. – Der Tokajer ist berühmt.

a tokaji bor nennt eine Sorte, Tokaj borai die Erzeugnisse des Ortes. lé „Saft“ hat den Stamm lev- wie mű den Stamm műv-.

Wortschatz

  • gyümölcs – Obst, Frucht
  • gyümölcse – seine/ihre Früchte
  • érett – reif
  • szőlő – Weintraube, Weinrebe
  • lé – Saft, Brühe
  • leve – sein/ihr Saft
  • halai – seine/ihre Fische
  • fogas – Zander (Balaton)
  • borai – seine/ihre Weine
  • tokaji – aus Tokaj, Tokajer

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6.Zuordnung: a lakás kulcsa, az év sportolója

Hol van a lakás kulcsa? – Wo ist der Wohnungsschlüssel?

A feladat megoldása a könyv végén van. – Die Lösung der Aufgabe steht hinten im Buch.

A gép használati utasítása háromnyelvű. – Die Bedienungsanleitung des Geräts ist dreisprachig.

Der Besitzer ist hier die Sache, zu der etwas gehört: der Schlüssel zur Wohnung, die Lösung zur Aufgabe, die Anleitung zum Gerät. Das Deutsche setzt oft ein Kompositum oder „zu“; das Ungarische hat neben der Possessivkonstruktion häufig ebenfalls ein Kompositum:

lakáskulcs {lakás·KULCS} – Wohnung·SCHLÜSSEL(Wohnungsschlüssel)

Ő az év sportolója. – Er ist der Sportler des Jahres.

A mérkőzés legjobbja a kapus volt. – Bester Spieler des Spiels war der Torwart.

Mi lett idén az év szava? – Was wurde dieses Jahr zum Wort des Jahres?

Ebenso wird etwas einem Zeitraum oder einem Ereignis zugeordnet. szó „Wort“ hat den Stamm szav-.

Wortschatz

  • lakás – Wohnung
  • kulcs – Schlüssel
  • kulcsa – sein/ihr Schlüssel
  • lakáskulcs {lakás·KULCS} – Wohnung·SCHLÜSSEL(Wohnungsschlüssel)
  • megoldás – Lösung
  • használati utasítás – Bedienungsanleitung
  • háromnyelvű {három·NYELVŰ} – drei·SPRACHIG(dreisprachig)
  • sportoló – Sportler
  • mérkőzés – Spiel, Wettkampf
  • legjobbja – sein/ihr Bester
  • kapus – Torwart
  • szava – sein/ihr Wort

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7.Das Wichtigste in Kürze

  • Der Besitzer kann den Urheber nennen: Petőfi verse – ein Gedicht von Petőfi; a gyerek rajza – die Zeichnung des Kindes.
  • Umgekehrt steht der Urheber als Besitzwort: a vers szerzője, a film rendezője, a Rubik-kocka feltalálója.
  • Herkunft von Menschen: a debreceni barátom, Debrecenből származik, Hová való vagy?; gehoben Kiskőrös szülötte.
  • Herkunft von Dingen: a fa gyümölcse, Tokaj borai neben a tokaji bor.
  • Zuordnung: a lakás kulcsa, a feladat megoldása, az év sportolója.

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Vertiefung

8.Drei Lesarten: Péter képe

Péter képe a falon lóg. – Péters Bild hängt an der Wand.

Der Satz lässt offen, ob das Bild Péter gehört, ob Péter es gemalt hat oder ob es Péter zeigt. Eindeutig wird es durch andere Fügungen:

A kép Péteré. – Das Bild gehört Péter.

A Péter által festett kép a falon lóg. – Das von Péter gemalte Bild hängt an der Wand.

A Péterről készült fénykép a falon lóg. – Das Foto, das Péter zeigt, hängt an der Wand.

Für den Urheber steht által mit einem Partizip (→ 5.5.9, 12.6), für das Dargestellte der Delativ mit készült „entstanden, angefertigt“. Bei Gemälden ist die Possessivkonstruktion meist auf den Maler bezogen; das Dargestellte tritt dann oft als Vorderglied eines Kompositums hinzu:

Munkácsy Liszt-portréja 1886-ban készült. – Munkácsys Porträt von Liszt entstand 1886.

Wortschatz

  • kép – Bild
  • képe – sein/ihr Bild
  • Péteré – Péters, gehört Péter
  • által – durch, von (Urheber)
  • fest – malen
  • festett – gemalt
  • készül – entstehen, angefertigt werden
  • fénykép {fény·KÉP} – Licht·BILD(Foto)
  • portré – Porträt

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9.Handlung und Handelnder: a gyerek sírása

A gyerek sírása felébresztett. – Das Weinen des Kindes hat mich geweckt.

A madarak éneke hallatszik. – Der Gesang der Vögel ist zu hören.

Amerika felfedezése 1492-ben történt. – Die Entdeckung Amerikas geschah 1492.

Bei Verbalsubstantiven auf „-ás”/„-és” nennt der Besitzer entweder den Handelnden oder den Betroffenen. Bei sír „weinen“ und énekel „singen“ kann es nur der Handelnde sein; bei felfedez „entdecken“ ist Amerika das Entdeckte. Bei transitiven Verben bleiben oft beide Lesarten möglich:

A tanár dicsérete jólesett. – Das Lob des Lehrers tat gut.

Gemeint ist meist das Lob, das der Lehrer ausspricht; eindeutig ist a tanártól kapott dicséret „das vom Lehrer erhaltene Lob“. Ist der Lehrer der Gelobte, heißt es a tanárnak szóló dicséret „das Lob, das dem Lehrer gilt“.

Die lateinische Grammatik nennt die beiden Lesarten genitivus subiectivus und genitivus obiectivus; ihr Schulbeispiel ist amor patris „die Liebe des Vaters“ oder „die Liebe zum Vater“. Im Ungarischen ist az apa szeretete die Liebe, die der Vater gibt; die Liebe zum Vater heißt az apa iránti szeretet.

Wortschatz

  • sír – weinen
  • sírás – Weinen
  • felébreszt – aufwecken
  • ének – Gesang, Lied
  • éneke – sein/ihr Gesang
  • hallatszik – zu hören sein
  • felfedezés {fel·FEDEZés} – auf·DECKEN·ung(Entdeckung)
  • dicséret – Lob
  • jólesik – guttun
  • szeretet – Liebe
  • iránt – gegenüber, zu (Postposition)

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10.Absender und Empfänger: Péter levele

Péter levele ma érkezett. – Péters Brief ist heute angekommen.

Levelet kaptam Pétertől. – Ich habe einen Brief von Péter bekommen.

A Péternek írt levél még az asztalon van. – Der Brief an Péter liegt noch auf dem Tisch.

A levél feladója ismeretlen. – Der Absender des Briefes ist unbekannt.

A levél címzettje Péter. – Empfänger des Briefes ist Péter.

Die Possessivkonstruktion Péter levele nennt gewöhnlich den Schreiber. Die Herkunft eines Briefes oder Geschenks steht auch im Ablativ „-tól”/„-től”, der Empfänger im Dativ mit einem Partizip. Auch Absender und Empfänger selbst können Besitzwort sein: feladója, címzettje.

Ez anyám ajándéka. – Das ist ein Geschenk meiner Mutter.

Ez az anyámnak szánt ajándék. – Das ist das Geschenk für meine Mutter.

Wortschatz

  • érkezik – ankommen
  • levelet – Brief (Akkusativ)
  • Pétertől – von Péter
  • Péternek írt – an Péter geschrieben
  • feladó {fel·ADó} – auf·GEBEN·er(Absender)
  • feladója – sein/ihr Absender
  • címzett – Empfänger, Adressat
  • címzettje – sein/ihr Empfänger
  • ismeretlen – unbekannt
  • ajándék – Geschenk
  • szán – bestimmen (für)

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11.Eigenname im Kompositum: egy Petőfi-vers

Egy Petőfi-verset tanulunk. – Wir lernen ein Gedicht von Petőfi.

A kedvenc Bartók-művem a Concerto. – Mein Lieblingswerk von Bartók ist das Concerto.

Az iskolában a Kodály-módszerrel tanítják az éneket. – In der Schule wird Singen nach der Kodály-Methode unterrichtet.

Eigenname und Gattungswort bilden mit Bindestrich ein Kompositum (→ 3.9). Es nennt den Urheber ohne Possessivsuffix; deshalb kann das Kompositum selbst ein Possessivsuffix erhalten: Bartók-művem „mein Bartók-Werk“. egy Petőfi-vers und Petőfi egy verse bedeuten fast dasselbe; das Kompositum betont eher die Art („ein Gedicht, wie Petőfi es schreibt“).

Nach Erfindern benannt sind Rubik-kocka „Zauberwürfel“ und im Englischen biro, das britische Wort für den Kugelschreiber, nach László Bíró. Im Ungarischen heißt der Kugelschreiber golyóstoll.

golyóstoll {golyóS·toll} – Kugel·IG·Feder(Kugelschreiber)

Wortschatz

  • Petőfi-vers – Gedicht von Petőfi
  • Bartók-mű – Werk von Bartók
  • Bartók-művem – mein Bartók-Werk
  • kedvenc – Lieblings-
  • módszer – Methode
  • Kodály-módszer – Kodály-Methode
  • Rubik-kocka – Zauberwürfel
  • golyóstoll {golyóS·toll} – Kugel·IG·Feder(Kugelschreiber)

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12.Herkunft im Wort: falumbeli, magyar származású

Egy falumbeli lányt vett feleségül. – Er hat ein Mädchen aus meinem Dorf geheiratet.

A falubeliek mind ismerik. – Die Leute aus dem Dorf kennen ihn alle.

Egy falunkból való kereskedővel beszéltem. – Ich habe mit einem Händler aus unserem Dorf gesprochen.

Das Adjektivsuffix „-beli” bezeichnet Zugehörigkeit zu einem Ort oder einer Gemeinschaft (→ 9.7.8). Es kann sogar hinter einem Possessivsuffix stehen: falumbeli „aus meinem Dorf“, falujabeli „aus seinem Dorf“. Gewöhnlich folgen Ableitungssuffixe nicht auf ein Possessivsuffix. „-beli” gilt als Bildung aus bél „Inneres“ und „-i”; auf bél geht auch „-ban”/„-ben” zurück.

Magyar származású, de Bécsben született. – Er ist ungarischer Herkunft, aber in Wien geboren.

Egy pesti születésű színész játssza a főszerepet. – Ein in Pest geborener Schauspieler spielt die Hauptrolle.

Mit „-ú”/„-ű” werden aus származás „Herkunft“ und születés „Geburt“ Adjektive, die ein Attribut vor sich haben: magyar származású, pesti születésű.

Wortschatz

  • falu – Dorf
  • falumbeli – aus meinem Dorf
  • falubeli – aus dem Dorf; Dorfbewohner
  • feleségül vesz – zur Frau nehmen, heiraten
  • kereskedő – Händler
  • származás – Herkunft, Abstammung
  • származású – -stämmig, von … Herkunft
  • születés – Geburt
  • születésű – gebürtig, geboren (in)
  • főszerep {fő·SZEREP} – Haupt·ROLLE(Hauptrolle)

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13.Sprachvergleich

UngarischDeutschEnglischFranzösisch
Petőfi verseein Gedicht von Petőfia poem by Petőfiun poème de Petőfi
a vers szerzőjeder Verfasser des Gedichtsthe author of the poeml’auteur du poème
a debreceni barátommein Freund aus Debrecenmy friend from Debrecenmon ami de Debrecen
a lakás kulcsader Wohnungsschlüsselthe key to the flatla clé de l’appartement

Das Englische trennt die Beziehungen mit eigenen Präpositionen: by für den Urheber, from für die Herkunft, to für die Zuordnung. Französisch und Spanisch setzen überall de: un poema de Petőfi, un amigo de Debrecen, la llave del piso. Das Deutsche nimmt „von“ für Urheber und Herkunft und daneben den Genitiv.

Russisch und Latein nehmen für den Urheber den Genitiv: стихи Пушкина (stichi Puškina, „Puschkins Gedichte“), carmina Horatii „die Gedichte des Horaz“ (genitivus auctoris). Für die Herkunft steht eine Präposition: из Москвы (iz Moskvy) „aus Moskau“, ex urbe „aus der Stadt“.

Das Ungarische nimmt die Possessivkonstruktion für Urheber, Erzeugnis und Zuordnung, für die Herkunft von Menschen aber meist das Adjektiv auf „-i” oder einen Lokalkasus. Weitere Entsprechungen deutscher von- und Genitivfügungen (→ 6.11.8).

Wortschatz

  • szerzője – sein/ihr Verfasser
  • debreceni – aus Debrecen
  • barátom – mein Freund
  • lakás kulcsa – Schlüssel der Wohnung

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