2.2.1 Kurze und lange Vokale

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2.2.1 Kurze und lange Vokale

Jeder der sieben ungarischen Vokale kommt kurz und lang vor. Der lange Vokal wird etwa doppelt so lange gehalten wie der kurze – in jeder Silbe des Wortes, auch in unbetonten Silben und in Endungen. Länge ist Zeit, nicht Kraft.

1.Sieben kurze und sieben lange Vokale

Támás a szobában tévét néz. – Tamás sieht im Zimmer fern.

Az óra fél hatot mutat. – Die Uhr zeigt halb sechs.

A fürdőszobában nincs törölköző. – Im Badezimmer ist kein Handtuch.

Der Name Tamás („Thomas“) wird auf der ersten Silbe betont; das á der zweiten Silbe ist trotzdem lang. In tévét sind beide é lang, in törölköző nur das letzte Zeichen ő, die drei ö davor sind kurz. Die Zeichen kennt man aus (→ 2.1.5). Sie bilden sieben Paare:

a – á, e – é, i – í, o – ó, ö – ő, u – ú, ü – ű

Die Dauer eines Lautes heißt Lautdauer oder Länge – időtartam – Quantität (lateinisch quantitas „Größe, Menge“, zu quantus „wie groß“). Der ungarische Begriff ist zusammengesetzt: időtartam {idő·TARTAM} – Zeit·DAUER(Lautdauer) Ein langer Vokal ist weder lauter noch höher als der kurze, er dauert nur länger. Bei a – á und e – é ändert sich zusätzlich der Klang Abschnitt 7, bei den übrigen fünf Paaren fast nur die Dauer.

Wortschatz

  • hang – Laut, Ton
  • magánhangzó {magán·HANGZÓ} – allein·KLINGEND(Vokal, Selbstlaut)
  • rövid – kurz
  • hosszú – lang
  • rövid magánhangzó – kurzer Vokal
  • hosszú magánhangzó – langer Vokal
  • idő – Zeit
  • időtartam {idő·TARTAM} – Zeit·DAUER(Lautdauer)
  • szobában – im Zimmer
  • tévé – Fernseher; Fernsehen
  • tévét néz – fernsehen
  • óra – Uhr; Stunde
  • fél hatot – halb sechs (Objekt)
  • mutat – zeigen
  • fürdőszoba {fürdő·SZOBA} – Bad·ZIMMER(Badezimmer)
  • törölköző {törölközŐ} – sich abtrocknen·END(Handtuch)
  • nincs – es gibt nicht, ist nicht da

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2.Lange Vokale in jeder Silbe

Délután háromkor hazaérünk. – Wir kommen um drei Uhr nachmittags nach Hause.

Der Satz enthält vier lange Vokale: é in den Silben dél und há sind betont, á in tán und é in ér unbetont. Die Betonung liegt immer auf der ersten Silbe (→ 2.3.1), die Länge dagegen kann in jeder Silbe stehen. Man betont dél in délután und hält tán genauso lang.

WortSilbenlanger Vokal in Silbe
óra – Uhr; Stundeó-ra1
Tamás – ThomasTa-más2
kanapé – Sofaka-na-pé3
délután – nachmittagsdél-u-tán1 und 3
fürdőszoba – Badezimmerfür-dő-szo-ba2
hálószoba – Schlafzimmerhá-ló-szo-ba1 und 2
ébresztő – Weckeréb-resz-tő1 und 3
törölköző – Handtuchtö-röl-kö-ző4

A kanapé a tévével szemben áll. – Das Sofa steht dem Fernseher gegenüber.

Kati a hálószobában alszik. – Kati schläft im Schlafzimmer.

Az ébresztőóra hatkor csörög. – Der Wecker klingelt um sechs.

Támás vacsorát főz. – Tamás kocht das Abendessen.

Az erkélyen sok virág nyílik. – Auf dem Balkon blühen viele Blumen.

Az új hűtő nagyon csendes. – Der neue Kühlschrank ist sehr leise.

In deutschen Erbwörtern steht ein langer Vokal fast nur in der betonten Silbe: In „Tomate“ ist allein das betonte a lang. Im Ungarischen ist das anders; kanapé endet auf langes é, obwohl die Silbe ka betont ist. In ébresztőóra folgen zwei lange Vokale aufeinander und bleiben zwei getrennte Laute.

Wortschatz

  • délután – nachmittags; Nachmittag
  • dél – Mittag
  • háromkor – um drei Uhr
  • hazaér – nach Hause kommen
  • hazaérünk – wir kommen nach Hause
  • kanapé – Sofa
  • tévével szemben – dem Fernseher gegenüber
  • áll – stehen
  • hálószoba {hálÓ·szoba} – schlafen·END·Zimmer(Schlafzimmer)
  • alszik – schlafen
  • ébresztőóra {ébresztŐ·óra} – wecken·END·Uhr(Wecker)
  • csörög – klingeln, rasseln
  • vacsora – Abendessen
  • vacsorát – Abendessen (Objekt)
  • főz – kochen
  • erkély – Balkon
  • erkélyen – auf dem Balkon
  • virág – Blume
  • nyílik – blühen; sich öffnen
  • új – neu
  • hűtő {hűtŐ} – kühlen·END(Kühlschrank)

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3.Langer Vokal vor langem Konsonanten

Az ágy az ablak mellett áll. – Das Bett steht neben dem Fenster.

Fáj a vállam. – Mir tut die Schulter weh.

Im Deutschen zeigt ein doppelt geschriebener Konsonant, dass der Vokal davor kurz ist: „Stall“ gegenüber „Stahl“. Im Ungarischen gilt das nicht. In áll „steht“ und váll „Schulter“ ist das á lang und das l ebenfalls lang (→ 2.2.3). Ob der Vokal lang ist, zeigt allein sein Zeichen.

Wortschatz

  • ágy – Bett
  • ablak – Fenster
  • mellett – neben
  • áll – stehen
  • váll – Schulter
  • vállam – meine Schulter
  • fáj – wehtun

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4.Lange Vokale in Endungen und Ableitungssilben

A kulcs a szomszédnál van. – Der Schlüssel ist beim Nachbarn.

Az újságot a postaládából hozom be. – Ich hole die Zeitung aus dem Briefkasten.

Auch Endungen – toldalékok – haben eine feste Länge. Sie gehört zur Endung selbst und gilt für alle ihre Varianten:

kurzer VokalBedeutunglanger VokalBedeutung
„-ba”/„-be”in … hinein„-ból”/„-ből”aus … heraus
„-ban”/„-ben”in„-nál”/„-nél”bei
„-ra”/„-re”auf … hinauf„-ról”/„-ről”von … herab; über
„-hoz”/„-hez”/„-höz”zu … hin„-tól”/„-től”von … weg
„-val”/„-vel”mit„-ért”für, wegen
„-ig”bis„-ként”als

Gebrauch der Endungen (→ 4.5, 4.6, 4.7, 4.8). Lange Vokale stecken ebenso in häufigen Ableitungssilben, etwa in „-ó”/„-ő”, „-ás”/„-és” und „-ság”/„-ség”:

hűtő {hűtŐ} – kühlen·END(Kühlschrank) lakás {lakÁS} – wohnen·UNG(Wohnung) újság {újSÁG} – neu·HEIT(Neuigkeit; Zeitung)

Dass Länge allein Wörter unterscheiden kann, zeigt (→ 2.2.2); wie sie sich beim Anfügen von Endungen ändert, (→ 2.2.7).

Wortschatz

  • toldalék – Endung, Suffix
  • kulcs – Schlüssel
  • szomszéd – Nachbar
  • szomszédnál – beim Nachbarn
  • újság {újSÁG} – neu·HEIT(Zeitung)
  • újságot – Zeitung (Objekt)
  • postaláda {posta·LÁDA} – Post·KISTE(Briefkasten)
  • postaládából – aus dem Briefkasten
  • hozom be – ich bringe herein
  • lakás {lakÁS} – wohnen·UNG(Wohnung)
  • lakásban – in der Wohnung

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5.Das Wichtigste in Kürze

  • Sieben Paare: a – á, e – é, i – í, o – ó, ö – ő, u – ú, ü – ű.
  • Lang heißt etwa doppelt so lange gehalten, nicht lauter und nicht betont (időtartam, Quantität).
  • Betonung immer auf der ersten Silbe, lange Vokale in jeder Silbe: Tamás, kanapé, törölköző.
  • Auch vor langem Konsonanten bleibt ein langer Vokal lang: áll.
  • Endungen und Ableitungssilben haben feste Längen: „-ból”, „-nál”, „-ás”, „-ság”.

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Vertiefung

6.Wie lang ist lang?

Lange Vokale dauern ungefähr das Anderthalb- bis Zweifache der kurzen. In schnellem Sprechen nähern sich die Werte an, der Unterschied bleibt hörbar. In der Internationalen Lautschrift (IPA) steht für Länge das Zeichen ː:

BuchstabeLautBuchstabeLaut
a[ɒ]á[aː]
e[ɛ]é[eː]
i[i]í[iː]
o[o]ó[oː]
ö[ø]ő[øː]
u[u]ú[uː]
ü[y]ű[yː]

Ein langer Vokal ist ein gehaltener Laut, kein doppelt angesetzter: óra ist [oːrɒ], nicht [o-orɒ].

Wortschatz

  • óra – Uhr; Stunde
  • kiejtés {kiejtés} – Aussprache

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7.Klangfarbe und Länge

A tál az asztalon van. – Die Schüssel steht auf dem Tisch.

A szekrény tele van ruhával. – Der Schrank ist voller Kleider.

Das á in tál [taːl] ist offen und ungerundet, die beiden a in asztalon [ɒstɒlon] werden mit gerundeten Lippen gesprochen. In szekrény ist das e offen [ɛ] wie in „Männer“, das é geschlossen [eː] wie in „See“. Bei diesen zwei Paaren unterscheiden sich Dauer und Klang, bei den übrigen fünf fast nur die Dauer. Der Klang eines Vokals heißt Klangfarbe – hangszín – Vokalqualität; das ungarische Wort ist gebildet wie das deutsche:

hangszín {hang·SZÍN} – Laut·FARBE(Klangfarbe)

Im Deutschen sind Länge und Klang meist gekoppelt („Miete“ – „Mitte“, „Höhle“ – „Hölle“). Die kurzen ungarischen i, o, ö, u, ü klingen dagegen fast wie die langen, nur kürzer.

Wortschatz

  • tál – Schüssel
  • asztal – Tisch
  • asztalon – auf dem Tisch
  • szekrény – Schrank
  • tele – voll
  • ruha – Kleid; Kleidung
  • ruhával – mit Kleidung
  • hangszín {hang·SZÍN} – Laut·FARBE(Klangfarbe)
  • minőség – Qualität, Beschaffenheit
  • a magánhangzó minősége – die Qualität des Vokals

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8.Länge als Merkmal des Phonems

Weil Länge allein Wörter unterscheiden kann (→ 2.2.2), ist sie im Ungarischen ein Merkmal des Phonems – fonéma (→ 2.1.1): /o/ und /oː/ sind zwei verschiedene Phoneme. Die Länge ist außerdem frei, das heißt unabhängig von Betonung und Silbenbau. Sie steht in betonten und unbetonten Silben, vor einfachem und vor langem Konsonanten, am Wortanfang und am Wortende. Die Längen der Konsonanten sind davon unabhängig (→ 2.2.3).

Wortschatz

  • fonéma – Phonem
  • hangsúly {hang·SÚLY} – Laut·GEWICHT(Betonung)
  • szótag {szó·TAG} – Wort·GLIED(Silbe)
  • mássalhangzó {mással·HANGZÓ} – mit anderem·KLINGEND(Konsonant, Mitlaut)

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9.Schrift fest, Aussprache schwankend

Hétkor indulunk a színházba. – Um sieben brechen wir ins Theater auf.

Szép estét kívánok! – Einen schönen Abend!

A kórház közel van a lakásunkhoz. – Das Krankenhaus ist nicht weit von unserer Wohnung.

Mindig későn fekszünk le. – Wir gehen immer spät ins Bett.

Die Schreibung der Länge ist fest, die Aussprache schwankt bei einigen häufigen Wörtern, vor allem bei i/í und u/ú. Diese Aussprachen sind in der Umgangssprache verbreitet und gelten nicht als Fehler; die Schrift folgt ihnen nicht (→ 18.1.5).

geschriebenoft gesprochen
színház – Theatermit kurzem i
szívesen – gernmit kurzem i
kíván – wünschenmit kurzem i
újság – Zeitungmit kurzem u
kórház – Krankenhausmit kurzem o
később – spätermit kurzem ö
mindig – immermit langem i
nyilván – offenbarmit langem i
hirdet – verkünden; inserierenmit langem i
turista – Touristmit langem u

Wortschatz

  • hétkor – um sieben Uhr
  • indul – aufbrechen, losfahren
  • indulunk – wir brechen auf
  • színház {szín·HÁZ} – Bühne·HAUS(Theater)
  • színházba – ins Theater
  • szép – schön
  • este – Abend
  • estét – Abend (Objekt)
  • kívánok – ich wünsche
  • kórház {kór·HÁZ} – Krankheit·HAUS(Krankenhaus)
  • közel – nah
  • lakásunkhoz – zu unserer Wohnung
  • mindig – immer
  • későn – spät
  • fekszik – liegen
  • fekszünk le – wir legen uns hin

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10.Am Wortende: u oder ú, ü oder ű?

A falu végén áll a házunk. – Unser Haus steht am Ende des Dorfes.

A kapu előtt egy szomorú kutya ül. – Vor dem Tor sitzt ein trauriger Hund.

Am Wortende entscheidet die Wortart. Adjektive enden nach der amtlichen Rechtschreibung immer auf langes ú/ű, einsilbige Substantive ebenfalls. Mehrsilbige Substantive enden meist lang, eine Gruppe aber kurz; Koseformen enden auf kurzes u.

WortgruppeBeispiele
Adjektive: immer langszomorú – traurig; hosszú – lang; könnyű – leicht; gyönyörű – wunderschön
einsilbige Substantive: langfű – Gras; tű – Nadel; bú – Kummer
mehrsilbige Substantive: meist langborjú – Kalb; ágyú – Kanone; gyűrű – Ring
mehrsilbige Substantive: einige kurzfalu – Dorf; kapu – Tor; áru – Ware; daru – Kran, Kranich; alku – Handel; eskü – Eid; menü – Menü
Koseformen: kurzanyu – Mama; apu – Papa

Wortschatz

  • falu – Dorf
  • vég – Ende
  • végén – an seinem Ende
  • házunk – unser Haus
  • kapu – Tor
  • előtt – vor
  • szomorú – traurig
  • kutya – Hund
  • ül – sitzen
  • hosszú – lang
  • könnyű – leicht
  • gyönyörű – wunderschön
  • gyűrű – Ring
  • eskü – Eid

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11.Am Wortende: kein kurzes o oder ö

Ungarische Wörter und eingebürgerte Lehnwörter enden auf langes ó oder ő, nicht auf kurzes o oder ö. Lehnwörter erhalten dabei die Länge auch dann, wenn die Ausgangssprache sie nicht hat:

fotó – Foto metró – U-Bahn rádió – Radio videó – Video kakaó – Kakao tető – Dach erdő – Wald

Kurzes o/ö am Ende haben nur fremde Namen wie Oslo und Malmö und Ausrufe wie nono „na, na“. Auslautendes a und e sind dagegen meist kurz: szoba „Zimmer“, este „Abend“ (→ 2.2.7).

Wortschatz

  • fotó – Foto
  • metró – U-Bahn
  • rádió – Radio
  • videó – Video
  • kakaó – Kakao
  • tető – Dach
  • erdő – Wald
  • szoba – Zimmer
  • este – Abend

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12.Länge im Vers

Weil die ungarische Vokallänge frei ist und in jeder Silbe stehen kann, lassen sich die antiken Versmaße – Hexameter, Distichon, sapphische Strophe – im Ungarischen nach demselben Prinzip bauen wie im Lateinischen. Diese Dichtweise heißt időmértékes verselés:

időmértékes {idő·MÉRTÉKes} – Zeit·MASS·ig(zeitmessend)

Eine Silbe gilt als kurz, wenn ihr Vokal kurz ist und höchstens ein kurzer Konsonant folgt; sonst ist sie lang – lang „von Natur“ durch einen langen Vokal, lang „durch Position“ durch einen langen Konsonanten oder zwei Konsonanten. Das entspricht der Regel der lateinischen Metrik (natura und positione longa). Die ersten ungarischen Distichen schrieb János Sylvester im 16. Jahrhundert; Dániel Berzsenyi und Miklós Radnóti gehören zu den bekanntesten Dichtern dieser Form.

Wortschatz

  • vers – Gedicht; Vers
  • verselés {versELés} – Vers·EN·ung(Versbau)
  • mérték – Maß
  • időmértékes {idő·mértékes} – zeitmessend
  • szótag {szó·tag} – Silbe

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13.Sprachvergleich

SpracheVokallängeSchreibung
Ungarischunterscheidet Wörter, frei in jeder SilbeAkut und Doppelakut: á, ő
Lateinunterschied Wörter, freimeist nicht geschrieben; heute Makron: ā
Deutschmeist an betonte Silbe gebunden, mit Klangwechseloft unbezeichnet (Tag), sonst h, ie, Doppelvokal
Englisch„long vowel“ meint im Unterricht meist den Namen des Buchstabens (a in name)stummes e (name, note)
Französischheute kaum noch unterscheidendZirkumflex als Spur (pâte, fête)
Spanisch, Russischkeine Vokallänge–

Im Lateinischen unterschieden sich mālum „Apfel“ und malum „Übel“ nur durch die Länge des ersten a; geschrieben wurden beide gleich. Römische Inschriften markierten lange Vokale gelegentlich mit dem apex, einem Strich über dem Buchstaben, der dem ungarischen Akut äußerlich gleicht. Der ungarische Name für diese Zeichen ist ékezet, gebildet aus dem alten ék „Akzentzeichen“.

Wortschatz

  • ékezet – Akzentzeichen
  • hosszú ékezet – Längezeichen (Akut, Doppelakut)
  • latin – lateinisch
  • latinul – auf Lateinisch
  • németül – auf Deutsch
  • angolul – auf Englisch
  • franciaul – auf Französisch

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14.Sprechtempo und Standardaussprache

In schnellem und lässigem Sprechen werden Längen kürzer, in manchen Mundarten sind sie anders verteilt. Die Angaben dieses Buches beziehen sich auf die Standardaussprache:

köznyelvi kiejtés – Standardaussprache

Wortschatz

  • köznyelv {köz·NYELV} – gemein·SPRACHE(Standardsprache)
  • köznyelvi {köz·nyelvi} – standardsprachlich
  • kiejtés {kiejtés} – Aussprache
  • gyors – schnell
  • lassú – langsam

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