4.2.1 Die endungslose Form

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4.2.1 Die endungslose Form

Der Nominativ (alanyeset) ist die Form des Nomens ohne Kasussuffix (rag). „Endungslos“ heißt „ohne rag“, nicht „ohne jede Endung“: Pluralzeichen, Possessivsuffix und Besitzzeichen dürfen stehen – könyvek, könyvem, Annáé. Nur der letzte Platz, der Platz des rag, bleibt leer.

1.Wörter ohne Anhängsel

Ez a doboz nagyon nehéz. – Diese Kiste ist sehr schwer.

Hol van a kulcs a pincéhez? – Wo ist der Schlüssel für den Keller?

Megérkezett a teherautó. – Der Lastwagen ist angekommen.

A szomszéd is segít. – Auch der Nachbar hilft.

Ein Umzugstag: Kisten, Schlüssel, Lastwagen, Nachbarn. In den Sätzen stehen doboz, kulcs, teherautó und szomszéd genau so, wie man sie im Wörterbuch findet – ohne Anhängsel. Erst wenn das Wort eine andere Aufgabe im Satz bekommt, tritt eine Kasusendung an:

→doboz – Kiste→dobozba – in die Kiste

→kulcs – Schlüssel→kulcsot – den Schlüssel

→pince – Keller→pincéhez – zum Keller

Die leere Stelle am Wortende heißt Nullendung (zéró rag, → 1.3.3). Das Ungarische hat je nach Zählung rund 17 bis über 20 Kasus (→ 4.1.6); nur einer davon hat keine Endung.

teherautó {teher·AUTÓ} – Last·AUTO(Lastwagen)

Wortschatz

  • doboz – Kiste, Schachtel
  • dobozba – in die Kiste
  • kulcs – Schlüssel
  • kulcsot – den Schlüssel
  • pince – Keller
  • pincéhez – zum Keller
  • teherautó {teher·autó} – Lastwagen
  • szomszéd – Nachbar
  • nehéz – schwer
  • segít – hilft
  • megérkezett – ist angekommen

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2.Name und Fragen: Nominativ – alanyeset

Ki az? – A szomszéd. – Wer ist das? – Der Nachbar.

Mi ez? – Egy régi rádió. – Was ist das? – Ein altes Radio.

Kik ezek az emberek? – A barátaim, segítenek. – Wer sind diese Leute? – Meine Freunde, sie helfen.

Mik ezek? – Régi újságok. – Was ist das? – Alte Zeitungen.

Der Kasus ohne Endung heißt deutsch Nominativ oder Werfall, ungarisch alanyeset, lateinisch casus nominativus „Nennfall“ (zu nominare „nennen“): die Form, mit der man ein Ding benennt.

alanyeset {alany·ESET} – Subjekt·FALL(Nominativ) alany {alANY} – unter·(NOMENBILDUNG)(Subjekt)

alany „Subjekt“ ist ein Wort der Spracherneuerung (nyelvújítás, 18./19. Jahrhundert), gebildet aus al- „unter“ nach dem Muster von lat. subiectum „das Daruntergelegte“; dazu gehören auch alap „Grund“ und alsó „unterer“. eset „Fall“ gehört zu esik „fallen; geschehen“ und übernimmt die Bedeutung von lat. casus „Fall“ (zu cadere „fallen“) – wie dt. „Fall“. Der Name „Subjektfall“ kommt von der wichtigsten Aufgabe der Form (→ 4.2.2).

Gefragt wird mit ki? „wer?“ nach Personen und mi? „was?“ nach Dingen, im Plural mit kik? und mik?. Die Antwort steht ebenfalls im Nominativ. Die Fragewörter mit „-t”, kit? „wen?“ und mit? „was?“, fragen nach dem Akkusativ (→ 4.3).

FragewortFrage nachAntwort
ki? – wer?Persona szomszéd – der Nachbar
mi? – was?Dingegy rádió – ein Radio
kik? – wer? (Plural)Personena barátaim – meine Freunde
mik? – was? (Plural)Dingeújságok – Zeitungen

Wortschatz

  • alanyeset {alany·eset} – Nominativ
  • alany – Subjekt
  • eset – Fall, Kasus
  • esik – fällt; geschieht
  • ki? – wer?
  • mi? – was?
  • kik? – wer? (Plural)
  • mik? – was? (Plural)
  • kit? – wen?
  • rádió – Radio
  • emberek – Leute, Menschen
  • barátaim – meine Freunde
  • újságok – Zeitungen

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3.Endungslos heißt: ohne rag

A könyveim még a dobozokban vannak. – Meine Bücher sind noch in den Kisten.

Ez a lámpa Annáé. – Diese Lampe gehört Anna.

A mi szobánk a legnagyobb. – Unser Zimmer ist das größte.

A székek még a folyosón vannak. – Die Stühle stehen noch im Flur.

Ein Nomen kann vor dem Kasussuffix weitere Teile tragen. Die Reihenfolge ist fest: Stamm – Ableitungssuffix (képző) – grammatisches Zeichen (jel) – Kasussuffix (rag) (→ 1.3.4, 4.1.8). Pluralzeichen, Possessivsuffix und Besitzzeichen „-é” sind Zeichen (jel), keine Kasussuffixe. Solange der letzte Platz leer bleibt, ist die Form ein Nominativ:

könyvek {könyv·EK} – Buch·(PLURAL)(Bücher) könyvem {könyv·EM} – Buch·MEIN(mein Buch) könyveim {könyv·EI·m} – Buch·(MEHRZAHL_DES_BESITZES)·mein(meine Bücher) Annáé {Anná·É} – Anna·(BESITZZEICHEN)(das von Anna)

In dobozokban dagegen ist der letzte Platz besetzt: dobozokban „in den Kisten“ ist kein Nominativ. Auf die Länge kommt es nicht an. barátaim „meine Freunde“ ist ein langer Nominativ, fát „den Baum“ ein kurzes Wort mit Kasussuffix.

FormDeutschjelragNominativ?
könyvBuch–Øja
könyvekBücherPlural „-k”Øja
könyvemmein BuchPossessiv „-m”Øja
könyveimmeine BücherBesitzplural „-i-” + Possessiv „-m”Øja
Annáédas von AnnaBesitzzeichen „-锨ja
könyvetBuch (Objekt)–„-et”nein
könyvbenim Buch–„-ben”nein
könyvembenin meinem BuchPossessiv „-m”„-ben”nein

Ø steht für die Nullendung. Entscheidend ist allein die Spalte „rag“.

Wortschatz

  • könyv – Buch
  • könyvek – Bücher
  • könyvem – mein Buch
  • könyveim – meine Bücher
  • könyvemben – in meinem Buch
  • Annáé – das von Anna, Annas
  • lámpa – Lampe
  • szoba – Zimmer
  • szobánk – unser Zimmer
  • szék – Stuhl
  • székek – Stühle
  • folyosó – Flur, Gang
  • folyosón – im Flur
  • dobozokban – in den Kisten
  • fát – den Baum
  • legnagyobb – größte(r, s)

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4.Eine Form, viele Aufgaben

Der Name „Subjektfall“ nennt nur die wichtigste Aufgabe. Dieselbe endungslose Form steht auch als Prädikat, nach Zahlen, vor Postpositionen, im Wörterbuch, in der Anrede und an weiteren Stellen. Wann man dabei genau von „Nominativ“ spricht und wann nur von einer Form ohne Kasusmarkierung, klärt 4.2.7.

AufgabeBeispielausführlich
Subjekt (alany)A kulcs az asztalon van.(→ 4.2.2)
Prädikat (állítmány)A lakás új. Bence tanár.(→ 4.2.3)
nach Zahl und Mengekét doboz, egy pohár víz(→ 4.2.4)
vor den meisten Postpositionena ház előtt(→ 4.2.5)
Wörterbuchformdoboz, ló, kéz(→ 4.2.6)
Anrede, Aufschrift, AusrufBence! Kijárat. Segítség!(→ 4.2.7)
Attribut, Besitzer, Zeitangabepiros doboz, Kata bőröndje, vasárnap(→ 4.2.7)

Wortschatz

  • állítmány {állítmány} – Prädikat
  • asztalon – auf dem Tisch
  • lakás – Wohnung
  • tanár – Lehrer
  • két doboz – zwei Kisten
  • egy pohár víz – ein Glas Wasser
  • a ház előtt – vor dem Haus
  • kijárat {ki·járat} – Ausgang
  • segítség – Hilfe
  • bőröndje – sein/ihr Koffer
  • vasárnap – Sonntag; am Sonntag

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5.Nicht nur Substantive

Az enyém még az autóban van. – Meins ist noch im Auto.

A piros a konyhába kerül, a kék a fürdőszobába. – Die rote kommt in die Küche, die blaue ins Bad.

Három elég lesz? – Reichen drei?

Ki segít holnap? – Én. – Wer hilft morgen? – Ich.

Im Nominativ stehen nicht nur Substantive, sondern alle Wörter, die als Nomen gebraucht werden: Adjektive (a piros „die rote“ – gemeint ist die rote Umzugskiste), Zahlwörter (három „drei“) und Pronomen (én „ich“, az enyém „meins“, ki „wer“, ez „dies“). Auch sie tragen dann keinen rag. Beim Personalpronomen hat der Akkusativ eine eigene Form: én – engem „ich – mich“ (→ Vertiefung).

Wortschatz

  • enyém – meins
  • az autóban – im Auto
  • piros – rot
  • a piros – die rote
  • kék – blau
  • konyha – Küche
  • konyhába – in die Küche
  • fürdőszoba {fürdő·szoba} – Badezimmer
  • fürdőszobába {fürdő·szobá·ba} – ins Badezimmer
  • kerül – kommt (an einen Platz)
  • három – drei
  • elég – genug
  • én – ich
  • holnap – morgen

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6.Grundform und Stamm

A régi festményen egy ló van. – Auf dem alten Gemälde ist ein Pferd.

Der Nominativ zeigt immer die Wörterbuchform, auch wenn vor Endungen ein anderer Stamm erscheint (→ 2.8.5, ausführlich 4.2.6):

→ló – Pferd→lovat – das Pferd (Objekt)→lovak – Pferde

Wortschatz

  • ló – Pferd
  • lovat – das Pferd (Objekt)
  • lovak – Pferde
  • festmény – Gemälde
  • festményen – auf dem Gemälde
  • régi – alt

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7.Der Artikel zeigt den Fall nicht

A tükör eltört. – Der Spiegel ist zerbrochen.

Ki törte el a tükröt? – Wer hat den Spiegel zerbrochen?

Im Deutschen steht der Fall vor allem am Artikel: der Spiegel – den Spiegel – dem Spiegel. Im Ungarischen bleibt der Artikel a/az in allen Fällen gleich; er zeigt nur „bestimmt“, nie den Fall. Der Fall steht am Nomen:

DeutschUngarisch
der Spiegela tükör
den Spiegela tükröt
dem Spiegela tükörnek

In tükröt fällt das zweite ö des Stammes aus (→ 2.8.2). Ein Subjekt mit Akkusativendung (*A tükröt eltört.) ist daher ebenso falsch wie ein „angepasster“ Artikel (*az házat statt a házat): az steht nur vor Vokal, unabhängig vom Fall (→ 3.3).

Wortschatz

  • tükör – Spiegel
  • tükröt – den Spiegel
  • tükörnek – dem Spiegel
  • eltört – ist zerbrochen
  • törte el – hat zerbrochen
  • házat – das Haus (Objekt)
  • a, az – der, die, das

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8.Das Wichtigste in Kürze

  • Nominativ (alanyeset) = Form ohne Kasussuffix, mit Nullendung.
  • Fragen: ki? mi? (kik? mik?).
  • Pluralzeichen, Possessivsuffix und „-é” dürfen stehen: könyvek, könyveim, Annáé – der letzte Platz bleibt leer.
  • Substantive, Adjektive, Zahlwörter und Pronomen können im Nominativ stehen.
  • Der Artikel a/az bleibt in allen Fällen gleich: a tükör – a tükröt.
  • Endungslos ist der Normalfall; eine Endung kommt erst, wenn das Wort eine andere Aufgabe bekommt.

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Vertiefung

9.Unmarkiert und markiert

Doboz, doboz, mindenhol doboz! – Kisten, Kisten, überall Kisten!

In einer Reihe zusammengehöriger Formen trägt meist eine Form kein eigenes Zeichen. Sie ist unmarkiert und steht, wenn nichts Besonderes gesagt werden soll. Die übrigen Formen sind markiert. Unmarkiert sind der Nominativ gegenüber allen Kasus mit rag, der Singular gegenüber dem Plural mit „-k” und beim Verb die Form der 3. Person Singular Präsens (segít „hilft“) gegenüber den Formen mit Personalendung.

jelöletlen {jelölETLEN} – kennzeichnen·LOS(unmarkiert) jelölt {jelölT} – kennzeichnen·(PARTIZIP)(markiert)

Das Begriffspaar heißt ungarisch jelöletlen – jelölt, deutsch auch „merkmallos – merkmalhaltig“. jelöl „kennzeichnen“ ist von jel „Zeichen“ abgeleitet – demselben Wort, das als Fachbegriff die grammatischen Zeichen benennt. Im Ausruf oben stehen viele Kisten, die Form ist trotzdem Singular und Nominativ: Für Ausrufe, Aufzählungen und Schilder greift das Ungarische zur unmarkierten Form. Dasselbe Prinzip zeigt der Singular nach Zahlen (→ 4.2.4) und auf Aufschriften (→ 4.2.7).

Wortschatz

  • jelöletlen {jelöletlen} – unmarkiert
  • jelölt {jelölt} – markiert
  • jelöl – kennzeichnet
  • jel – Zeichen
  • mindenhol – überall
  • doboz – Kiste
  • dobozok – Kisten

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10.Nullendung oder keine Endung?

A szomszéd is segít. – Auch der Nachbar hilft.

Für szomszéd in diesem Satz gibt es zwei Beschreibungen. Die ungarische Schulgrammatik setzt eine Nullendung an (zéró rag), allgemein eine Nullform (zéró morféma, → 1.1.2): Jedes Nomen im Satz hat dann genau einen rag, notfalls einen unsichtbaren, und das System ist lückenlos. Andere Darstellungen sprechen einfach von der Form ohne Kasussuffix (ragtalan alak).

ragtalan {ragTALAN} – Endung·LOS(endungslos) ragtalan alak – endungslose Form

Für die Praxis sind beide Sichtweisen gleichwertig; dieses Buch gebraucht „endungslose Form“ und „Nullendung“ nebeneinander. Auch die Zählung der Kasus hängt davon ab: Ungarische Darstellungen nennen je nach Ansatz 17 bis 34 Kasussuffixe, das „leere“ alanyeset eingeschlossen.

Das Bild vom leeren letzten Platz hat Grenzen. Es beschreibt das Nomen im Satz, nicht jede endungslose Form: Auch Attribute (piros doboz) und Anreden (Bence!) haben keinen rag, ohne dass jede Grammatik sie Nominativ nennt (→ 4.2.7).

Wortschatz

  • zéró rag – Nullendung
  • zéró morféma – Nullform, Nullmorphem
  • ragtalan {ragtalan} – endungslos
  • alak – Form, Gestalt
  • ragtalan alak – endungslose Form
  • rag – Endsuffix, Kasussuffix

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11.Scheinendungen

A kabát a szekrényben lóg. – Der Mantel hängt im Schrank.

A kert kicsi, de napos. – Der Garten ist klein, aber sonnig.

Az ablak a parkra néz. – Das Fenster geht auf den Park hinaus.

Debrecen nagyobb város, mint Szeged. – Debrecen ist eine größere Stadt als Szeged.

A Balaton nyáron nagyon zsúfolt. – Der Plattensee ist im Sommer sehr überlaufen.

Manche Grundformen enden zufällig auf Laute, die wie ein rag oder jel aussehen: kabát auf „-t” wie der Akkusativ, ablak auf „-ak” wie der Plural, Balaton auf „-on” wie asztalon „auf dem Tisch“. Sie sind trotzdem endungslos. Die Probe: Lässt sich das Wort nicht weiter zerlegen und steht es so im Wörterbuch, ist es eine Grundform. Die echte Endung tritt erst dahinter an:

Wortsieht aus wie …Form mit Endung
kabát – MantelAkkusativ „-t”kabátot (Akkusativ)
kert – GartenAkkusativ „-t”kertet (Akkusativ)
sajt – KäseAkkusativ „-t”sajtot (Akkusativ)
part – UferAkkusativ „-t”partot (Akkusativ)
vonat – ZugAkkusativ „-at”vonatot (Akkusativ)
ablak – FensterPlural „-ak”ablakok (Plural)
csónak – BootPlural „-ak”, Dativ „-nak”csónakok, csónaknak
Debrecen – (Stadt)Superessiv „-en”Debrecenben (Inessiv)
Balaton – PlattenseeSuperessiv „-on”a Balatonon (Superessiv)
Szeged – (Stadt)Possessiv „-ed” „dein“Szegeden (Superessiv)

csónak täuscht doppelt: Das Wortende gleicht dem Plural „-ak” und zugleich dem Dativ „-nak”. Solche gleich lautenden Formen behandelt 1.2.5 allgemein. Die Ortsnamen zeigen noch eine Eigenheit: Bei vielen ungarischen Städten steht „in“ mit „-on”/„-en”/„-ön” (Szegeden), bei Debrecen dagegen mit „-ben” (Debrecenben).

Wortschatz

  • kabát – Mantel
  • kabátot – den Mantel
  • kert – Garten
  • kertet – den Garten
  • sajt – Käse
  • part – Ufer
  • vonat – Zug
  • ablak – Fenster
  • ablakok – Fenster (Plural)
  • csónak – Boot
  • Debrecenben – in Debrecen
  • Szegeden – in Szeged
  • a Balatonon – am Plattensee
  • szekrényben – im Schrank
  • lóg – hängt
  • napos – sonnig
  • zsúfolt – überfüllt, überlaufen
  • nyáron – im Sommer

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12.Pronomen: eigene Formen für Nominativ und Akkusativ

Engem senki nem kérdezett. – Mich hat niemand gefragt.

Ez a szoba lesz a dolgozószoba. – Dieses Zimmer wird das Arbeitszimmer.

Ezt a szobát Bence festi ki. – Dieses Zimmer streicht Bence.

Beim Pronomen ist der Nominativ besonders deutlich zu erkennen, weil der Akkusativ anders aussieht. Die Personalpronomen haben eigene Akkusativformen, die in der 1. und 2. Person nicht auf „-t” enden müssen (→ 3.5.8):

NominativAkkusativ
én – ichengem – mich
te – dutéged – dich
ő – er, sieőt – ihn, sie
mi – wirminket, bennünket – uns
ti – ihrtiteket, benneteket – euch
ők – sieőket – sie
ki? – wer?kit? – wen?
mi? – was?mit? – was?

Beim Demonstrativpronomen mit Artikel tragen beide Wörter denselben Fall: ez a szoba ist ganz endungslos, in ezt a szobát haben Pronomen und Nomen das „-t” (→ 3.8.4).

dolgozószoba {dolgozó·SZOBA} – arbeitend·ZIMMER(Arbeitszimmer)

Wortschatz

  • engem – mich
  • téged – dich
  • őt – ihn, sie
  • minket – uns
  • titeket – euch
  • őket – sie (Plural, Objekt)
  • ez a szoba – dieses Zimmer
  • ezt a szobát – dieses Zimmer (Objekt)
  • dolgozószoba {dolgozó·szoba} – Arbeitszimmer
  • senki – niemand
  • kérdezett – fragte
  • festi ki – malt (es) aus, streicht (es)

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13.Sprachvergleich

SpracheNominativAkkusativ
Lateindominus, rosadominum, rosam
Russischдом (dom)дом (dom)
Englischthe house; Ithe house; me
Deutschder Spiegel; das Hausden Spiegel; das Haus
Ungarischa ház; a tüköra házat; a tükröt

Im Lateinischen hat der Nominativ meist eine eigene Endung (domin-us, ros-a). Im Russischen ist er bei vielen männlichen Substantiven endungslos wie im Ungarischen; bei unbelebten Maskulina gleicht der Akkusativ sogar dem Nominativ. Das Englische kennt Kasusformen nur noch beim Pronomen (I – me). Das Deutsche zeigt den Fall vor allem am Artikel, am Nomen nur noch selten (des Hauses, veraltet dem Hause). Im Ungarischen ist der Nominativ die nackte Form, und alle anderen Fälle stehen am Wortende des Nomens: Was das Deutsche dem Artikel überträgt, trägt hier das Nomen selbst.

Wortschatz

  • ház – Haus
  • házat – das Haus (Objekt)
  • tükör – Spiegel
  • tükröt – den Spiegel
  • alanyeset {alany·eset} – Nominativ

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